Mit Kuchen zum Ziel

Wie wird ein dickes Kind ein fetter Erwachsener und anschließend ein schlanker Mann mit dem Kopf eines Kindes? Meine Motivation abzunehmen habe ich dargelegt und Motivation ist die halbe Miete, aber mal ehrlich: Den ein oder anderen konkreten Tipp wollen wir doch auch haben. Deshalb versucht das Zeilenende sich einmalig als Diätblogger. Lauscht meinen geballten Weisheiten.

Ich habe in vielen Gesprächen über das Thema drei Dinge gelernt:

  1. Gewicht zu verlieren heißt: Ändere dein Leben.
  2. Letzten Endes verlierst du Gewicht, wenn du Deutschland bist: Weniger importieren als exportieren.
  3. Spaß ist, was du draus machst. Wer Kohlsuppe eklig findet, sollte es mit Atkins probieren und wer Steak zum Frühstück eklig findet, sollte über Kohlsuppe nachdenken.

Diäten sind des Teufels

Die grundlegende Idee einer Diät ist die Folgende: Du schränkst dich so lange ein, bis du deine Bikini-Figur erreicht hast und dann fährst du zwei Wochen in einen All-Inclusive-Urlaub, an dessen Ende du dir prophylaktisch Hosen in der nächstgrößeren Größe nach Hause bestellst. Das mag praktisch sein mit Blick auf die zu bewältigenden Wäscheberge und es hilft dir, in den Bikini zu passen, aber es ändert nichts am Problem, deine Traumgewicht zu haben. Es gibt also zwei Optionen:

  1. Dein Traumgewicht ist ein BMI von 26 statt 23.
  2. Dein Traumgewicht verlangt einen anderen Lebenswandel.

Punkt 1 ist voll in Ordnung. Ich habe, folgt man dem BMI, Übergewicht. Ich wiege 85kg bei einer Körpergröße von 180cm. Die meisten Menschen halten mich für eher schlank und das liegt nicht nur daran, dass ich sportlich bin. Mein Körperfettanteil ist sogar in letzter Zeit ein wenig gewachsen, weil ich mit dem Kraftsport aussetzen musste. Der BMI ist eine Sache für sich und ich bin oberflächlich genug zu sagen: Solange niemand sieht, dass ich nach dem Rechenmodell zu dick bin, ist es mir scheißegal. Bei einem BMI von 25 sehe ich aus, als käme ich gerade aus Kriegsgefangenschaft heim.

Punkt 2 ist auch in Ordnung. Denn es heißt nicht, dass du von heute an nur noch Blattsalat mümmeln musst. Es heißt nicht, dass du für immer und ewig auf Nudeln verzichten musst. Ganz im Ernst, liebe Leute, Low Carb Diäten sind doch nur erfunden worden, damit man sich ernährungsphysiologisch abgesegnet selbst kasteien kann. Wenn ihr auf Kasteiung steht, lest Iny Lorentz oder geht zur Domina.

 

Meine zwei Säulen des Abnehmens: Sport

Als ich begann abzunehmen, beschloss ich kurzerhand, mich mehr zu bewegen. Anfangs bin ich spazieren gegangen, aber sehr schnell habe ich mich auch entschieden, Rad zu fahren. Die Strecke zur Uni und zurück waren jeweils 6km, macht 12km pro Tag, die ich gefahren bin. Das ist schon ganz in Ordnung für Alltagsbewegung. Wenn was on top kommt, umso besser.

Bevor leicht übergewichtige Menschen aber nun in Jubel ausbrechen, bitte ich folgendes zu bedenken. Wenn das Zeilenende mit seinem Gewicht ausprobiert, wie belastbar der Rahmen seines Rades wirklich ist, dann müsst ihr euch das so vorstellen: Ich fahre los und habe schon das Äquivalent einer Sahnetorte an Kalorien verbrannt. Denn wenn das fette Zeilenende das Rad bewegt, braucht er dafür so viel Energie wie ihr, wenn ihr euch auf euer Rad setzt und zusätzlich einen Elefanten im Fahrrad-Anhänger hintendran habt. Schlimmer noch: Der Elefant töröööt wenigstens von Zeit zu Zeit ermutigend.

