Disclaimer: Dieser Beitrag enthält womöglich Spuren von Humor oder Motzerei, ist aber weder lustig noch gezielt empörend gemeint. Er ist womöglich persönlicher als je zuvor, er ist in jedem Fall mein wichtigster Blogbeitrag. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich ihn veröffentlichen soll. Aber diese Geschichte verdient es, erzählt zu werden, nicht weil sie lehrreich ist, sondern weil ich sie erzählen muss.

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Nicht A., aber beim Nachdenken über das Geschehen entstanden. Ich fand es passend.

 

Ich habe wenig Hemmungen, mein Privatleben zu eurer Erheiterung auszuschlachten, immer mit dem guten Gefühl, dass die darin auftauchenden Figuren zwar Züge meines sozialen Umfelds tragen, aber nunmal Figuren sind. Eine dieser Figuren, die ich in letzter Zeit vernachlässigt habe, ist meine Freundin A. Dies wird womöglich ihr letzter Auftritt sein, denn ich bin auch nach über einer Woche noch einigermaßen fassungslos über das, was A. sich geleistet hat.
Eigentlich lief es ganz gut. A. und ich sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, wir haben viele Konflikte ausgetragen, aber die letzte Zeit war entspannt. Erstaunlich, denn A. hat es in ihrem Job und privat derzeit nicht leicht.
Es begab sich eines Abends, dass A. mich nach einem Glühweinrezept fragte und mir mitteilte, dass Kollegin S. ihr Kind zur Welt gebracht hatte. Ich beschied ihr, dass ich Glühwein immer aus der Lameng machte, mit Rotwein, Zimt, Nelken, Kardamom und Orangen. Außerdem ließ ich S. meine besten Wünsche zum eigenen Gartenzwerg ausrichten. A. fragte, wie es meiner Erkältung ginge und ob ich mir auch eigene Kinder wünschte. Ich teilte ihr mit, dass ich meine Erkältung mit einem Film auf dem Sofa pflegen wollte. Auf die Frage nach den Kindern ging ich nicht ein. Ich habe A. davon erzählt, dass ich Kinder nicht mag und entsprechend in meinem Leben nicht mit Kindern plane. Ich wiederholte es nicht, weil A. gern Kinder gehabt hätte und für meine Ansicht wenig Verständnis hat. Außerdem hat S. Baby sie ein wenig durcheinander gebracht, das merkte ich.
Aber A. überging mein Schweigen. Sie fragte nach. Ich wartete erst einmal ab, was sie mit ihrer wiederholten Frage eigentlich bezweckte. Ihre nächste SMS ließ wie erwartet nicht lang auf sich warten, ich kenne A.

„Wenn du eigene Kinder willst, musst du dir eine andere Freundin suchen.“

Ich war geistig sediert, mit Erkältungsmitteln vollgepumpt, müde und voller Vorfreude auf meinen Film. Ich konnte mir auf diese Aussage zunächst keinen rechten Reim machen. Also fragte ich nach:

„Was hat unsere Freundschaft mit einem etwaigen Kinderwunsch meinerweits zu tun?“

Und A. antwortete prompt.

„Weil ich in dich verliebt bin, vielleicht?“
Das war wenig überraschend, hat A. mir das schon vor langer Zeit unter Tränen gestanden. Sie weiß aber, dass daraus nichts wird. Manchmal, so erzählte sie mir, träumt sie von mir. Ich bedaure sie dann regelmäßig für ihre Albträume. Nun, in Verbindung mit ihrer letzten Aussage hätte ich wohl eher mich bedauern sollen, weil ihre Träume für mich Albträume wären, dürfte ich darin als „Zeilenende“ und nicht nur als „Zeilenende-A.-Version“ mitspielen. Ihre Schwärmerei in Ehren, ich habe ihr regelmäßig gesagt, dass wir gewiss kein Paar werden und sie lieber ein paar Männer kennenlernen sollte. Bevor das zu grob klingt: Ihre beste Freundin rät ihr das seit Jahren. Ich war eine Zufallsbegegnung und zähle nicht.

