Proust-Fragebogen: Ihr Lieblings-Komponist?

Malerei, Literatur, machen wir meine Bildungsbürgerlichkeit komplett und reden wir über Musik. Über Komponisten. Das ist zwar sowas von Prä-Pop, dass es einem die Schuhe auszieht, aber egal. In der Montagsfrage geht es um Liebesromane und zu dem Thema fällt mir wenig Substantielles ein außer: Küss mich! Und der gestrige Beitrag hat mich doch glatt erschöpft ob eures intensiven Inputs zu dem Thema.

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Proust-Fragebogen: Ihr Lieblings-Autor?

Welch dankbares Thema für ein Blog, das in seinem zweiten Anlauf ein Buchblog war und derzeit auch immer wieder das Thema Buch aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln abhandelt – neben allem Anderen. Aber welch schweres Thema! Aber allemal besser als meine Bücher-Highlights des Jahres. Dazu wollte mir partout nichts einfallen.

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Proust-Fragebogen: Ihr Lieblingsmaler?

In der heutigen Fall des Proust-Fragebogens geht es nicht ins Kunstmuseum, sondern wir plaudern allgemein über Kunst, genau genommen über die Malerei. Aber das auch nur, weil das Buchfresserchen nach Bücher-Lese-Jahres-Challenges gefragt hat und ich in diesem Jahr nur „frei Schnauze“ lese.
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Proust-Fragebogen: Wer sind Ihre Lieblingsheld*innen der Wirklichkeit?

Die dieswöchige Montagsfrage befasst sich mit vorbestellten Büchern. Dazu kann ich nichts sagen, ich habe keine Bücher vorbestellt. Deshalb mache ich mit dem Proust-Fragebogen weiter. Beim letzten Mal habe ich schon deutlich gemacht, dass ich es nicht mit Heldenverehrung historischer Figuren habe. Wahre Held*innen gibt es nur in der Fiktion. Dementsprechend habe ich auch keine Held*innen in der Wirklichkeit.
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Proust-Fragebogen: Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Die dieswöchige Montagsfrage erkundigt sich nach außergewöhnlichen Schauplätzen. Eingeschränkt ist dies auf reale Schauplätze. Mir fielen dazu spontan die diversen Romane von Ben Bova ein, allerdings zählen Raumschiffe wohl nicht zu „realen Schauplätzen“, solange es keine Space Shuttles sind. Kurzes Weitergrübeln hat mich dazu gebracht, in dieser Woche am Proust-Fragebogen weiter zu arbeiten. Und das ist mal eine schöne Frage an einen Geschichtsstudenten, habe ich im Gefolge von Wehler und der gesamten Sozialgeschichte doch gelernt, dass es nicht auf die großen Gestalten ankommt sondern auf die sozialen Mechanismen.
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Proust-Fragebogen: Ihre liebsten Romanhelden?

Die dieswöchige Montagsfrage fragt nach Büchern, die nicht hielten, was das Inhaltsverzeichnis versprach. So traurig solche Fälle sind, kann ich mich spontan nicht daran erinnern, wann genau das zuletzt der Fall war und neben guten Büchern teile ich auch schlechte Bücher mit euch. Umso schöner ist es, dass auch der Proust-Fragebogen sich mit der nächsten Frage der Literatur zuwendet.

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Proust-Fragebogen: Was ist für Sie das größte Unglück?

Heute ist Dienstags-Montag und ich kann mit Buchfresserchens Montagsfrage nichts anfangen. Ich habe kein Lieblings-Pärchen in der Literatur, die meisten Pärchen der Literatur nerven als Pärchen, wenn man sie eine Weile begleitet (Ron und Hermine, Bella, Edward und Jacob, Effie Briest und Mann bzw. Lover, …) oder sind ein Team (Sherlock und Watson, Pendergast und d’Agosta, Hornblower und Bush, …) und kein Pärchen. Deshalb greift wie immer Plan B und mein langfristiges Projekt Proust-Fragebogen, ein Spiel aus den Pariser Salons zum gegenseitigen Kennenlernen, wird um einen weiteren Baustein erweitert. Sehen Sie heute: Zeilenendes größtes Unglück. Nachträglicher Einschub: Mit einem schlechten Gefühl, weil ich mich mit mir und meiner kleinen Welt beschäftige, statt mich der großen, wichtigen gesellschaftlichen Dinge zumindest schreibend anzunehmen.
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Keine Montagsfrage, stattdessen: Proust-Fragebogen

Die heutige Montagsfrage zu beantworten, ist für mich sinnlos. Gefragt ist, ob ich mein aktuelles Buch beim jetzigen Stand weiterempfehlen würde. Ich habe derzeit kein angefangenes Buch, ich weiß noch nicht einmal, wann ich das nächste Buch anfangen werde. Ich habe hier einen dicken Stapel Zeitschriften liegen, den ich mir in dieser Woche abzubauen vorgenommen habe. Wenn ich dennoch die Woche eine Rezension veröffentlichen sollte, dann weil ich zwei ausgelesene Bücher mit Anmerkungen auf dem Schreibtisch habe. Als Ersatz biete ich euch deshalb an solchen Dienstagen zukünftig eine Frage aus dem Proust- Fragebogen, heute:

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

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Proust-Fragebogen – Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Die Frage ist ein wenig deckungsgleich mit der ersten, aber umfassender. Das vollkommene irdische Glück bedeutet für mich in erster Linie frei zu sein von Zwängen. Das habe ich heute gemerkt, als ich die letzte reguläre Hausarbeit vor der Examensarbeit fertig gestellt habe. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich. Es ist ein Gefühl der Leichtigkeit wie das, wenn man ein oder zwei Gläser Rotwein getrunken hat und in lauer Abendluft den Sternenhimmel betrachtet – oder wenn man ein gutes Buch liest.