Anders ausgedrückt: Es gibt Menschen, die schämen sich dafür, dass sie mit fünf Kilo zu viel kämpfen, wenn sie meinen Erfolg sehen. Ich habe für meinen Gewichtsverlust etwa 18 Monate gebraucht. Ich habe aber auch für die letzten 5 Kilos etwa 4 Monate gebraucht. Das liegt nicht an einem ominösen Diätplateau. Das liegt einfach daran, dass ihr weniger Masse beim Sport bewegen müsst und gemeinerweise auch noch euer Grundumsatz sinkt, wenn ihr Gewicht verliert. Deshalb habe ich irgendwann das Laufen angefangen, bin dann zum Kraftsport gewechselt und versuche momentan, beides unter einen Hut zu bringen, weil zu allem Überfluss mein Fahrrad mittlerweile kaputt ist.

Wenn ihr also ein Plateau erreicht habt, dann ist einfach Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch im Gleichgewicht. Das könnt ihr mit mehr Sport kompensieren. Was ich, wie gesagt, tue. Ich bin ein ausgeprägter Unrast, der nicht still sitzen kann, etwa 4x pro Woche Sport macht und gern auch noch einen Abend feiern geht – was für viel Bewegung sorgt, wenn man es richtig macht.

 

Meine zwei Säulen des Abnehmens: Essen

Als ich begann abzunehmen, beschloss ich kurzerhand, weniger kalorienreich zu essen. Ich begann mit dem Kalorienzählen, denn das ist am Einfachsten, um genau zu dokumentieren, was man am Tag so aufnimmt. Gleichzeitig habe ich mir anfangs ein beherztes Defizit verordnet und mich von 1000kcal pro Tag ernährt. Das ging bei mir recht gut, heißt aber natürlich nicht, dass ihr damit gut klar kommt. Wenn ich damit nicht klar gekommen wäre, hätte ich mir auch ärztlichen Beistand gesucht, denke ich. Habe ich damals nicht, weil ich 25 und abgesehen von „Ich bin zweimal auf der Erde“ kerngesund war.

Ich für mich habe festgestellt, dass meine Ernährung ausgewogen sein muss, sprich: Ich esse Salat, Harzer Roller und Sahnetorte. Ohne Witz. Also doch. Ein wenig Übertreibung ist dabei. Aber es liegt auf der Hand, dass ich gern backe. Und ich esse gern Kuchen. Und Kekse. Und Schokolade. Und Torte. Und Schokoladenkekse sowieso. Darüber hinaus trinke ich gern die ein oder andere Flasche Rotwein. Habe ich schon Schokoriegel erwähnt? Und ich stehe unheimlich auf Frittiertes.

Das geht.

Aber das kann ich mir erlauben, weil ich viel verbrauche und mein Fitnesstracker mir erzählt, dass ich höchst selten weniger als 3000kcal / Tag umsetze. Dementsprechend kann ich so ziemlich alles essen, was ich will. Tue ich aber nicht. Ich ernähre mich sehr fettarm (es sei denn, es gibt alle Jubeljahre mal was Frittiertes, so wie den Kibbeling letztens), esse kaum Fleisch, dafür aber viel Gemüse. Und ich meine „viel“ Gemüse. Denn ich esse gern viel. Ich achte nur darauf, dass das Viele, was ich esse, nicht auch noch kalorienreich ist. (Und manchmal rede ich es mir schön: Ich esse doch nur EINE Tüte Kekse.) Von Vorteil ist natürlich, wenn man Gemüse, so wie ich, sehr lecker findet.

