Ich bin satt.

Anklage? Verzweiflungsschrei? Literarischer Versuch? Selbstkritik?
Ich weiß es nicht. Ich habe nur an einer Wunderlampe gerieben. Dann ist es aus mir rausgebrochen.

MitmachBlog

Reibe an der Wunderlampe und ein Bob kommt heraus. Da steht er vor dir, ein Dschinn mit Chemie-Studium und guckt dich vorwurfsvoll an. Du öffnest den Mund, weil du dir drei Wünsche bereitgelegt hast, die du jetzt gern erfüllt hättest. Du brauchst nämlich eine Wohnung, ein neues Paar Schuhe und ein neues Päckchen Tabak. Du könntest dir Geld wünschen, aber das löst bestimmt eine Inflation aus.

Ursprünglichen Post anzeigen 498 weitere Wörter

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19 Kommentare zu „Ich bin satt.

      1. Wieso? Das war (von meiner Seite aus) ernst gemeint – aber auch dein Text hatte doch so vieles von dem in sich, was auch ich empfinde: Viele Menschen suchen permanent nach einer Art Absolution, aber es geht immer nur um die eigene Person. Blickt man hinter diese fadenscheinige Fassade, kann man immer nur das gleiche Schema wieder und wieder erkennen.

        Und ich fand, dass du das gut zum Ausdruck gebracht hast. Daher: Hut ab! 😉

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      2. Ich meine meinen eigenen Text. Der war nämlich plötzlich da. Ich verstehe meinen Text selbst nicht. Aber er wollte raus. Deshalb habe ich ihn geschrieben. Ich bin mir nur nicht sicher, was ich mir damit sagen wollte. 😉

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      3. Doch, ich bezog mich schon auch auf deinen Text. Denn der drückte ja ebenfalls das aus, was mir aufgefallen war. Hmmm, wäre doch zu komisch, wenn wir hier permanent aneinander vorbei schreiben würden…

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  1. Ein toller Zeilenende. 🙂
    Die Wohnung und das Futter sowie die gefütterten(?) Schuhe finden sich, beim Tabak reden wir noch mal drüber. 😉

    Eine Welt ohne Ismen, das wäre fein. Dafür würde ich vermutlich gleich alle drei Wünsche opfern.

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      1. Inwiefern? Ernst gemeinte Frage, ich komm nämlich nicht ganz mit. 😳

        Ich denke mir, Hunger z.B. ist auf Dauer genauso schlimm wie eine fehlende Wohnung. Und niemand kann jederzeit so selbstlos sein, ständig zu gewichten und die „kleinen“ Dinge auch nur so, als kleine Dinge, wahrnehmen.

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      2. Es ist so ein Gefühl. Als ich jünger war, habe ich mir um solche kleinen Dinge keine Sorgen gemacht. Da war ich optimistischer. Da hat mich nur die Weltrevolution interessiert, um es plakativ zu sagen. Mittlerweile … Ich habe das Gefühl, ich werde egoistischer.

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      3. Die Weltrevolution… Mein Schulleiter meinte zu uns, als unsere gesamte Oberstufe geschlossen zu einer Infoveranstaltung des Roten Kreuzes ging – Schwerpunkt war unter anderem der Terror bzw. die Welt nach 9/11, was angesichts der jüngsten Vergangenheit auch irgendwie makaber ist – dass die Welt da draußen nicht so schwarz-weiß ist, wie wir sie vielleicht gerne hätten, sondern es so viele Grautöne gibt, wie Menschen.
        Das kommt mir immer in den Sinn, wenn mich die außeren Umstände, so wie heute, mal wieder umtreiben. Es gibt leider keine einfachen Lösungen, und wenn du eine Lösung auf den Weg bringen möchtest, musst du dich erst einmal ewig verstecken und mitschwingen, um überhaupt nach oben zu kommen.
        Gut, ich ergebe heute einfach keinen Sinn. Ich merke aber, um darauf zurückzukommen, dass ich auch egoistischer werde. Das zeigt sich in Kleinigkeiten, aber auch im Großen, wenn ich mal wieder ein xtes Spiel kaufe, das ich sowieso erst in etlichen Wochen spielen werde, anstatt etwas Gutes mit dem Geld zu machen.
        Schwierig. Letztlich bin ich aber der einzige Mensch, der an mich denkt (Eltern und gute Freunde mal außen vor), warum also nicht?

        Hoffentlich kannst du mit dem Gedankensalat etwas anfangen. 😳
        Ich wünsch dir noch einen schönen Abend. Und ab Herbst können wir uns ja mal auf ne Tasse Kaffee bzw. was anderes für mich treffen. 😉

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      4. Und dann gehen wir die Weltrevolution gemeinsam an. Gern doch. 😉
        Und ja, dein Gedankensalat zeigt mir, dass ich offenbar nicht allein bin mit meinen Gedanken. Das ist wichtig. Das nährt meinen Verdacht, dass zumindest nicht die ganze Welt mit Ausnahme meiner selbst verrückt ist. Wobei ich manchmal auch das Gefühl habe, die Welt ist ein wenig zu grau und zu wenig akzentuiert.

        Danke. 🙂

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      5. Wäre schön! 🙂

        Du, manchmal frag ich mich, ob die Welt verrückt ist, oder doch nur ich selbst. So oft lese ich Nachrichten und denke mir: Wo bleibt da der Menschenverstand? Was soll das? Oder im Alltag, Rücksichtslosigkeit ohne Ende. Gut, ich bin leider auch zu oft egoistisch und weniger rücksichtsvoll, als es möglich wäre. Aber solche Extreme, da komme ich im Leben nicht hin.

        🙂

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      6. Ich glaube, ich weiß, was du meinst…
        Gerade als Jugendlicher hat man doch so eine Phase, wo man wild und frei ist und die ganze Welt verändern möchte – aber auch fest daran glaubt, dass das geht.
        Ich sagte letztens „Manchmal hab ich das Gefühl, Menschen über 40 sind allgemein gelassener. Aber manchmal habe ich auch einfach das Gefühl, sie haben resigniert.“
        Ich glaube, es ist irgendwie eine Mischung von beidem. Als Jugendlicher hat man Ideale, Ziele, Träume. Aber man wird älter und begreift, dass man eben nicht alles überall mit ein paar Handgriffen verbessern kann. Man findet sich damit ab. Und kümmert sich um die Dinge, die man mit ein paar Handgriffen beeinflussen kann. Und das sind meist Dinge, die im eigenen Leben stattfinden. Ergo kümmert man sich mehr um sein Leben.

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      7. Ja. Das ist es. Ich verstehe auch so langsam, wo das herkommt. Denn das mit den Idealen, Zielen und Träumen, das krieg ich auf der persönlichen Ebene jetzt auf die Kette. Nur mit der Weltrevolution hat es bislang noch nicht geklappt. Die Ungleichzeitigkeit … Ist das dieses grässliche Erwachsenwerden, von dem alle immer sprechen? *schauder*

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      8. Was ist denn eine Erstie-WG? Eine WG von Leuten, die noch nie mit anderen zusammengewohnt haben??

        Ich finde Erwachsen-sein gar nicht so schlimm. Man wird charakterlich stabiler, selbstbewusster, lässt sich nicht mehr von soviel Kleinkram aus der Bahn bringen. Ich möchte definitiv kein Jahr jünger sein, als ich bin…

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