Das vollkommene irdische Glück bedeutet dabei nicht Nichtstun, es ist mehr aristotelisch zu verstehen. Man setzt sich Ziele, die man für wertvoll hält, aber nicht wertvoll, um etwas damit zu tun. Viel Geld zu haben ist kein vollkommen irdisches Glück, denn man will das Geld haben, um sich damit Dinge zu kaufen, deren Besitz dann Teil des vollkommen irdischen Glücks sein kann. Vollkommenes irdisches Glück ist also die Möglichkeit, all diese Ziele zu erreichen. Das schließt die Voraussetzungen, diese Ziele zu erreichen, womöglich auch Geld, nicht aus, aber es erschöpft sich nicht darin. Momentan würde ich sagen: Die Freiheit zu besitzen, seinen Tag selbst zu gestalten, Herr der eigenen Zeit zu sein, das ist vollkommenes irdisches Glück. Ich bin an den Wochenenden immer besonders glücklich, wenn ich mir verbiete, an den Schreibtisch zu gehen, sondern mich spontan entschließe, eine Radtour zu machen, die mich an den Rand der körperlichen Belastbarkeit bringt, oder in der Sonne im Garten zu lesen und ein paar Seiten in einem spannenden Buch zu lesen oder mich mit Freunden zu treffen, um gemeinsam ins Kino zu gehen. Das ist vollkommenes irdisches Glück.

Proust-Fragebogen – Wo möchten Sie leben?

Da ein Blog nur funktionieren kann, wenn ich als Blogger regelmäßig Dinge einstelle, dachte ich mir, dass ich die Sache mit dem Gedöns mal ein wenig ernster nehme. Ich will zwar seit Monaten meine Musiksammlung durchgehen und durchhören, aber ich komme doch nicht dazu, und da ich momentan langweilige Bücher über Musikunterricht im Mittelalter lesen muss, die es nicht zu rezensieren lohnt, kommt es mit meinem aktuellen Buch auch nicht voran. Hörbücher höre ich zwar recht regelmäßig, aber dabei radle ich zur Uni, also ist meine Aufmerksamkeit nur teilweise bei den Büchern. An ernsthafte Rezensionen ist nicht zu denken Der Ausweg: Hier soll es laut Untertitel auch um Gedöns geben, also nehme ich mir die Freiheit, mich an den so genannten Proust-Fragebogen zu setzen. Ich wollte so ca. 3-4 Posts pro Woche setzen, wenn es mit dem Rezensieren nicht klappt, gibt es immer wenn ich nichts Neues gelesen habe, halt die Lebensansichten einer kleinen Kaffeetasse.

Wo man leben möchte, ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Ich bin ein eher langweilig realistischer Mensch, sodass mir solche Orte wie Oz oder Hogwarts als Antwort fern liegen. Es gäbe zwar ein paar Städte, die ich mir als Lebensmittelpunkt vorstellen könnte (Wien, Budapest, Heidelberg, irritierenderweise auch Frankfurt/Main), aber das scheint mir den Kern der Frage nicht zu treffen. Wo möchte ich leben? Tja. Ich neige zur Unstetigkeit. Manchmal stelle ich mir zum Einschlafen vor, ich sei ein reicher Mann, der ständig zwischen verschiedenen Wohnorten herumpendelt. Momentan gehören zu meinem Immobilienimperium eine kleine Wohnung in einem ostdeutschen Plattenbau, eine geräumige Altbauwohnung mit hohen Decken, Stuck, riesigen Fenstern und Parkettboden, ein Schloss nach Vorlage von Schönbrunn (auch wenn ich dort nur einen Flügel in der Beletage bewohne, während im Erdgeschoss meine Bediensteten hausen, die Front repräsentativen Zwecken dient und der andere Flügel Büroräume beherrscht), ein Leuchtturm in einer Flussmündung, ein ausgehöhlter Berg in den Alpen mit Panoramafenstern, die von Außen nicht erkennbar sind sowie ein ehemaliges Kloster, das direkt an einer Steilküste mit rauem Meer liegt.

Die Vorstellung, dauerhaft irgendwo sesshaft zu werden, behagt mir ehrlich gesagt nicht und das obwohl (oder gerade weil?) ich meine Wohnung nur sehr ungern verlasse. Zugegebenermaßen gehe ich tagsüber gern shoppen, aber wenn ich die Alternative habe, Abends auszugehen oder daheim zu bleiben, entscheide ich mich in den meisten Fällen für Zweiteres. Ich habe tendentiell auch lieber Besuch als dass ich andere Leute besuche – was momentan etwas schwierig ist, aber dazu vielleicht ein andermal mehr.