Wer sich aber immer nur im Griff hat und sich versagt, was er gern will, wird unglücklich. Und wer unglücklich wird, weil er seine Ernährung umstellt, hat die Sache mit dem Leben ändern nicht ganz begriffen. Ich habe (Zeilenendes ultimativer Diät-Tipp) irgendwann angefangen, mir jeden Mittwoch beim Bäcker ein groooßes Stück Kuchen zu kaufen. Kirsch-Streusel, Russischer Zupfkuchen, Marmorkuchen, Sahneschnitte, … Was da war und worauf ich Lust habe. Ich habe dieses Stück Kuchen gegessen. Dieses große Stück. An dem einen Tag. Dafür gab es an dem Tag aber auch nur zwei Schnitten Brot mit Belag und eine große Portion Blattsalat (eventuell mit ein wenig Rohkost dazu – und einem Dressing aus Magermilch-Joghurt). Zumindest das mit dem Salat halte ich bis heute so: Dienstag gibt es bei mir zum Abendessen Blattsalat, Rohkost, kalorienarmes Dressing und 100g Harzer (das sind zwei Rollen).

Wenn du dein Leben ändern willst, heißt das nicht, dass du von nun an für immer auf die Dinge verzichten musst, die du liebst. Du musst nur bewusster mit dem umgehen, was du liebst. Und entweder deine Kalorienzufuhr in den nächsten Tag ein wenig drosseln oder den Output erhöhen. Wobei langfristig die Drosselung sinnvoller ist. Denn irgendwann baut der Körper ab. Wenn es sein muss, kann das natürlich auch heißen, dass du mal drei bis sieben Tage Kohlsuppe machst (ich mag Kohlsuppe, aber nicht zum Frühstück, deshalb bin ich da nie ganz konsequent gewesen).

Bevor wir deshalb zum letzten Punkt kommen: Alle mal einen Keks essen und dann eine Runde um den Block laufen.

 

Legitime Selbstkasteiung: Wie man sein Gewicht hält

Ich hatte, von den problematischen letzten Kilos, kein wirkliches Problem damit, mein Gewicht zu reduzieren. Das Kalorienzählen hat mir dabei geholfen, es hat mich allerdings auch irgendwann verrückt gemacht. In meinen Augen ist es ganz normal, wenn ihr beim Gewichtsverlust ein wenig obsessiv seid. Ich war zwischendurch extrem obsessiv, von Kalorien besessen, weil ich ständig daran dachte. Ich gebe zu: Ich wiege bis heute einen Teil meines Essens ab, weil ich meinem Gespür für Portionsgrößen nicht so ganz vertraue.

Okay, ich wiege den Joghurt und das Müsli ab, das ich mir für den nächsten Tag als Arbeits-Mittagessen mache und meistens die Kohlenhydratbeilage fürs Abendessen, wenn es keine Kartoffeln sind, weil ich fast immer Kartoffeln esse und mir ein wenig die Referenzen fehlen. Ich finde, das ist gar nicht sooo obsessiv und ich kann damit leben, wenn ich es mal nicht tue.

Nichtsdestotrotz ist die Waage dein Freund. Auch wenn sie kein guter, sondern ein gemeiner ist. Ich führe seit Jahren Gewichtstagebuch und trage jede Woche ein, was ich wiege. Ich sehe dann rückblickend zum Beginn jeden neuen Jahres, dass ich ganz gut weggekommen bin, bei der Menge an Stollen, die ich seit dem 01. Advent gegessen habe. Einmal die Woche wiegen ist zwar kein Zwang, aber es ist mir wichtig, weil es mir Sicherheit gibt. Und einmal die Woche ist für mich in Ordnung. Ich steige manchmal auch so drauf, aber eher aus Neugierde. Es gibt eben nichts besseres zur Selbstkontrolle als die Waage.

