12 Monate Fensterblick 5 – Sonnenaufgang

Zwölf Monate lang begleite ich ein Motiv. Es springt einmal im Monat vor die Kamera und lässt den Augenblick für die Ewigkeit gefrieren. Am letzten Sonntag im Monat werfe ich einen Blick auf das Bild: Was hat sich verändert, was bleibt gleich? Weitere Teilnehmer*innen sind am Ende des Beitrags verlinkt. Alle meine Beiträge unter diesem Tag.

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Anderwelt – April 2017

Anderwelt oder Anderswelt meinen in der keltischen Mythologie die Wohnorte mystischer Wesen. Blogger*innen sind mystische Wesen, deren Wohnort jenseits der gewöhnlichen Welt sind, nämlich im Netz. Ich finde diese Analogie schön. Und das Fugen-S in Anderswelt hässlich. Deshalb sammeln sich in der Anderwelt Blogbeiträge, die mir im vergangenen Monat besonders aufgefallen sind.

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Zwölf Dinge, die besser sind als verliebt zu sein

Es geht wieder los, der Frühling kommt, die Hormone schlagen aus. Die sind nämlich etwas früher dran als die Bäume. Während die Bäume sich dafür bis zum Mai Zeit lassen, ebbt der Gefühls-Ausschlag dort ja bereits wieder ab und der Mai ist, obschon Wonnemonat, doch eher einer der Tränen, verletzten Gefühle, großer Enttäuschung und stiller Genugtuung.

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Ich leg mir was ins Nest

Es ist Ostersonntag und ich ich komme ohne bunte Eier aus. Dafür braucht der Onkel dringend einen Fitness-Tracker. Hat er beschlossen. Was das ganze mit gefärbten und Rühr-Eiern zu tun hat? Das erfahrt ihr im ersten Teil. Wen das nicht interessiert, der möge bitte zumindest das Ende lesen. Vielleicht habt ihr ja noch einen Hinweis.

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Sieben Uhr – guten Morgen Welt, schön dich zu sehen. Wie sieht der Himmel aus? Hmmm … Ich sehe ihn noch nicht, weil ein Dunstschleier vor dem Fenster liegt. Ich sollte aufstehen, bin ja schon ganz wach. Und dann ins Fitnessstu…

Acht Uhr – guten Morgen Welt, schön dich wiederzusehen. Der Himmel ist mit Schleierwolken verhangen. Grau, weiß, blau, ein leichter Goldstich. Ein schönes Farbenspiel, aber ein schöner Tag wird es wohl nicht. Ich sollte aufstehen, bin wach. Aber erst einmal das Radio anma…

Acht Uhr Dreißig – guten Morgen Welt, ich habe irgendwie keine Lust auf dich. Mein Körper fühlt sich schwer an, mein Rücken zwickt vom Einschlafen in halb aufgestandener Lage. Ich will zum Sport, muss aber heute die zweite Einheit ausfallen lassen, weil der Erkältungsvirus immer noch durch meinen Körper kriecht und alles lahm legt. Überhaupt, der freche Kerl sitzt schon neben mir auf dem Kissen.

Guten Morgen Erkältungsvirus. Schön, dass du dich abreisebereit machst. War ja auch anstrengend genug mit dir. Ja, ich bin selbst schuld, ich habe dich an Fastnacht nicht nur gebützt, sondern dich mit nach Hause genommen und dann waren wir gemeinsam op Jück. Wir hatten großen Spaß miteinander, bis du genau eine Woche später die Rechnung gestellt hast und ich ein hustendes Etwas war an meinem Arbeitsplatz, das sich mit Pfefferminz und Tee durch den Tag schiebt. Nicht dass du mich bei der Arbeit behindert hättest, aber lustig geht anders. Und dann dieser faustische Pakt mit meinem Rücken.

Guten Morgen, Rücken. Ja, ich weiß, wir hätten am Freitag eine Einheit gehabt, die dich indirekt glücklich macht und am Samstag eine, die dich direkt glücklich macht. Aber du hast ja Urlaub haben wollen und mit dem Erkältungsvirus paktiert. Jetzt zwickst du mich vor lauter Übermut und ich kann dich nicht maßregeln durch kontrolliertes Beugen und Strecken, weil der Erkältungsvirus selbst den Weg vom Briefkasten bis in den fünften Stock zum großen Schnaufen macht. Wart nur ab, morgen wieder …

Guten Morgen, Vernunft. Ja, ich gehe nicht zum Sport. Ja, ich mache höchstens einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Ja, ich widme mich ruhigen Tätigkeiten.

Guten Morgen, Haushalt. Die Vernunft hat gesagt, ich soll mich langweilen. Also gut – die fünfte Wäscheladung kommt jetzt auch in die Maschine. Der Bügelberg sieht so bedrohlich aus, dass ich ihn besser abtrage. Das werden lustige zwei Stunden. Mal sehen, der Stoß mit Akten sieht auch verführerisch aus, vielleicht sollte ich heute mal wieder ordnen und heften. Was man alles für spannende Abenteuer erleben kann, nur weil man intensiv rumsitzen muss.

Vielleicht sollte ich doch wieder ins Bett gehen.

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Der einzige Vorteil, daheim bleiben zu müssen: Man bekommt einen spektakulären Sonnenuntergang zu sehen.