Es ist Ostersonntag und ich ich komme ohne bunte Eier aus. Dafür braucht der Onkel dringend einen Fitness-Tracker. Hat er beschlossen. Was das ganze mit gefärbten und Rühr-Eiern zu tun hat? Das erfahrt ihr im ersten Teil. Wen das nicht interessiert, der möge bitte zumindest das Ende lesen. Vielleicht habt ihr ja noch einen Hinweis.

Ich habe keine Ostereier-Farbe mehr bekommen am Samstag. Also wenn man es ganz genau nimmt gab es noch welche, aber von der wusste ich: Taugt nix. Färbt selbst weiße Eier nur weiß. Und weil es im Supermarkt so voll war, fühlte ich mich nervlich nicht mehr in der Lage, diverses Gemüse zu erwerben, das mir eine „natürliche“ Färbung ermöglicht hätte. Auch wenn man mit Rotkohl gleich zwei Farben hinbekommt, wenn man Essig und Natron im Haus hat.

In diesem Jahr gibt es also weiße Eier. Obwohl ich der Einfachheit halber beschlossen habe, in diesem Jahr komplett auf Eier zum Osterfrühstück zu verzichten. Wenn Eier zum Frühstück, dann habe ich sie ohnehin am liebsten in der gerührten Version mit Schnittlauch.

Apropos zerschlagen und ordentlich durchgequirlt: So werde ich mich ja wohl demnächst fühlen. Das Schlimmste ist aber, dass ich ca. acht Wochen lang keinen Sport machen darf. Ich werde in der Zeit also lethargisch in der Ecke liegen oder mich auf moderate Mobilisierung in Form von Spaziergängen beschränken dürfen. Und ich fürchte, damit ist dieser schlendernde Gang gemeint, ich bin spazierend normalerweise flotter unterwegs. Ich werde mich also in dieser Zeit furchtbar langweilen und meine Form einbüßen. Panische Angst beschleicht mich, dass ich mich dran gewöhne und es immer so halten werde.

Meine Gegenmaßnahme? Ich hab mich zum Firmenlauf angemeldet, der irgendwann Anfang Juli stattfindet. Da sollte ich wieder Sport machen dürfen und mal ehrlich: 6km laufen sich doch auf einer Arschbacke ab. Ich wollte das Laufen ohnehin wieder anfangen. Aufgegeben habe ich es weniger, weil ich es langweilig finde (ich finde es fuuuurchtbar langweilig) oder weil sich wenig Steigerungspotential bietet (alles über 10km ist soooo langweilig, dass ich vor lauter Gähnerei keine Luft mehr bekomme), sondern das Gezerre frei schwingender Hautüberschüsse, das unangenehm ist. Länger als maximal 15 Minuten auf dem Laufband tu ich mir das nicht mehr an. Jedenfalls habe ich einen Grund, mich sofort wieder ins Training zu stürzen, sobald ich wieder darf. Ich will mich ja nicht blamieren. Stand damals wäre ich die 6km immerhin auch in unter 30 Minuten gelaufen.

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Ich habe sogar noch ein Paar kaum genutzter Laufschuhe.

Ich bin ja ein kleiner Selbstoptimierer und es ist damit ein Wunder, dass ich noch keinen Fitness-Tracker habe. Dabei bin ich immer mit einer App gelaufen und benutze auch für meine Fitness-Studio-Besuche die entsprechende App, in der ich meine Trainingspläne eingespeichert habe, die Zeiten für die Übungen stoppe, Pausen optimal kurz halte, mir meine Gewichte merke und etwaige Fortschritte dokumentiere. Was die App blöderweise nicht kann, ist den Kalorienverbrauch zu berechnen. Da dachte ich mir: Das kann man auch mit einem Armband machen und wenn schon, dann probieren wir es auch gleich mit optischer Herzfrequenz-Messung aus. Ansonsten könnte ich auch einen Schrittzähler auf dem Smartphone installieren.

Damit wären wir wieder am Anfang, denn die Fitness-Tracker gibt es ja in ganz vielen schönen bunten Farben. Und ich mag bunt. Ich will mir also was Buntes ins Nest legen und liebäugele derzeit ganz heftig mit dem Fitbit Charge HR. Eigentlich habe ich mich schon so gut wie entschieden, aber ich finde das Segment der Fitness-Tracker so furchtbar unübersichtlich, dass ich doch lieber einmal frage, was ihr so an Erfahrungen habt oder ob ihr Alternativen empfehlen könnt. Und wie meine Wahl zeigt: Es muss nicht unbedingt ein aktuelles Modell sein.