Weiter in der Geschichte: Mit ihrer letzten Äußerung hat A. einen empfindlichen Punkt angesprochen, den ich auch in meiner desolaten Lage sofort unter „bloß nicht ausdiskutieren“ einsortierte. Dementsprechend habe ich ihr ein Stop geschrieben und sie daran erinnert, dass ich solo bin und keinen Lebensgefährten hätte, mit dem ich meinen Unwillen eigener Kinder gegenüber ausdiskutieren könne. Und damit endet aller weiterer ernstzunehmender Kontakt. A. jammert, sucht den Fehler bei sich, findet ihn aber nicht. Gleichzeitig stellt sie sich als das leidende Opfer dar.

 

Was ist geschehen?
Auch wenn ich ein dickes Fell habe, A. hat mich verletzt, gedemütigt und seitdem mehrfach beleidigt. Zu diesem Ergebnis bin ich gekommen, nachdem ich mein plötzliches und anhaltendes Unbehagen, meine Verärgerung und den spontanen Wunsch nach einer Auszeit analysiert hatte. Einen Augenblick lang hatte ich merkwürdige Vorstellungen, A. würde gern Leihmutter spielen, aber so wie sie reagiert hat, ist das Blödsinn. „Dann musst du dir eine andere Freundin suchen“ ist sehr eindeutig. A. denkt, wir können ein Paar werden oder schlimmer: Sie glaubt, wir seien eines. Zumindest denkt  A., sie könne mich rumkriegen. Und auch wenn ich ihr nicht zutraue, ihre Gefühlausbrüche aus Berechnung zu inszenieren, um mich an sie zu binden, ich fühle mich missbraucht.
Ich habe glücklicherweise in meinem Leben nicht viele schlechte Erfahrungen gemacht, was meine Sexualität betrifft. Ich habe mich nie für Frauen interessiert, schwul zu sein war für mich selbst immer das Normalste auf der Welt. Ich gehe damit nicht offensiv um, ein Geheimnis ist es aber nicht. „Hi, übrigens, ich bin schwul.“ ist ein komischer Satz, weil er für mich eine Normalität ausspricht, die für mein Leben so belanglos sein sollte wie anderer Leute Glaube an das unsichtbare roaa Einhorn. Und weder der Glaube ans unsichtbare rosa Einhorn noch die Partnerwahl ist ein Thema, das jeden Menschen etwas angeht. Deshalb wollte ich diesen Beitrag zunächst auch nicht veröffentlichen. Ich spreche hier „als Saftschubse“ und reite darauf herum. Das hat eine andere Qualität, wenn ich bei der singenden Lehrerin im Blog Channing Tatum ansabbere.
Okay, mein Rest-Unbehagen mit einer womöglich lustigen Bemerkung überspielt, wir sind noch nicht am Ende. Auch wenn ich mir aus dem Männerliebending nicht viel mache, ist das ein Teil von mir, so wie meine ethischen Überzeugungen oder die göttliche Verehrung, die ich für John Irving hege. Und ich mag es nicht, wenn ich auf so dreiste Art nicht respektiert werde: Ich will nicht, dass du schwul bist und deshalb bist du es für mich nicht. Das ist A.s Botschaft an mich. Und diese Botschaft verachte ich. Nicht nur, weil ich für A. keine Rolle spiele, sondern nur als Wunschabziehbild in ihrer Phantasie existiere. Damit kann ich bis zu einem gewissen Grad leben, weil die Menschen nie dem Bild entsprechen, das wir uns von ihnen machen. Aber sie hat die Realität hier ein Stück zu weit gebogen. Das hat mich getroffen. Denn A. weiß Bescheid, ich habe es ihr sehr deutlich gesagt. Und trotzdem dies. Auch wenn der Begriff Würde schwierig ist: Meine Würde fühlt sich mit Füßen getreten.
Noch viel schlimmer finde ich die menschenverachtende Haltung dahinter. Es hat in der Geschichte viele Jungs und Mädels gegeben, die unter ihrer Homosexualität gelitten haben, weil sie das ins gesellschaftliche Abseits befördert hat. Weil sie für ihre Liebe verachtet wurden, weil man versucht hat, sie umzuerziehen. Sie bestraft oder psychologischen Konditionierungsversuchen unterworfen hat und unterwirft. Daran ist manche Seele zerbrochen und manche Seele zerbricht daran. Es ist nicht einfach eine Respektlosigkeit von Seiten A.s, sich vorzustellen, sie könne mich „haben“. Es ist nicht nur, dass sie mich zu einem Besitzstück machen will. Es ist das Nichtzulassen von Normabweichung und das Nichtzulassen von Andersartigkeit. Das, pardon, kotzt mich unglaublich an. Und noch viel mehr, dass sie nicht einmal merkt, wie grausam sie in ihrem Bestreben ist, die Welt so zu machen, wie sie in ihrer Phantasie sein sollte.

