Zum Freitag-Abend gibt es einen kleinen Zwischenruf. Und das im wörtlichen Sinne. Denn das Zeilenende ist nicht nur auf Jobsuche, sondern auch ein gnadenloser Selbstdarsteller. Und da er hier jeden Tag seine Gedanken prostituiert, jeden Sonntag sein Gesicht vermarktet, auch schon seine Handschrift veröffentlicht hat, ist es Zeit für die Stimme.

Zur Präzisierung meiner regelmäßigen Leser*innen meine ich NICHT die Stimme von EFF, denn das ist tiefster Biedermeier. Ich meine meine Sprechstimme. In Farbe. Sofern ihr der Synästhesie mächtig seid.

Das Zeilenende ist wie angesprochen auf Jobsuche und es ist damit nicht allein. Ich verdanke dem Bewerben nicht nur ein erhöhtes Maß an Selbstreflexion, lustigen Erfahrungen, sondern auch einigem interessanten Austausch mit euch. So kam es, dass der Aushilfsjedi mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, in seinem Podcast zu gastieren und über Bewerbungen zu plaudern. Und das Zeilenende hat ja gesagt.

Hört also selbst: So klingen der Aushilfsjedi und das Zeilenende. Und weil man immer auch etwas über sich selbst lernt, habe ich gelernt: Ich Öhme mehr, als ich dachte (obwohl es im Lauf des Gesprächs besser wird), ich mache häufig „Plopp“ am Ende eines Gedankens (das könnte ich hier im Blog auch einführen) und man sollte das Mikrofon am Headset nicht so tief einstellen, dass der Bart beim Sprechen daran kratzt … Plopp.

Ne, das mit dem Plopp ist doof. Ich hoffe, euch gefällt, was wir zusammengequatscht haben. Es wird noch eine zweite Folge geben, in der wir uns über Soft Skills unterhalten und das große Finale wird eine Folge zum Thema Vorstellungsgespräche sein. Wenn es euch gefallen hat, wird der Aushilfsjedi sich sicherlich über Kommentare freuen, nicht nur hier, sondern auch auf iTunes, Soundcloud oder vor seiner Haustüre.

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22 Kommentare zu „Was für Stimmchen

  1. Sehr nettes Geplauder zweier angenehmer Stimmen über ein Thema mit hohem Frustrationspotential. Die Länge passte gut zur Vorbereitung des Abendessen-Mürbeteigs (kann man zu viel davon eigentlich einfrieren? ohne Ei). Zwischendurch war ich fast versucht, Einleitungs- und Schlussfloskeln meiner Anschreiben nachschauen zu gehen, habe es aber wegen der Fettfinger gelassen. Das mit dem Schuleintrittstag hatte ich auch schon einmal, für meinen Gymnasiumswechsel hat sich aber bisher niemals jemand interessiert. Um die Lebenslauflänge im Griff zu behalten, habe ich den Teil aber mittlerweile eingedampft auf „Abitur am xy-Gymnasium mit Monat und Jahreszahl“. Aus dem Geburtstag kann ja dann einer, der ganz pingelig ist, bitte selber ausrechnen, wie lange es gedauert haben könnte. Tagescharfe Angaben finde ich eh hochgradig albern.

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    1. Haben wir ja alles richtig gemacht. Mürbeteig kann man super einfrieren, am Einfachsten zu einem rechteckigen Paket formen, in Alufolie einschlagen und ab damit. Kannst du dann im Kühlschrank auftauen und weiterverarbeiten.
      Danke auch für das Lob. Im CV habe ich auch nur Abschlussmonat und Jahr meiner Schulzeit notiert. Ich hab doch nicht umsonst ein Studium abgeschlossen. Was die Frustration angeht: Dagegen angehen mit sowas ist echt gut für die Seele. 🙂

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  2. Och….das „Öhm“ passt doch gut zum „Ähm“…wenn da nicht immer dieses „Äh“ zwischendurch wäre…..bringt ein’n ja ganz durcheinander….manno…. ( augenverdreh ) ….