Ich möchte keinen bloßen Schrittzähler haben, ich brauche aber auch keine Pulsuhr. Ich will näherungsweise erfassen, wie aktiv ich bin und das gerne auch über die Herzfrequenzrate. Ich brauche es aber auch nicht genau, also keine Pulsuhr oder ähnliches. Dann würde ich ohnehin wohl auf ein Brustgurt-Gerät setzen. Eine kontinuierliche Messung wäre dennoch super (und damit ist das Polar Loop als Alternative heraus, so wie ich das sehe), um einen grundsätzlichen Anhaltspunkt zu haben.

Ich wohne im sechsten Stock und laufe zwischen dem fünften und sechsten Stock ständig herum, an manchen Tagen auch die komplette Distanz mehrfach. Und im Büro gibt es auch mehr Treppen, als man gemeinhin glauben könnte. Eine Etagen-Erkennung/ein Höhenmesser wären also toll.

Ich will wie erwähnt wieder laufen. Dementsprechend wäre es super, wenn der Tracker selbst GPS hat oder über seine App die GPS-Ortung des Smartphones nutzt. Das ist der Punkt, an dem ich mit dem Charge HR noch ein wenig hadere.

Was ich nicht brauche sind sämtliche Smart-Watch-Funktionen von „Anruf-Anzeige“ über „E-Mail-Betreff-lesen“ bis hin zu „Uhrzeit anzeigen“. Ich habe eine wunderschöne analoge Armbanduhr, so mit Zeigern und Lederarmband, die kann das schon ganz gut. Und da die Kosten ja auch so ein Punkt sind, sagt mir meine Vernunft, dass ich bis zu 80€ dafür ausgeben möchte, der Gadget-Fan in mir sagt: Wenn das Ding wirklich alles kann, was ich will, sollte der Preis zumindest zweistellig vor dem Komma bleiben.

Wie gesagt, ich habe mich so gut wie entschieden, aber vielleicht habe ich ja doch noch einen Tracker übersehen. Ich wünsche euch frohe Ostern und freue mich auf euren Rat.

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35 Kommentare zu „Ich leg mir was ins Nest

  1. Wow, 6 km in unter 30 Minuten, das habe ich noch nicht ganz geschafft. Beim Firmenlauf bin ich auch dieses Jahr dabei. Aber das ist in einer anderen Stadt… 😉

    Laufen langweilig? Da bin ich ganz bei dir, deshalb bieten Podcasts bei mir auch die perfekte Ablenkung! 🙂

    Achja, Frohe Ostern!

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    1. Ich gehöre zu diesen Kampfschweinläufern, die man auch nach einem 3km-Lauf in ein Sauerstoffzelt packen muss, weil sie ständig am Limit laufen. Dementsprechend helfen Podcasts leider nicht, die Reste meiner Aufmerksamkeit brauche ich ja, um nach Luft zu schnappen. *gg* Und dir auch frohe Ostern. 🙂

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  2. Der Aushilfsjedi setzt auf das FitBit Charge HR in Schwarz. 😀
    Ich kann das Teil grundsätzlich empfehlen. Was mir fehlen würde, wäre ich ein effektiver Schwimmer: Wasserdichtheit. Aber den Tod muss man wohl sterben, wenn man optische Herzfrequenz-Messung möchte.

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  3. Ich bin generell total Anti bei diesem Fitness-Tracker-Mist.
    Es geht doch in erster Linie darum, dass man sich damit selbst motiviert. Dazu reicht aber auch eine Tabelle, wo Zeit und Kilometer vom Lauf draufstehen. Den Kalorienverbrauch brauchst du nicht berechnen, den zeigt dir – bei regelmäßiger Anwendung – deine Waage 😛

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    1. Mir geht es tatsächlich nicht darum, mich zu motivieren, sondern um den Vermessungs-Aspekt. Das kann ich auch mit einer Tabelle machen, wenn es nur ums Laufen ginge (wäre aber aufwändig), aber es geht um alles. 😉
      Und meine Waage wende ich seit Jahren an, Gewicht allein ist aber kein sonderlich aussagekräftiger Wert, spätestens dann, wenn man seinen Körper ein wenig optimieren möchte.