Halt! Auch der Klamottenladen ist dein Freund. Aus zwei Gründen:

  1. Du kannst dir endlich die tollen Sachen beim schwedischen Herrenausstatter deines Vertrauens kaufen, die dir früher nie gepasst haben (und du kannst es ständig tun, weil der sooo günstig ist. Denk einfach nicht an die Kinder-Sklaven aus Bangladesch.)
  2. Deine Klamotten verraten dir, wenn du die Kontrolle verlierst. Sie beruhigen dich auch schonmal. Wenn da plötzlich drei Kilo mehr auf der Waage stehen, deine Hose aber schlabbert, dann wird das wohl eine unglaublich verrückte Wasser-Einlagerun auf deiner Waage sein. Wenn die Hose hingegen kneift … Du willst doch weiterhin in deine Lieblingshose passen!

Letzteres klingt irgendwie gemein, oder? Denken wir deshalb zurück an den Anfang: Du sollst dich wohl fühlen. Ich fühle mich in meiner Lieblingshose wohl. Und ich war glücklich, als ich nach meiner OP so weit abgeschwollen war, dass ich endlich wieder hinein gepasst habe. Ich für meinen Teil kann behaupten, dass ich bislang kein sehr gutes Körpergefühl hatte. Seit der OP ist es besser, aber ich bin für die externen Reize dennoch dankbar. Als die Hose am Tag vor dem Wiegen nicht ganz so locker saß, wusste ich auch schon, was Sache ist und habe rein prophylaktisch die restlichen drei Kekstüten leer gegessen, damit ich nach dem Wiegen nicht weiter in Versuchung komme. 😉

Letzten Endes ist es ganz banal: Denk drüber nach, was du willst und iss entsprechend. Nicht jeden Tag, denn dann hast du sehr wahrscheinlich keinen Spaß mehr – und essen darf Spaß machen. Okay, denk doch jeden Tag dran (allein schon wegen dem Tierwohl und dem ökologischen Fußabdruck). Aber pfeif an manchen Tagen drauf (weil ein Steak manchmal sehr lecker ist und alles unter 20° kalt ist). Denn wenn du dein Leben ändern willst, solltest du das tun, um Freiheit zu gewinnen, nicht um eine Gewichtsneurose zu entwickeln.

So weit meine Geschichte. Ich hoffe, irgendjemand hat etwas davon. Sollte ich einen für euch interessanten Punkt übersprungen oder mich zu etwas nicht geäußert haben, was euch interessiert: Schreibt mir einen Kommentar.

Und weil ich weiß, dass Gewichtsthemen für manche Leute etwas sind, worüber sie nicht gern öffentlich reden (ich habe zwei Jahre mein Leben in diesem Blog ausgebeutet, bis ich darüber geschrieben habe). aber dennoch Redebedarf oder Fragen haben, dürft ihr dem Zeilenende auch gern eine Mail schreiben: Lavilein@gmx.de .

 

 

 

 

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22 Kommentare zu „Mit Kuchen zum Ziel

  1. Ich habe nicht halb so viel Gewicht wie du verloren, schwöre aber bis heute auf Kalorienzählen (mit CaloryGuard Pro), das funktioniert wirklich sensationell gut (zumindest, wenn ich die Sportkalorien nur zu 20% anrechnen lasse). Ansonsten kann ich nur bestätigen, was du geschrieben hast: Solange die Menge der Kalorien eingehalten wird, ist es (fast) völlig egal, was man isst. Cooler Beitrag, wie immer! 👍🏻🍫

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    1. Kalorienzählen ist nach wie vor super, denn auch wenn man grob weiß, was man an Kalorien zu sich nimmt, es lauern manchmal irgendwo versteckte Kalorien. Ich bin nach wie vor entsetzt, wenn ich daran denke, wie viele Kalorien die Butter morgens auf dem Brot hat. Aber dauerhaft ist mir das auch mit der App schlicht zu anstrengend und für nicht durchzuhalten, wenn man hin und wieder auch einmal außerhalb isst. Oder am Wochenende feiern geht … Und nicht mehr weiß, ob es 12 oder 13 Bier waren. *g*
      Hinzu kommt, dass ich in Sachen Kalorien dann richtig neurotisch werde und Zwangsverhalten entwickle. Da habe ich keinen Bock drauf.