    Deine Stimme ist in etwa das was ich vom Zeilenende erwartet habe…passt!

    Kann denn nicht endlich mal jemand diesen durchweg sympathischen Menschen einstellen??? Meine Güte….

    Am Nebengeräusch-und Hallpegel ist noch Platz nach oben….aber ansonsten finde ich so Plaudereien toll – und voll im Trend, denn jeder der was auf sich hält hat irgendwelche Podcasts um sich rum. Also Thumbs Up und nur Mut für weitere Themen!

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    1. Ich habe mir ein Headset dafür leihen müssen. Aber es hat Spaß gemacht. Das wäre ein Kriterium, was Regelmäßiges draus zu machen. Dann auch mit anständiger Technik. Deshalb gilt aller Dank dem Aushilfsjedi, der mich schonmal auf den Geschmack gebracht hat. Ob daraus ein Format wird … Schauen wir mal.
      Meine Blogbeiträge vorzulesen, daraus wird aber nichts. Habe ich ausprobiert. Am letztwöchigen Mitmachblog. Musste ich zu sehr bei lachen. ^^

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  3. Nun rundet sich das Bild erst richtig ab. Sympathische Stimme. Mir gefällt das Gespräch, weil es spontan und nicht aufgesetzt klingt. Ab und an ist was zum Hören sicher eine schöne Ergänzung zum schriftlichen Blog. Die Stimme wirkt ja immer ein Stück weit persönlicher und mir hat das richtig gut gefallen. Inhaltlich eh. Sonst hört ich es neben dem kochen nicht angehört. Die Daimler Bewerbung hätte ich gern gesehen. 😊

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    1. Da wird man ja fast rot. 😈… Äh … Du weißt, was ich meine.

      Ich hätte übrigens auch gern gesehen, wie die Bewerbung aussah. So zwei oder drei Design-Sünden habe ich aber auch in petto. Die zeige ich irgendwann auch mal. ☺

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  4. Sehr schön, wenn man einmal die Stimmen zu den Worten und Wörtern hören kann 🙂 (Ich habe es auf dem Mitmachblog ja auch schon bejubelt).
    Deine Stimme passt zu dir – höhö! Wobei das gar nicht so selbstverständlich ist. Es gibt ja immer wieder Überraschungsmomente, wenn man zunächst nur e-mails etc. von jemanden kennt und ihn/sie dann auch einmal persönlich sieht und hört.
    Öhm, ach ja, an den Öhms kann man ja arbeiten. Wichtig ist, dass es einem irgendwann auffällt, dann bekommt man sie meist auch unter Kontrolle 😉
    Ich dachte es wäre eine geheime Huldigung deines Lieblingsnachbarlandes (so etwas wie Freudsch-unterdrückte Österreich-Jauchzer zumindest ob der leckeren Küche, die wir – von überall her gestohlen – haben)
    Bei AIDA denkt man in unseren Breiten ja erstmal an eine Konditorei und leckere Torten oder Brötchen. Aber die könnte man sich ja nebenbei einverleiben, während man Euren sehr lebendig dargebotenen Ausführungen über ein gar nicht so witziges Thema lauscht.
    Bin schon gespannt auf den nächsten Teil!

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    1. Ich finde das Thema ja arg witzig (zumindest wenn ich nicht mal wieder furchtbar deprimiert bin) und danke für das Kompliment. Bei den Überraschungsmomenten kann ich nicht so wirklich mitreden, weil ich zwar durchaus Stimmen in meinem Kopf habe, wenn ich etwas lese, das aber keine wirklichen Sprechstimmen sind. Was allein daran liegt, dass die allermeisten Stimmen in meinem Kopf geschlechtsunabhängig männlich klingen. *gg*
      Ob meine Öhms eine Huldigung an Österreich sind … Darüber muss ich einmal nachdenken. Es wäre möglich. So sehr, wie ich mich an euch abarbeite, muss es da ja irgendwelche tiefsitzenden Komplexe geben, gell? *g*