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  4. Ich habe komplett null Ahnung von den Dingern, bisher habe ich noch keins haben wollen, aber es dräut in ferner Zukunft. Daher möchte ich dich auf den Blog der „Fettlogik-Überwinder“ aufmerksam machen (frag deinen Jedi-Freund, falls dir das nix sagt), da tummeln sich viele, von denen ich glaube, dass sie sich damit auskennen. Außerdem habe ich angefangen, bei den „Fitness-Experten“ zu lesen. Habe mich noch nicht entschieden, ob dir nicht auch nur was verkaufen wollen, finde es aber bisher sehr interessant. Vielleicht ja auch was für dich, wenn du dich nach (oder vor) der OP beschäftigen willst z. B.
    Frohe Ostern mit oder ohne Schoko-Ei
    Christiane

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    1. Du hättest ruhig auch die Links dazu liefern können. 🙂 „erzaehlmirnix“ ist mir durchaus bekannt, ich habe aber weder das Buch gelesen noch folge ich dem Blog. Ich seh mich da nicht so wirklich in der Zielgruppe.
      Verkaufen will jeder von uns etwas. Ich verkaufe mich hier selbst. Oder meine Seele. Irgendwie sowas. Du darfst dennoch gern die Fitness Experten verlinken. Ich sinniere tatsächlich darüber, die Sache mit dem Muskelaufbau methodischer anzugehen.
      Dir auch frohe Ostern, hoffentlich mit Schoko-Ei (ich muss ohne auskommen 😦 )

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      1. Es gibt Leute, die sind mit Links tierisch empfindlich, deshalb bin ich (beim ersten Mal) da eher vorsichtig.
        Und deine Meinung zu den Fitness Experten würde mich dann irgendwann auch interessieren.
        (24 g Niederegger Marzipan-Ei/Eierliqueur. Morgen die andere Hälfte. Kleine Freuden des Alltags.)
        Man kanns ja wünschen! 😀

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      2. Nein. Im Gegenteil, auch wenn ich mit ganz altmodischem Kalorienzählen abgenommen habe. Aber mein persönliches Interesse an der „Entlarvung“ solcher Mythen ist recht begrenzt.
        Und Fettlogik verabsolutiert letztlich die Gesundheit. Natürlich ist Übergewicht gesundheitsschädlich … Aber was ist an Gesundheitsschädigung so schlimm?
        Ich springe mit meiner Gesundheit ehrlich gesagt bis heute nicht sonderlich nett um. 😉
        Jedenfalls bin ich an dem Punkt recht schnell auf die Palme zu bringen, deshalb lese ich keine Diätblogs, sondern gebe nur da einen Ratschlag, wo ich die Menschen auch jenseits der Diät kenne.

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      3. Jeder Mensch hat einen freien Willen, jeder kann sich entscheiden, wie gesund er leben möchte (in einem gewissen Rahmen, klar.). Da bin ich völlig deiner Meinung.
        Aus von außen eingeredeter Angst vor irgendwas abzunehmen (oder sonst was) halte ich für völligen Schwachsinn, da es meist nicht greift oder einfach nur das nächste Schwein ist, das durchs Dorf getrieben wird. Wenn ich aber selbst daran interessiert bin, etwas zu ändern, und scheitere, warum auch immer, dann können Bücher/Blogs wie FLÜ hilfreich sein, weil sie Sachverhalte aufzeigen können, an denen ein Erfolg hängen könnte, und die ich bisher geflissentlich übersehen habe.
        Ich steh so gar nicht auf Instant-Rezepte, ich steh aber auf das Finden von roten Fäden durch das Dickicht … 🙂

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      4. Ich habe auch gar nichts gegen FLÜ, nicht missverstehen. Ich sehe mich aber
        weder in der Position, aus dem Blog „Profit“ zu schlagen in Form von Erkenntnis, von der ich was hätte,
        noch in der Position, zum Anliegen von FLÜ was beizutragen.
        Dort zu lesen wäre – für mich und nur für mich – genau so sinnvoll wie das Lesen von Erziehungsratgebern. Plus: Ich würde mich wie gesagt ständig aufregen wegen der normativen Implikationen. 😉

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