Seitdem ist der Kontakt abgerissen. A. hat mir Nachrichten geschrieben, gefragt wie sie sich meiner Meinung nach hätte verhalten sollen. Darüber hätte ich beinahe gelacht. Sie hat mich zudem ernsthaft gefragt, was sie falsch gemacht hat. Und ob sie meine Nummer löschen solle. Tagelang hat sie sich beschwert, dass meine Äußerung sie verletzt habe. Eine Äußerung, die keine Neuigkeit für sie war und die ich schon drastischer formuliert habe. Und sie hat gejammert, wie sehr sie leidet. Nach ein paar Tagen war ich dann zusätzlich noch der Schurke, weil ich nicht mehr mit ihr rede. Ich hatte gehofft, sie würde zumindest zur Erkenntnis kommen, dass sie mich zutiefst gedemütigt hat. Ob sich dann etwas hätte retten lassen? Womöglich. Aber ich kann unter diesen Bedingungen keine Freundschaft pflegen. Ich hätte sie nach jeder SMS gern angerufen und sie wegen so viel Ignoranz angeschrien, Schweigen war noch die höflichste Reaktion in meinem Repertoire. Bis sie sich beschwerte: „Wenn ich dich nicht so mögen würde, hätte ich dir längst einen Tritt gegeben.“ Dann forderte sie ein, ich solle wenigstens „Tschüss“ sagen. Das habe ich getan. Mehr nicht. Alles andere lohnt nicht mehr.


Ich mag kein Mitleid haben, emotional bin ich deshalb weitaus weniger angekratzt als … sagen wir intellektuell beleidigt. Für emotionale Angeschlagenheit bin ich zu sehr mit mir im Reinen. Ich bin traurig, dass eine Freundschaft zerbrochen ist, aber damit kann ich umgehen. Ich bin auch nicht emotional empört, weil ich A. keine bewusste Böswilligkeit unterstellen kann. Aber ich war sprachlos und musste deshalb meine Sprache wiederfinden. Das habe ich getan. Wenn ihr bis hierher durchgehalten habt: Danke fürs Zuhören. Ich verspreche, demnächst gibt es auch wieder echte Empörung und den ein oder anderen lustigen Beitrag.

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38 Kommentare zu „Aus und vorbei

    1. Ich war schon immer der Meinung, A. sollte sich ein paar weniger verschrobene Freunde suchen, als ich es einer war, auf diesen Ratschlag wollte sie nicht hören. Der Psychologe ist eine gute Alternative. Aber ohne Leidensdruck wird daraus nichts. Und dafür fühlt A. sich als Leidende viel zu wohl, habe ich manchmal das Gefühl. Wünschenswert wäre es, aber zwingen kann man dazu niemanden. Noch so eine Frage, vor der ich jetzt kapituliert habe. Danke für die Bemerkung.

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    1. Ich würde so weit gehen, dass man einen Menschen nie so sehen kann, wie er sich selbst sieht, weil die Ich-Perspektive exklusiv ist. Aber hinzuschauen und das Bild nie als gerahmt und an die Wand genagelt zu begreifen, ist deshalb umso wichtiger. Sonst wird man dem Gegenüber nicht gerecht. Andererseits rate ich von einer ständigen „Wie fühlst du dich, was denkst du?“-Inquisition ab. 🙂

