Das Buch-Fresserchen will am heutigen Dienstags-Montag wissen, wie ich es mit Bildbänden halte. Sie tut dies in dieser Woche im Auftrag von Anja von Mein kleines Bücherzimmer. Und sie differenziert auch gleich weiter und erlaubt, auch über Comics zu sprechen.

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Was Comics angeht, kann ich mich hiermit ja outen, oder? Ich bin ein riesiger Fan von Garfield, Asterix, Gaston, Phantomias, den Teen Titans, der Justice League of America und Green Lantern im Besonderen und darf mich stolzer Besitzer der kompletten Asterix-Reihe, der ersten 200 LTBs und vielen weiteren Comicheften nennen. Wenn ich platztechnisch nicht eingeschränkt wäre, würde ich meine Sammlung eigentlich auch gern vergrößern. Andererseits ist meine Liebe zu Comics immer eine Phasenliebe. Derzeit lese ich keine Comics, obwohl der deutsche Markt sich gerade über eine Vielzahl an Superheldencomics freuen kann. Es ist eher so, dass ich im Comicladen einen ganzen Schwung Hefte kaufe, um mich wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Denn so sehr ich Comics mag, ich habe so meine Schwierigkeiten damit, den Stoff immer nur Häppchenweise zu bekommen.

Was die „klassischen“ Bildbände angeht, so gestehe ich, mich zwar für Malerei und Photographie zu interessieren, mir Bilder aber lieber im Museum anzuschauen. Ich besitze einen Bildband zu Caspar David Friedrich, einem meiner beiden Lieblings-Maler. Und einen Fotoband von Herlinde Koelbl besitze ich auch. In beiden Fällen war es ein Geschenk. Das Problem ist: Ich habe keine Gelegenheit, die Bildbände zu präsentieren, d. h. irgendwo aufgeschlagen stehen zu haben und mich an dem jeweils aktuellen Bild zu erfreuen. Und um sie nur gelegentlich zum Blättern herauszuholen sind sie mir zu schade, für eine stundenlange Durchsicht fehlt mir wiederum die Geduld. Da „tue“ ich lieber was – und Textlesen entspricht eher meinem Verständnis von Tun als Bildbetrachtung. Das geht übrigens sogar so weit, dass ich mir manchmal Kochbücher ohne Bilder kaufe. Die brauche ich auch nur zur Orientierung, wie ein Arbeitsschritt funktionieren könnte, nicht um mich am Bild zu erfreuen.

Da mir die Möglichkeiten eines angemessenen Umgangs mit den Bildbänden fehlt, sind sie mir einfach zu teuer. Sie sind ihren Preis durchaus wert, aber nur wenn man sie auch entsprechend nutzen kann.

Wie ist es mit euch? Seid ihr in der glücklichen Lage, ein Stehpult zu haben, auf dem ein Bildband ruht? Oder seid ihr vielleicht geduldiger als ich und blättert euch stundenlang durch farbenfrohe oder schwarzweiße Bilderwelten?

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21 Kommentare zu „Montagsfrage: Bildbände

  1. Asterix habe ich ebenfalls, sowie LTB und Tim und Struppi, noch aus den 70ern und meine Bände hängen als Bilder an den Wänden und verdecken die Sicht auf die Tapete. Leider ging meine Spiderman Sammlung verloren mit allen deutschen Erstausgaben bis Heft Nr. 37, aber sonst gehts mir gut 😉

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  2. Ich habe früher auch LTB gesammelt. Wo die hin sind, keine Ahnung. Bei irgendeinem Umzug verschütt gegangen. Comichefte oder LTB sind für mich keine Bücher und noch weniger Bildbände. Ich habe viele Bildbände aus früheren Zeiten. In erster Linie aber auf Länder bezogen, einen wunderschönen „Indien“, „Australien“ und auch diverse Kochbücher, die ich im Leben nicht in die Küche lege, weil sie dazu viel zu wertvoll und schön sind. Bücher aufgeschlagen herum liegen lassen mache ich auch mit Lesestoff nicht, die haben immer ein Lesezeichen oder -bändchen drin. Wir haben das Glück, unsere Bücher im Regal schön präsentieren zu können und ab und an nehme ich mir auch einen Bildband und stöbere Weilchen darin herum. Aktuell liegt seit mehreren Wochen ein chinesisches Reisekochbuch auf dem Couchtisch, weil es eine gelungene Kombination aus Reisebildband und Kochbuch ist. Irgendwann werde ich es auch wieder ins Regal räumen und das nächste raussuchen. 😉 Kommt immer auf den aktuell vorherrschenden Faulheitsgrad an.