Ich kann momentan noch nicht mal sagen, ob ich wieder in einer WG wohnen sollte. Wahrscheinlich werde ich im nächsten Sommer umziehen, auch wenn ich noch nicht weiß, wohin, also erwäge ich diese Frage auch. Ich wohne gern mit Leuten zusammen, allerdings kann ich sowohl ein „Wir teilen uns eine Wohnung, sehen uns aber nie“ als auch ein „Wir teilen uns eine Wohnung, also verbringen wir auch unsere Zeit miteinander“ nicht ausstehen. Ich bin weder ein Zweck-WGler noch ein Überzeugungs-WGler, ich fühle mich immer so ein wenig zwischen allen Stereotypen.

Aber ich schweife ab; auch so etwas, das ich gut kann. Ich habe ja von meinen Träumen berichtet. Was sie alle verbindet ist Folgendes: Jede meiner erdachten Wohnstätten hat eine große Küche mit einer Kochinsel, vielen Arbeitsflächen und ausgestattet einerseits mit den abgefahrensten Küchenmaschinen, andererseits mit einem altmodischen Kohlenofen, der eine Backröhre, Platz für verschiedene Töpfe, einen Heißwasserbereiter und eine Art Grilleinschub hat. Ich koche gern und ich habe ein Faible für technischen Schnickschnack. Wenn ich den nötigen Platz hätte, würde ich mir einen Donutmaker zulegen, auch wenn ich bloß alle halbe Jahre damit Donuts backen würde und als meine Küchenmaschine vor einigen Wochen kaputt gegangen ist, war ich den Tränen nahe. Eine neue ist halt momentan nicht drin, dafür bin ich irgendwie auch zu geizig. Und ich bin ein Student mit 6qm Küche, die Küchenmaschine nimmt somit gefühlt die halbe Küche in Anspruch und so häufig backe ich nicht, obwohl ich es gern tue, und Unmengen an Gemüse raspel ich auch relativ selten.

Andererseits bin ich offenbar ein wenig altmodisch, aber ich finde, es hat seinen ganz eigenen Charme, mit richtigem Feuer zu kochen, so wie zu Urgroßmutters Zeiten. Und wenn wir ehrlich sind, bei so einem eisernen Ungetüm hat man viel mehr das Gefühl, dass ein Herd eine Küchenmaschine und ein ausgefeiltes technisches Gerät ist als beim Elektro-Ofen. Und dieser integrierte Heißwasserbereiter, obwohl nur eine integrierte Schüssel, in die man Wasser hineinfüllt, finde ich eine großartige Idee, in der Wärme optimal genutzt wird und in der man sicherlich auch ganz gut Suppe kochen kann.

Neben dieser riesigen Küche besitzt jede meiner erdachten Wohnungen zudem eine Bibliothek. Im Fall der kleinen Plattenbauwohnung ist es bloß ein kleines Schlafzimmer, in dem das Bett mitten im Raum steht und von Bücherregalen umschlossen ist, aber das ist mir ebenfalls wichtig. Bücher sind ein integraler Bestandteil meines Lebens. Sie muntern mich auf, sie machen mich traurig, sie bringen mich zum Lachen, sie sorgen dafür, dass ich nachdenklich werde. Sie helfen mir, die Zeit vergehen zu lassen, sie sorgen dafür, dass ich mir wünschte, noch mehr Zeit zu haben und sie sind aneinandergereiht auf einem Brett nicht bloß schön anzusehen, sondern ein greifbarer Teil meines Gedächtnisses. Ich kann stundenlang mein Bücherregal sortieren, weil ich die Bücher in die Hand nehme, sie kurz durchblättere, aber in erster Linie daran erinnert werde, was sie beinhalten. Wenn sie mich besonders berührt haben, erinnere ich mich sogar an die damalige Situation, wann und wo ich das Buch in welcher Stimmung ich es gelesen habe. Ich könnte meine Biographie anhand von einigen Büchern beschreiben. Die Bücher hätten zwar thematisch nicht direkt damit zu tun, haben sie vielleicht manchmal in eine bestimmte Richtung gelenkt, aber sie waren dabei und haben sich somit in mein Leben eingeschrieben.

Wo möchte ich also leben? Letztlich ist es egal, solange ich dort

a) einen Wochenmarkt für mein Obst und Gemüse und einen Supermarkt für den Rest habe,

b) relativ schnell in einer großen Einkaufsstraße mit einer Vielfalt an Geschäften (und vielen Klamottenläden) bin, wobei eine Stunde Zugfahrt bei mir gerade noch so relativ schnell ist

c) ich eine große Küche habe

d) es Platz für eine eigene Bibliothek gibt, mit einem Lesesessel oder besser mehreren Lesesesseln, einer Couchlandschaft und einem Kamin

e) Ich ein geräumiges Bett nicht unter 1,40mx2,00m habe, weil ich zum Schlafen einfach viel Platz brauche