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  1. Danke für den ausführlichen Bericht, das war für mich sehr interessant. Deine Einstellung ist für mich völlig richtig.
    Wie Du weißt, befinde ich mich aktuell in einer Freundschafts-Trennungssituation.
    Sich von Freunden zu trennen, ist kompliziert und stößt auch häufig auf Unverständnis bei Beteiligten wie Unbeteiligten.
    Je länger die Beziehung ist, desto mehr gilt das (unpassender Weise, als ob Dauer ein Maß für Tiefe wäre..). Ich habe gestern ein für mich sehr passendes Zitat hierzu gelesen (auf einer Postkarte, Verfasser unbekannt): „Wie häufig wird aus einer grauenvollen Gegenwart eine gute alte Zeit“.
    Meinen Glückwunsch zur Trennung und vor allem hierzu: „Für emotionale Angeschlagenheit bin ich zu sehr mit mir im Reinen“. Das ist mal ein Statement, so völlig am Rande erwähnt, auf das Du sehr stolz und glücklich sein kannst!

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    1. Ja, dein Beitrag zu dem Thema traf mitten in meine Überlegungen hinein, wie ich mit der Sache umgehen sollte. Und ausgestanden ist es noch nicht, es herrscht zwar Funkstille, aber nächste Woche werden wir uns wohl am Arbeitsplatz begegnen. Das könnte … spannend werden.
      Danke für deine Gedanken dazu, dir wünsche ich, dass du deine innere Mitte auch wiederfindest. Ich ziehe sehr viel Kraft aus einem nahezu unerschütterlichen Zukunftsoptimismus. Sich den zuzulegen kann ich dir nur anraten. 🙂

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  2. es ist immer eine besondere Herausforderung mit einem Menschen vertraut und befreundet zu sein, dessen Liebe man nicht erwiderern kann, ebenso wie eine Freundschaft pflegen zu wollen zu einem Menschen, der die eigene begehrliche Liebe nicht erwidert. Gegenseitige Verletzungen sind da ja trotz klarer Absprachen vorprogrammiert, wenn auch unbeabsichtigt. Psychologisch denke ich, solltest du dich fragen, was du davon hattest, diese Freundschaft dennoch so lange aufrecht zu halten und damit auch ihre (unberechtigte) Hoffnung auf eine Liebesbeziehung durchaus zu befeuerm. Darüber hinaus denke ich, dass diese Freundschaft, sofern sie für euch beide Bedeutung hat, diese Krise überstehen kann. Wobei es mehr in ihrer Hand liegen könnte. Wer weiß, wie lange sie braucht, um sich zu entlieben und dich dann als den anerkennen zu können, der du für sie sein kannst und willst.

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    1. Ich will es nicht ausschließen, aber um in der Theatersprache zu verweilen, ist die Krise (wir hatten derer mehrere) zur Katastrophe geworden und der Blogbeitrag ist die Besprechung im Feuilleton.
      Aber: Die Zukunft ist unterbestimmt. Ich würde es A. wünschen, wenn sie drüber wegkommt und einsieht, was sie da angerichtet hat, aber das muss sie selbst tun. Sonst laufe ich, meine Befürchtung, nur in die „Er ist so nett und interessiert sich für mich“-Falle, mit der ich nur erneut irgendwelche Hoffnungen befeuere, die ich endgültig zu löschen gedenke. Vielen Dank für deine Überlegungen. 🙂

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    1. Genau. Ich habe A. diverse Male erklärt, dass ich mich von ihr manchmal auf eine Säule gehoben und als Götze verehrt fühle. Sie tat das immer ab und erwähnte meine (in ihren Augen) schlechten Eigenschaften. So viel dazu. Danke für den Zuspruch. 🙂

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      1. Gerne 😊 habe in meinem Umfeld einige Leut mit solchen „Problemchen“ und alle sind sie mir lieb und ich genieße die Zeit mit ihnen 😊