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  5. Du hörst dich sehr sympathisch an 🙂 Eine Stimme, der man gerne zuhört! So ab und an ein Audiofile auf deinem Blog, in dem du uns was nettes erzählst, würde ich auch nicht ablehnen. Du könntest ja auch die Gespräche mit Seamus vertonen 🙂

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    1. Ich könnte euch die Leviten lesen, das wäre ein schönes Podcast-Projekt. „Der Herr rief Mose, redete ihn vom Offenbarungszelt aus an und sprach:“
      Seamus vertonen ist schwierig, weil Seamus eine ziemlich unangenehme Piepsstimme hat und darüber hinaus mikrofonscheu ist. *g*

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  6. Sehr sympathische Stimme, mein guter Zeilenende. Oder war das Seamus, und du saßest mit Mikrofonfieber daneben? 😉
    Ich schreibe hier während des Hörens, und ich schließe mich den Vorschreibern an, hin und wieder so ein tonales Vergnügen wäre fein! 🙂

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    1. Na wenn das so gut ankommt, dann muss ich mir ja echt mal was überlegen. Seamus saß aber nicht daneben. Der spricht noch einmal zwei Oktaven höher als ich. Und ich bin am Telefon ja schon sehr häufig „Mutter Zeilenende“ … -.-„

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      1. Echt jetzt, no kidding. Mutter Zeilenende hat zwar auch eine eher tiefe Stimme, aber selbst alte Freunde der Familie bringen das fertig. Obwohl ich mich am Festnetz-Telefon mit Vor- und Zuname melde. ^^

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  7. Sympathische Stimmen hatten wir ja schon, deshalb will ich sie gar nicht neu beschreiben.
    Nach eurem Gespräch, d.h. nachdem ich es gehört habe, hätte ich große Lust, mich mal wieder zu bewerben.
    Natürlich mache ich das nicht. Der Job gefällt mir.
    Trotzdem – ich finde das Bewerbungsschreiben eigentlich eher langweilig. Interessant wird es beim Gespräch. Auch dazu kann ich nicht wirklich etwas sagen, da immer wenn ich ein Gespräch hatte, ich anschließend auch eingestellt wurde. Warum?
    Keiner ist so wahnsinnig Chemie zu studieren. Die wenigen, die es trotzdem machen, sind auf dem guten Weg, auch eine Stelle zu bekommen, solange sie sozial Kompetenz aufweisen (was zum Teil nicht vorliegt).
    Mies zu sagen, aber meine Sicht zu der Sache ist eher so, dass ich mich wenig beworben und immer recht schnell etwas gefunden habe.
    Wir sollten uns vielleicht mal über Bewerbungsgespräche unterhalten. 😉

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      1. Ach nimm es nicht so hart. Ich hab in der letzten Zeit, viele Bewerbungen für meine Frau geschrieben, bzw. ihr geholfen welche zu schreiben.
        Nein ich mach mich nicht lustig über die Jobsuche. Das ist schwer. Ich messe nur dem Gespräch weitaus mehr Gewicht bei. Außerdem braucht man leider Beziehungen um weiter zu kommen. Bisher hatte ich dort auch Glück.
        Wichtig ist, die Leute im Gespräch von sich zu begeistern. In dem Fall würde ein Anruf am Anfang ziemlich viel bringen, weil man schon dort für sich wirbt. Warum nicht, auf die Einladung zur „Hilfe“ eingehen, auch wenn man sie nicht braucht? Versuch die Dame/den Herrn am anderen Ende für dich zu gewinnen. Versuch Fragen zu stellen, die bezeugen, dass Du Dich auch für die Person interessierst. Mach Ihnen durch die Fragen klar, dass Du ihr Freund seien willst – der Freund den sie brauchen. Wenn Du es schaffst, bring sie zum Lachen. Wenn Du das geschafft hast, bist Du drin. Dann ist das andere egal. Sobald sie lachen, hast Du sie am Haken. Das geht nicht im Schreiben.
        Das sind die Tipps, die ich jedem geben und mit denen die meisten auch einen Job bekommen haben.

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