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  2. Ja, Kalorien zählen hat mir immer sehr dabei geholfen, den Überblick zu behalten und rechtzeitig gegenzusteuern. Man sieht so nämlich sehr genau, woran es gelegen hat, dass die gemeine Waage wieder einmal eine vorwurfsvolle Zahl anzeigt. Und wie Du auch schreibst, man kann sich dann auch alles gönnen, was man liebt – halt nur nicht in Massen, mehr in Maßen, aber das reicht, um voll und ganz glücklich zu sein. Immer nur Verzicht ist nicht gut, wenn man auch Kuchen, Torten und Gebäck mag. Hier hat eine Bäckerei einen netten Spruch – quasi als Logo: „Ohne Kuchen, Torten und Gebäck hat das Leben keinen Zweck“ 😀

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    1. Man entdeckt vor allen Dingen „ganz schlimme“ versteckte Kalorien. Tatsache ist bei mir das Frühstück häufig die kalorienreichste Mahlzeit des Tages gewesen, nicht wegen der Menge sondern wegen des massiven Butter-Einsatzes.
      Der Spruch ist übrigens gut, den würde ich mir glatt tätowieren lassen. 🙂

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    1. Gell? Es ist aber auch treffend. Die Sache ist ein wenig unwirklich, je mehr Abstand ich davon gewinne, desto eher kann ich verstehen, wieso die Leute damals so erstaunt waren, dass das am Anfang so schnell ging.
      Und was die Neurose angeht: Bittere eigene Erfahrung. Nicht in dem Sinne, dass sich daraus eine klassische Essstörung entwickelt hätte, aber für mich gab es zwischenzeitlich nichts anderes als das tägliche Kaloriendefizit und die Bestätigung durch die Waage. Das macht keinen Spaß.

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      1. Bei deinem Bild mit dem Elefanten musste ich daran denken, wie ich früher die Kinder auf der Hüfte sitzend über die Stufen raufgeschleppt habe und mir dachte: Pfuh, wenn ich diese 10-15 Kilo mehr hätte! Da jammern die Gelenke ganz schön. Jetzt sind die Kinder so groß, dass das kein Thema mehr ist.
        Toller Beitrag übrigens! 👍

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  3. Ich lese gerne über deinen Weg. Nenne es mal Weg, wobei Erfolg wahrscheinlich richtiger wäre. Es ist wie ein Rückblick. In einer unglaublich dummen Beziehung habe ich es geschafft mich fast zu verdoppeln und danach wieder zu halbieren. Andere Gründe, aber doch ähnlich. Gerade mopse ich wegen der Hormonumstellung nach einer Op durch die Gegend und frage mich, was der Scheiß soll. Ein wenig unfair, da ich genau das gleiche esse wie zu vor. Dafür wird es sich nach der Einstellung auch von alleine wieder regeln Meinen BMI rechne ich im Moment trotzdem lieber nicht aus und werde einen Teufel tun, auf die Waage zu steigen. Nur meine Lieblingsjeans, die ziehe ich jeden Montag an. Aktuell laufe ich nicht mehr blau an, wenn ich sie schließe :)))

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    1. Weg ist treffender. Denn es ist kein wirklicher Erfolg, in dem Sinne, dass ich etwas geschafft hätte. Ich bin noch mitten auf diesem Weg, würde ich von mir selbst behaupten. Ich habe ja auch noch den Vorteil, dass ich relativ jung und sportlich aktiv bin. Und das ist bei mir die halbe Miete, um nicht zuzulegen. Das wird noch spannend werden.
      Und nicht blau anlaufen ist doch schon ein großer Fortschritt. Eingriffe in seine Integrität kann der Körper nun einmal nicht ausstehen. Aber wie du schreibst: Das legt sich auch wieder. Und dann schlabbert die Lieblingsjeans am Ende bestimmt. 🙂

