Mädels, ihr kennt das bestimmt. Da schickt ihr euren Kerl zum Shoppen. Er soll sich neu einkleiden. Er kehrt zurück mit einer neuen Hose. Und das obwohl der Kleiderschrank leer ist. Warum das so ist? Ganz einfach. Weil ich ihnen alles weg gekauft habe.

So läuft es nämlich immer. Überhaupt ist Laufen ein gutes Stichwort. Ich wollte mir eine neue Hose kaufen, in der ich bequem laufen kann. Ich besitze zwar Sporthosen, in denen ich durchaus laufen könnte, aber die sind aus irgendeinem Billig-Plastikstoff und überhaupt sind sie mir mittlerweile eigentlich ein wenig zu weit. Fürs Fitnessstudio taugen sie noch sehr gut, zum Laufen nicht mehr so. Also zog ich aus, eine Hose zu kaufen.

Ich ging damit den umgekehrten Weg, den die Männer aus der Einleitung gehen sollten. Deshalb wundert es hier wohl niemanden, dass die Geschichte überhaupt und insgesamt umgekehrt lief. Denn ich verlief mich beim Einkaufen in meinen bevorzugten schwedischen Herrenausstatter. Dort fiel mir ein, dass ich meine Unterhosen jetzt eine Nummer kleiner brauche … Und wenn ich schon einmal da bin, kann ich gleich mal gucken, was auf der Reste-Stange noch so hängt. Da hingen dann Hemden und Shirts … Und Mützen und überhaupt …

Wenn man dann schon einmal in der Stadt unterwegs ist, gibt es da doch noch diesen Outlet-Store für Schuhe, wo man gelegentlich Vans für günstiges Geld abstauben kann … Und man ist dann ja eh schon unterwegs, also kann man auch hier noch einmal gucken und da noch einmal gucken, man findet bestimmt noch das ein oder andere.

Das Spiel kann man natürlich nicht ewig treiben. Weil man um 15 Uhr am Samstag erst aufgestanden ist und Shopping nur die Notlösung war. Zu anderen Dingen war man ja nicht mehr in der Lage. Also fällt einem um 18 Uhr, vollbepackt mit Einkäufen in selbst mitgebrachten Taschen, ein, dass man doch eigentlich nur eine Sporthose kaufen wollte. Man stürzt sich noch kurz in den TK-Maxx, erblickt dort schicke Shorts, ärgert sich darüber, dass die schicken Shorts nicht in der richtigen Größe da sind, in der richtigen Größe dafür keine schicken Shorts zur Auswahl stehen und packt sich kurz vor knapp noch eine neue Laufhose, damit man eine Erklärung dafür hat …

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wieso man in der Stadt war und drei Paar neuer Schuhe anschleppt. Man kann dann zumindest sagen: Aber ich habe mir doch auch die neue Sporthose gekauft, die ich haben wollte.

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26 Kommentare zu „Ich wollte doch nur eine Hose kaufen

      1. Aber nicht jeder ist so wahrhaftig wie ich. Mal ehrlich. Wenn ich rosafarbene Schuhe hätte, die was her machen, ich würde dazu stehen. Ich habe einen Ruf zu verteidigen. Für den Alltag besitze ich kein Paar in konservativen Farben. 😅

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      2. Rot, dunkelrot, blau, grün, nochmal grün, weiß. Ich habe nur ein paar braune Schuhe fürs Gelande und schwarze Schuhe, wenn Sneakers zum Anzug zu leger werden. Aber Alltag … Nö.

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  1. Nun, eventuell hab ich ja eine männliche Ader, aber von der Farbe mal abgesehen, schauen die Schuhe relativ gleich aus. Wieso also drei?! Wenn’s wenigstens unterschiedliche Sohlen-Arten wären, für Laufen/Büro/Alltag 😉

    Ansonsten kann ich nur sagen: Meine Sporthosen habe ich in der Herrenabteilung gekauft. Wenn du also die richtige Größe nicht gefunden hast, dann vielleicht, weil ich zuerst da war 😀

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      1. Mit wirklich allem? Ein dutzend Paare, von dem ich weiß. Es kann aber sein, dass bei meinen Eltern auch noch Winterstiefel und ein paar (nicht Paar!) ehemalige Lieblings-Straßenschuhe verstauben, die plötzlich durch noch lieblingerische ersetzt wurden. 🙂

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