Mehr Uneindeutigkeit wagen

Manchmal habe ich ja so etwas wie eine politische Meinung. Gelegentlich habe ich auch eine gesellschaftspolitische Meinung. Ich würde von mir dennoch behaupten, dass ich ganz gut darin bin, das zu verbergen oder eher: Das nicht allzu explizit zu machen. Denn kein Mensch kann langweilige Vorträge über Identitätspolitik ertragen, es sei denn, man hat etwas entsprechendes studiert oder ein nahezu masochistisches Vergnügen an der Lektüre von Michel Foucault oder ähnlichen Herren, Damen und allem dazwischen.

Damit sind wir auch schon beim Punkt. Denn es geht heute um das dazwischen. Genauer gesagt geht es um das Problem der Repräsentation, dem vermeintlichen Mangel daran und dem Spiel mit diesem Mangel. Bei Aurelia ist auf Geekgeflüster ein Artikel von Sky zu dem Thema erschienen (Queerbaiting – Der trügerische Schein der Repräsentation), der mich zu einem so ausführlichen Kommentar ermuntert hat, dass ich mir dachte: Daraus kann ich auch einen Beitrag machen. Erfahrt in diesem Artikel deshalb, warum ich nicht repräsentiert werden möchte oder warum Uneindeutigkeit ein Segen ist.

„Mehr Uneindeutigkeit wagen“ weiterlesen

Advertisements

Proust-Fragebogen: Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?

Wann immer mir keine Antwort für die Montagsfrage einfällt, beantworte ich eine Frage, die sich am so genannten Proust-Fragebogen orientiert. Diese Fragebögen waren in den gehobenen gesellschaftlichen Schichten Europas des späten 19. Jahrhundert ein beliebtes Vergnügen, auch Marcel Proust beantwortete sie und verspürte dabei besonderes Vergnügen. Mir geht es ähnlich, denn mit jeder Antwort lerne ich mich auch selbst ein bisschen besser kennen.

„Proust-Fragebogen: Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?“ weiterlesen

Reflexionen über Normalität: Being Human (US) Staffel 1

Es gibt Serien, die man sich besser nicht ansehen sollte. Nicht, weil sie langweilig, blutrünstig oder kitschig sind, sondern weil man beginnt, Metaphern zu entschlüsseln und sich nicht mehr um die Handlung kümmert, sondern sich nur noch fragt, wie weit die Metaphern tragen. Und ob man darüber sprechen möchte, warum die Serie sehenswert ist.

Aber weil es zu meinem Rückblick auf die Fedcon passt, dessen erster Teil am Samstag online geht, gibt es keine bessere Serienbesprechung als die zur ersten Staffel Being Human.

„Reflexionen über Normalität: Being Human (US) Staffel 1“ weiterlesen