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  4. Ich war ein dünnes Kind und habe erst mit 20 angefangen zuzunehmen, dann aber kontinuierlich jedes Jahrzehnt 10 kg zugelegt, irgendwann zeigte die Waage dann vorne eine 90 und on der Bluse stand 48/50. Dann ging es los mit Diäten 5 kg waren einfach, danach gings in einer Berg- und Talfahrt rauf und runter. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und gedacht, alle N. sind eher rund, so sind wird gedacht und beschlossen stattdessen wieder nach dem Bedürfnissen meines Körpers zu leben, ich ass nur solange und soviel ich Hunger hatte. Überdies grub ich meine Vorliebe für Obst und Gemüse aus und siehe da die Pfunde purzelten, zumal içh auch fast alles zu Fuß erledigte.
    Allerdings habe ich hier festgestellt, dass dieseTaktik bei Stachelbeerbaiser kläglich scheitert 😉
    Wahnsinn, was du geschafft hast!

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    1. Puh … Das nenne ich aber auch einen Erfolg, Hut ab. Denn mein Hungergefühl und ich sind nach wie vor nicht die besten Freunde. Es ist besser geworden … Aber die Disziplin parallel dazu ist nicht besser geworden. 🙂

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  5. Ich glaube, dass es DIE Diät oder DIE ideale Methode zur Gewichtsreduktion nicht gibt.
    Aber egal, welche Strategie man verwendet, im Endeffekt ist es meist eine Kombi aus „Friss weniger“ und „Beweg dich mehr“. Dennoch muss jeder selbst herausfinden, was für ihn funktioniert. Und das merkt man.
    Ich habe bei meiner zweijährigen Gewichtsabnahme die ersten 6mon mit „Testen“ verbracht, und ja, da war einiges verrücktes Zeug dabei. Manches ging total in die Hose und endete damit, dass ich die nächste Bäckerei ausgeraubt habe. Was bei mir immer ganz gut funktionierte, waren „Zwischenschritte“, damit man nicht frustriert ist von „Oh, ich muss 50kg abnehmen / mich halbieren“, sondern denke „Ich möcht gern den nächsten Zehnerschritt schaffen, sprich unter 90kg sein und das klappt in vier Wochen“. Und Fresstage: Ich hatte immer mal Heißhunger auf etwas. Ich schreibe mir das dann auf und gugge vor dem Fresstag, was von den aufgeschriebenen Sachen ich einkaufe – und meist hab ich dann auf keins davon mehr Lust und es wird was ganz anderes 😉 Ich habe das Gefühl, ein Fresstag die Woche auch verhindert, dass der Körper sich zu sehr an die Diät gewöhnt und auf Sparflamme fährt.
    Aber wie gesagt: Jeder muss für sich herausfinden, was sich gut für ihn anfühlt 🙂

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    1. Klar gibt es DIE Methode nicht, ja. Es fängt schon damit an, dass unsere Physiologien jeweils unterschiedlich sind. Ich habe im Laufe meiner Abnahme auch verschiedene Konzepte ausprobiert, einfach um zu sehen, was sie bringen. Und Low Carb hat mich fast zum Heulen gebracht.
      Die Idee mit den Fresstagen gefällt mir auch gut, die kann ich sogar bedingt empfehlen. Ich habe so etwas in der Art bis heute, Samstags gibt es nämlich immer ein dekadent großes Frühstück voller Kohlenhydrate. Meine persönliche Kalorienhölle … Aber es macht Spaß. Und eine Gewichtsreduktion, die keinen Spaß macht, ist blöd. ^^

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      1. Siehste, Low-Carb fand ich super, weil ich soviel Gemüse, Fleisch, Fisch, Pilze und diverse Salate (bei entsprechendem Dressing) essen konnte, wie ich wollte. 😀
        Dafür wurde mir nach zwei Jahren Low-Corb schon schlecht, wenn ich nur ein einziges Mal Bratkartoffeln gegessen habe *grml*

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