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    1. Ich hab die Variante auch nur beim Buch-Fresserchen aufgegriffen, um ein wenig zu nerden. Das tue ich so selten. 😉 Wobei zumindest einige Comics mit jedem Bildband locker mithalten können und ihre Künstler zu unrecht nicht als Künstler wahrgenommen werden. Es gibt von Carl Barks einige tolle Gemälde der Entenhausenfiguren.
      Ich beneide dich jedenfalls um die Präsentationsfläche. Ich kaufe mir irgendwann einfach mal ein Haus, um es als Bibliothek zu nutzen. Da kommt dann noch eine Küche rein und schlafen kann ich ja problemlos im Spülbecken. *gg*

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  3. Yep, hier auch so. Ich hatte mal über 400 Bücher, die ich alle beim Auszug zurücklassen musste. Andererseits wird man ja auch älter und Geschmäcker ändern sich. Das LTB-Abo musste irgendwann dem Bravo-Girl-Abo weichen *hiermit öffentlich beichte*

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    1. Ich hätte niemals die Bravo Girl gegen das LTB eingetauscht … Ich würde es bis heute nicht tun. Aber ich fand die Bravo als Netznager auch ein wenig altbacken … Von deiner Altmodischkeit abgesehen musst du dich deshalb nicht schämen. 🙂

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  4. Jaja, die opulenten Bildbände, wie die Teile so schön beworben werden. Sehr schön, aber irgendwie nicht ganz mein Fall. Schwer zu sagen, warum. Aber Text taugt mir einfach besser.
    Was Comics angeht – davon gibt’s bei mir nur zwei ‚Sorten‘. Wilhelm Busch von der etwas älteren und Nemi von der etwas neueren Fraktion. 🙂

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    1. Ich hasse wenig mehr als „opulente Bildbände“ … Was sind dann nicht opulente Bildbände? Die Landlust? Aber Text ist sympathischer, das stimmt. Bilder lesen ist eine Kunst, in der ich ganz ganz schlecht bin. Das muss man halt lernen.

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      1. Opulent sagt man halt, damit man nochmals 20 € extra verlangen kann. 😉
        Möglicherweise hat das Ganze schon sehr stark mit Gewohnheiten zu tun. Mir ist es zumindest mit Hörbüchern so ergangen. Anfangs fand ich die… ja… gewöhnungsbedürftig, eben. Und heute habe ich mich damit gut angefreundet.

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      2. Naja … Bücher und Hörbücher haben die Sprache gemeinsam. Gedrucktes und Gesprochenes haben wir beides täglich. Bilder haben ihre eigene Grammatik und ein Vokabular. Wo sehen wir denn heute großartig, also symbolisch? Gewisse Codes sehen wir noch (Bart + Hosenträger = Hipster ), aber wirklich gefordert ist das selten.

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  5. Zu Comics fehlt mir der Zugang. Bildbände dagegen habe ich einige. Meistens nach einem Museumsbesuch gekauft. Dort im Shop, gibt es sie häufig deutlich reduziert. Denn sonst, sind sie mir auch zu teuer 😉

    Ab und an blättere ich sie durch und kann dann auch für Stunden versinken.

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    1. Comic ist auch nicht einfach. Graphic Novel, also Comicromane sind meins nicht. Umgekehrt kann ich mir aber auch keinen Superman-Roman vorstellen. Meines Erachtens ist es ein eigenes Genres und so wie man keinen Zugang zu Liebesromanen hat, kann das auch beim Comic sein.
      Das mit den Museums-Shops muss ich mir aber merken. Wenn ich Platz habe.

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  6. Wir haben auch alle Asterix-Bände, die Kinder verschlingen sie geradezu (geistige Nahrung ist wichtig). Auch einige Gaston-Hefte, denn die sind schlicht superb, danach wird’s aber schon sehr dünn, denn außer ein oder zwei Schlümpfe-Comics kann ich gar nichts mehr aufzählen. Schade eigentlich! Nur mit Donald Duck braucht man mir nicht zu kommen, der interessiert mich in Comic-Form schlicht gar nicht.

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    1. Man kann ja nun einmal auch nicht alles haben. Und du magst Donald lieber als Zeichentrick? Im Unterschied zu Micky Maus finde ich den ja in Papierform besser. Während Micky im Comic ein unerträglicher Besserwisser ist. *g*

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