Der Weg ins Freie oder eine partielle Huldigung Arthur Schnitzlers

Ich liebe Arthur Schnitzler für seine großartigen, psychologisch feinen Portraits in seinen Erzählungen. Dort, in der kurzen Form, funktionieren sie ganz gut als Charakterskizze einzelner Typen, gern der Hauptfiguren. Die Nebenfiguren hingegen bleiben dunkel, laden zu Deutungen ein, sind aber als eigenständige Figuren nicht relevant. Wie anders ist das bei einem Schnitzler-Roman. Man bekommt Typen um die Ohren gehauen. Deshalb musste ich mich im Rahmen von 7 Bücher für 2017 regelrecht zum Schnitzler-Roman „Der Weg ins Freie“ zwingen. Ich wurde zugleich bestätigt und eines besseren belehrt.

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Wer ein Haus bewirtschaftet macht keine Politik

Warum sollte jemand, der sich um das täglich Brot kümmert, überhaupt politische Entscheidungen treffen dürfen?

Wann immer es mir um Fragen der Moral geht, hole ich meinen Kant hervor und bin glücklich. Dahinter folgt eine ganze Batterie an Philosophen, die ich gern zu Einzelproblemen heranziehe. Das liegt oftmals daran, dass ich sie so herrlich provokant finde. Aristoteles (der mir bei meinen Überlegungen zum Blogging gute Dienste geleistet hat) ist so ein Beispiel. Über die Staatstheorie des Aristoteles ließe sich viel sagen. Ich versuche es in Kürze.

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Einheitstag

Es ist immer dankbar, wenn sich ein Ereignis von außen aufnötigt, um im Blog verarbeitet zu werden. Während Erlebnisse immer noch die Umformung in einen Blogbeitrag brauchen, mehr noch überhaupt erst einmal zum Thema des Blog werden müssen, sind Feiertage etwas, das sich ganz zwanglos anbietet. In Vorwegnahme des morgigen Tages möchte ich deshalb zurückblicken.

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Revolution! Besprechung: Robert A. Heinlein – Revolte auf Luna

Im Rahmen meines Projekts, im Jahr 2016 immerhin sechs Bücher zu lesen, läge ich schon über meiner eigenen Vorgabe, wenn ich statt der noch ungelesenen Werke einfach solche nominiert hätte, die ich tatsächlich auch gelesen habe. Aber auch auf meiner Liste kann ich Titel Nummer 5 streichen.

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Schreiben gegen Rechts

Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich zu dem Thema schreiben soll und dem Aufruf von Anna Schmidt folgen soll. Nicht weil es mir zu heikel wäre. Ich bin in der Wahl meiner Themen schmerzfrei. Ich wollte zu dem Thema schreiben, aber ich konnte es nicht so, wie ich gern wollte. Ich habe angefangen und ein großes Gejammer veranstaltet. Ich habe es gelöscht. Ich habe angefangen und meiner Wut Ausdruck verliehen. Mehrfach. Jammerei und Wut bringen uns nicht weiter.

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Gedanken zum Nationalfeiertag

Ich habe ein gespanntes Verhältnis zu Deutschland, nicht als Staat, aber als Nation. Während ich Staatlichkeit und Staaten gut finde, weil sie einen Ordnungsrahmen geben und idealiter ein gesichertes Leben ermöglichen, gefällt mir die ideologische Aufladung des Staates in der Idee einer Nation nicht. Dennoch möchte ich den heutigen Tag nutzen, um meine Liebe zum 3. Oktober auszudrücken.
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