Seit 21 Wochen portraitiere ich mich jeden Sonntag. Ein Jahr lang. Und ein paar Leute machen mit. Alle meinen bisherigen Beiträge unter diesem Tag. Auch dabei sind  Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847 und Wili.

Der Grund für dieses Projekt war von meiner Seite aus, dem Phänomen „Selfie“ auf die Spur zu kommen. Ich war neugierig: Warum halten so viele Menschen ihr Gesicht in die Kamera und was kann man damit anfangen?

Ich verstehe es immer noch nicht so ganz, ertappe mich aber dabei, ganz selbstverständlich auch jenseits des Projekts Selfies zu schießen. Das Selfie aus Woche 18, das mir mittlerweile auch als Profilbild dient, war ursprünglich gar nicht zur Veröffentlichung hier im Blog gedacht. Ich fand die Idee nur witzig.

Ein weiterer Aspekt der Selfie-Fotografie ist die Dokumentation von Veränderung und Beständigkeit über die Zeit hinweg. Mein Bart kann ein Lied davon singen, weil ich ihn im Rahmen der Reihe gleich mehrfach als Anschauungsobjekt missbraucht habe.

Eine Frage, die ich mir beim Selfie-Schießen auch stelle ist: „Wie krieg ich meine Hackfresse so abgebildet, dass sie nicht allzu katastrophal ausschaut?“ Je nach Winkel habe ich nämlich Sorge, dass ihr von einem übermäßig spitzen Kinn erschlagen werdet oder mich mit einem Ochsenfrosch verwechselt, weil meine Wangen aussehen wie dessen aufgeblasenen Backen. Meistens bewege ich mich deshalb auf Augenhöhe oder aus der Perspektive von schräg oben.

Wenn ich fotografiere, wechsle ich die Perspektive gern. Wenn ich Fassaden fotografiere, kommt häufig der Moment, wo ich Bauch oder Rücken gegen das Gebäude drücke und möglichst senkrecht nach oben fotografiere. Ich finde diesen Blickwinkel immer interessant und manchmal entstehen sogar richtig gute Bilder. Warum diese Perspektive also nicht einmal auch an mir selbst ausprobieren?

20160717_084352.jpg

Die Beiträge der Anderen (Verlinkungen folgen):

Gertrud Trenkelbach

Marinsche

Multicolorina

solera1847

Wili

18 Kommentare zu „52 Wochen (21): Perspektive (1)

  1. Ich mag die Perspektive, sie zeigt doch wieder eine neue Seite von dir. Und die Problematik mit der »Hackfresse« (wobei der Begriff bei dir völlig unangebracht ist) kenne ich von meiner eigenen nur zu gut… Um so besser hast du es hinbekommen, Hut ab!

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  2. Das Problem nicht so vorteilhaft wirken zu wollen kenne ich….manchmal sind selfies wirklich idealer als die Realität…manchmal unterirdisch.
    Die Perspektive finde ich spannend….vor allem die Frage: Wie hast Du das gemacht?

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    1. Mit der Frontkamera, den Bildschirm parallel zum Boden, um es auszurichten und dann halb blind den Auslöser gedrückt. Mit der Rückseitenkamera wäre das ein Problem geworden. Aber es ist schon krass, wie extrem die Perspektive Proportionen verziehen kann.

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    1. Danke. 🙂 Bei mir ist es eher die reguläre Kamera, die gelegentlich grässlich unscharfe Aufnahmen produziert. Obwohl es immer heißt, Samsung habe so leistungsfähige Kameras. *gg* Aber so lernt man auch noch was über die Technik. Und „Perspektive“ generiert gleich einen Haufen weiterer Möglichkeiten.

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  3. Ich hab noch nie ein brauchbares Selfie geschossen. Das Handy im falschen Winkel, in der falschen Entfernung, etc…Dafür erschrecke ich mich jedes Mal, wenn ich die Kamera aufrufe und zufällig noch die Frontkamera an ist. „Ihh, der Typ schon wieder! Geh weg!“
    Da bist du natürlich in einer ganz anderen Liga. 😉

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