Es weihnachtet schon schwer. Morgen ist es so weit, deshalb gibt es heute und morgen Last-Minute-Tipps fürs Weihnachtsfest, bevor wir die geruhsame Zeit des Jahres mit der Weihnachtsfestnachlese beginnen. Heute gibt es Kartoffel-Lebkuchen und Zeilenendes Weihnachtstipp zu SOS-Geschenken.

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Kartoffel-Lebkuchen sind toll, nicht nur, weil sie Kartoffeln enthalten. Sie sind auch toll, weil sie sofort nach saftigem Lebkuchen schmecken und nicht ewig lange in einer Dose liegen müssen, bis sie lebkuchig geworden sind. Weihnachten steht vor der Tür und der Lebkuchen ist alle, ihr wollt aber keinen kaufen? Dann ist dieses Rezept wie gemacht für euch.

Für mich ist es wie gemacht, weil ich damit mal wieder einen Beitrag zu einem Blog-Event leisten kann, zum Blog-Event CXV – Zimt, Kardamom, Nelke im Kochtopf, ausgerufen von Tina von Foodina.

 

Ihr benötigt:

  • 200g Kartoffeln (lt. Rezept mehlig, ich habe festkochend genommen, geht auch)
  • 60g Orangeat
  • 40g Citronat
  • 20g kandierten Ingwer
  • 3 Eier
  • 350g Rohrzucker
  • 25g Lebkuchengewürz
  • 250g gemahlene Haselnusskerne
  • 2TL Backpulver
  • 200g Mehl
  • ggf. 150g Kuvertüre

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Wir beginnen mit den Kartoffeln. Diese wollen gekocht, gepellt und mit der Gabel noch warm zermatscht werden.

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Als nächstes werden Citronat, Orangeat und kandierter Ingwer in kleine Stücke geschnitten.

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3 Eier wandern in eine Rührschüssel.

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Haselnüsse, Backpulver und Mehl werden abgewogen, in eine Schüssel oder einen Messbecher gegeben und gründlich vermischt. Nebenbei könnt ihr den Backofen schon einmal auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen.

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Rohrzucker und Lebkuchengewürz werden ebenfalls miteinander vermischt. Hier kommt der Blog-Event ins Spiel, denn in den Lebkuchengewürzmischungen ist was enthalten? Genau: Zimt und Nelken. Meine Mischung enthält  zusätzlich Koriander, Stern-Anis, Piment, Muskat und Ingwer. Ja, ich weiß, man kann sich das selbst zusammenmischen. Und ich weiß, dass in meiner Mischung kein Kardamom enthalten ist, aber so what. Ich mag die Mischung.

Ich benutze diese Zutaten immer nur in kleiner Dosis und mein Gewürzregal ist leider nicht unendlich groß. Ich arbeite intensiv an der Erzeugung eines Taschen-Universums in dem Schrank, der die Gewürze beherbergt. Klappt bislang nicht. Also kaufe ich meine Lebkuchenmischung fertig. Nicht im Supermarkt, sondern auf dem Wochenmarkt, beim Kräuterhändler meines Vertrauens, der mich auch mit geräuchertem Paprikapulver versorgt und allem Anderen, was ich dringend benötige. Neben der Weihnachtsbäckerei eignet sich das Lebkuchengewürz übrigens auch vorzüglich zum Würzen von selbst gekochtem Pflaumenmus. Natürlich nur sehr dezent, aber es hebt den Geschmack immens.

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Zurück zum Rezept, für all diejenigen, die hier nicht regelmäßig mitlesen: Abschweifung gehört bei mir zum Blogkonzept, nicht irritieren lassen. So wie auf dem Bild oben sieht der fertige Teig aus. Damit er so aussieht, schlagt ihr die Eier in der Schüssel auf und lasst den Lebkuchenzucker hineinrieseln, bis eine cremige Masse entstanden ist. Dann gebt ihr unter weiterem Rühren löffelweise die zerdrückte Kartoffelmasse hinzu.

Wachwechsel am Mixer: Tauscht die Rührer gegen Knethaken aus, gebt die Haselnuss-Mehl-Mischung, Citronat, Orangeat und Ingwer in die Schüssel und bearbeitet den Schüssel-Inhalt gründlich mit den Knethaken, bis ein weicher Teig entstanden ist.