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  3. mir geht es wie banales, ich warte auf messergebnisse und habe nur einen moment zeit und möchte trotzdem etwas dazu schreiben:
    du solltest nicht A.s Problem zu deinem machen. wenn sie etwas anderes in dir sehen wollte, muss sie ihr bild geraderücken.
    dass du verletzt oder enttäuscht über das ende einer Freundschaft bist, ist verständlich, aber deine würde ist durch eine weibliche Verirrung nicht verletzt worden.
    wen du wann wo liebst, ist deine Sache……und -ja, ich weiss, es ist abgedroschen….DAS IST AUCH GUT SO

    fertig…muss nun rechnen…mach dir einen schönen resttag 🙂

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    1. Ich tu mich schwer mit dem Begriff. Aber doch. Es ist das völlige Fehlen von Respekt meiner Person gegenüber, das mich so getroffen hat. Verletzt ist wahrscheinlich ein zu starkes Wort. Aber missachtet worden … Das denke ich doch schon.
      Viel Spaß beim Rechnen. 🙂

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  4. Ich gehe konform mit der Antwort von Wiltrud. Es ist nicht leicht, sich zu entlieben, auch wenn man weiss, dass es nicht passt. Mir persönlich ist das bis heute noch nicht passiert, aber ich stelle es mir nicht einfach vor. Sei nicht angewidert vom Verhalten von A., denn sicherlich geht sie zur Zeit einen schweren Weg. Homosexuell orientierte Männer entsprechen nicht selten der Wunschvorstellung eines perfekten Ehemannes. Allein die Empathie, derer sie fähig sind, wird bei hetero-orientierten Exemplaren doch stark vermisst. Also, lieber Zeilenende, sei nicht bockig und sei offen für ein Gespräch – natürlich erst, wenn Deine Erkältung Dich diese Aufgabe meistern lässt…. Ich drück die Daumen….

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    1. Ich bin eigentlich nur mäßig empathisch begabt. Ich halte nur meist meine Klappe und lasse andere so lange reden, bis sie etwas Erhellendes beizutragen haben. Mir gehts auch gar nicht drum, dass A. in mich verliebt ist, mir gehts drum, dass sie unterstellt hat, wir seien ein Paar, mit dem ganzen „Wir werden zusammen alt, kaufen ein Haus in Afrika und ziehen einen Welpen groß“-Mist, von dem sie weiß, dass ich den kitschig finde. DAS war ein Hammerschlag. Aber danke. Meiner Erkältung geht es übrigens immer noch prächtig, die ist dieses Jahr ein echtes Biest. 🙂

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    1. Gar nicht so verrückt, denn jede Beziehung zwischen zwei Menschen ist ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Die Frage ist, „was“ man will. Wenn es um Liebe geht, bin ich geneigt dir zu widersprechen. Aber selbst wenn es diese Bedürfnisse gibt, kann eine Freundschaft funktionieren. Man kann sogar zusammen wohnen.

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      1. Gerade für den, der etwas will, ist es nicht ideal, deshalb funktionieren solche Arrangements nur, wenn man tatsächlich befreundet ist. Was mich zurück zur Frage bringt, was das ist, was die beiden(!) jeweils wollen.

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      2. Ich habe durchaus gegenteilige Erfahrungen gemacht, ich habe nicht mit A. zusammen gewohnt. A. ist ein Fall, ansonsten zähle ich zu meinem Freundeskreis aber nicht nur Männer. Freundschaft unter Männern kann in meinem Fall ja nicht funktionieren, weil der eine von dem Anderen was will. 🙂