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Wenn euer Bild ähnlich unterbelichtet ist wie der Autor dieser Zeilen, dann sieht das Ergebnis so aus. Nicht irritieren lassen, die Masse wird nur zu dunkel, wenn man sie zu lange bäckt. Backen ist überhaupt ein gutes Stichwort. Beim Backen gibt es zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit 1 ist die nach Rezept: Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und die Masse in Muffinförmchen füllen. Die Masse sollte dabei für 30 Förmchen genügen und will für 15 Minuten im Ofen gebacken werden.

Möglichkeit 2 ist die nach Zeilenende: Mein tiefes Backblech war leider von Erdnussrauten in Beschlag genommen, deren Guss noch aushärten musste. also habe ich zwei kleine Auflauf-Formen gebuttert und die Lebkuchen darin gebacken, die Backzeit habe ich ignoriert und nach Gefühl gebacken – allerdings vergessen, sie mir zu notieren.

Der abschließenden Dekoration sind keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr die Muffin-Variante wählt, gebt einen Klecks flüssige Kuvertüre darauf. Wenn ihr es so macht wie ich, schneidet die Lebkuchen in Würfel oder Riegel, umhüllt sie mit Kuvertüre oder tunkt die Enden der Riegel hinein. Ich habe mich dazu entschieden, sie bloß in Würfel zu schneiden. Der Teig ist so herrlich saftig, ein wenig fudgy, dass ich Schokolade als Verschwendung empfand. Sie sehen dann nicht so ansehnlich aus, aber bei Lebkuchen bin ich Geschmackspurist, ohne Schokolade schmecken sie mir einfach besser.  Und, um das noch einmal zu betonen: Sie schmecken direkt immens lebkuchig. Leider halten sie nur etwa zwei Wochen lang frisch. Aber übermorgen ist ja schon Weihnachten und ihr seid mit köstlichem, selbst gebackenem Lebkuchen am Start.

Und weil es knapp wird, ende ich mit Zeilenendes Weihnachtstipp zu SOS-Geschenken. Galt früher: Socken, Oberhemd, Schlips, sind wir heute doch wesentlich flexibler. Ich empfehle eine Aktualisierung. Wenn ihr noch Last-Minute-Geschenke benötigt, verschenkt

Sauna-Gutscheine, weil Wellness immer geht,

Origami-Sets, weil das die Nerven besser beruhigt als Baldrian und

Star-Wars-Karten, weil es das Event über den Jahreswechsel ist.

13 Kommentare zu „Zeilenendes Weihnachtsdorf: Endspurt mit Kartoffel-Lebkuchen

        1. Beim Spritzgebäck (das geht allein eigtl. gar nicht) und bei den Ausstechplätzchen (dafür hasse ich den Deko-Kram letztendlich zu sehr) schon, bei den Basler Leckerli ein wenig. Aber ich habe in der Küche meist am liebsten gar keine Hilfe.

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  1. Ich habe mich von deiner ganzen Backerei anstecken lassen und gestern abend -nach Feierabend- einen Knetteig angesetzt. Mühselige Arbeit und kein bißchen entspannend. Die Plätzchen habe ich heute in meiner kargen Freizeit gebacken. Mir geht diese monotone Arbeit auf den Keks, im wahrsten Sinne des Wortes. Was finden denn immer alle so toll am Plätzchen backen?
    Und schmecken tun sie wie dieses dänische Buttergebäck, welches man in jedem Supermarkt für ein paar Cent kaufen kann.
    Ich habe sie hübsch verpackt und werde sie als „friesische Hagelzuckerplätzchen“ unter die Leute bringen.
    Dein Blog wird von mir ignoriert, bis es hier nicht mehr nach Plätzchen riecht.
    Frohe Weihncheten 🙂 🙂 🙂

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  2. Du hast ja wirklich gebacken wie ein Weltmeister. Ich bin stark beeindruckt und auch ein wenig neidisch auf so viel Elan. Aber Deine Rezepte habe ich alle mitgenommen in der Hoffnung, dass es noch viele Weihachten für mich gibt und ich sie alle irgendwann ausprobieren kann.
    Für Dich ein wunderschönes Weihnachtsfest. Lass Dich schön beschenken und vor allem lass Dir all diese herrlichen Backwerke schmecken und komme gut und gesund ins neue Jahr hinein.
    Bis zum Wiederlesen liebe Grüße von der Silberdistel

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