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  5. Sich entlieben ist nicht gerade so gemacht, das denke ich auch. Dem ist mit Logik nicht unbedingt beizukommen und man kann sich ständig selbst ermahnen, dass es keinen Sinn macht den anderen zu lieben. Zumindest nicht auf diese spezielle Art…Aber vielleicht wandelt sich das Ganze ja nach einem gewissen Abstand nochmal zu einer freundschaftlichen Liebe. Vorausgesetzt, Du (oder A.) will das überhaupt noch. Also, momentan ja offensichtlich eher nicht, aber vielleicht später nochmal. Schwer zu beurteilen, welchen Stellenwert die Freundschaft für Dich hat(te). Gegebenenfalls vielleicht die Tür nicht für immer zuschlagen, oder bei Gelegenheit und vorhandenem guten Willen und Wollen wieder ein Stück öffnen. Allerdings sollte A. die unabwändbare Tatsache, dass es nur eine platonische Freundschaft sein kann zwischen Euch, bis dahin begriffen haben. Sonst macht es eh keinen Sinn. Soweit meine Meinung und ausdrücklich nicht als „guter Ratschlag“ gemeint, sondern aus meiner persönlichen Lebenserfahrung heraus zu sehen…..Eine Frage noch, die Du nicht beantworten musst. Auch noch nicht mal drüber nachdenken gegebenenfalls. Mir kommt sie nur gerade in den Sinn: Warum ärgerst Du Dich wirklich darüber? Vielleicht steckt da doch mehr hinter der Wut als Du momentan denkst? Manchmal will einem so etwas ja noch irgendwas zusätzlich mitteilen….So von außen betrachtet erschließt sich mir der Grad Deiner Wut nicht. Wenn ich mich versuche, in die Situation reinzuversetzen wäre ich vermutlich entweder einfach nur genervt oder hätte vielleicht sogar irgendwie erstmal Mitleid und wäre mit der Zeit genervt. Wut kann ich mir dabei nicht vorstellen. Aber ich kenne ja auch nicht „den kompletten Vorgang“. Wie auch immer, die Frage tat sich mir auf und nur Du kannst sie (Dir selbst) beantworten oder halt als totalen Quatsch verwerfen….;-) LG

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    1. Die Wut. Ich habe mir die Frage auch gestellt, weil ich mich um einen gewissen Stoizismus bemühe. Es sind mehrere Dinge. Es ist vor Allem die Haltung As. Das mag komisch klingen, aber Ignoranz macht mich wirklich wütend. Und sie hat davon wirklich viel an den Tag gelegt. Das klingt oben vielleicht rational, aber anders kann ich es nicht ausdrücken. Andere aus Egoismus nicht so sein zu lassen, wie sie sind, macht mich wütend. Weil die Haltung grausam ist.
      Ansonsten ist das schwierig zu sagen … Ich habs versucht, in Worte zu stecken, ist mir aber 2x nicht gelungen. Rückblickend, vielleicht so viel, fühle ich mich von ihr als ihre seelische Müllhalde benutzt, weil ich eben da war und ein offenes Ohr hatte. Aber dass ich es war, spielte für sie keine Rolle. Und das, obwohl A. vorgibt, einer der selbstlosesten Menschen der Welt zu sein … Und immer mit mir geschimpft hat, wenn ich das Verhalten Anderer mit Egoismus zu erklären versuchte.

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      1. Deine Wut kann ich gut nachvollziehen. Wer lässt sich schon gern benutzen. Ich selbst habe es oft genug erfahren, meine Ohren waren stets offen für den Müll anderer. Wenn man aber selbst dann mal reden möchte…… Die Ignoranz, von der Du sprichst – äh schreibst – ist auch mir nicht fremd. Da kommst Du mit Worten nicht gegen an. Da hilft nur die Zeit. Du kannst einen Menschen nur dort abholen, wo er sich gerade befindet. Und wenn er oder sie bestimmte Erfahrungswerte noch nicht hat, kannst Du auch mit einer Wand sprechen. Eine naive Verbohrtheit scheint es zu sein, die A. die Scheuklappen aufgesetzt hat. Eine kleine Barbie-Welt, in der sie Dich nun mal als Prinzen auserkoren hat. Ganz so krass wie „ohneeinander“ würde ich es nicht sehen. Ich glaube – trotz allem, was ich erlebt habe – an die Möglichkeit, dass man irgendwann auf einen Menschen trifft, mit dem man sich ergänzt.
        Was A. betrifft, so glaube ich nicht, dass Du so einfach austauschbar bist, sondern dass Du schon eine wesentliche Rolle in ihrem Leben spielst. Aber lass ihr Zeit, nimm es nicht persönlich. Gib zunächst erst einmal Acht auf dich selbst, und vor allem – nimm es Dir nicht zu sehr zu Herzen. Deine Wut kann ich – im Gegensatz zu „melhaswelt“ gut verstehen. Ich habe die Tortur des „Stalkings“ erlebt. Ich weiß, dass manche Situationen auch ein stückweit hilflos machen, weil es keine hilfreichen Worte oder Aktionen gibt, die dem anderen Einhalt gebieten.
        Ich drücke Dir nach wie vor die Daumen und – lass dich nicht hängen! Liebe Grüße – Rita

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