Am Donnerstag war es so weit. Bei kuscheligen 32° Celsius wurde auf dem Stuttgarter Wasen zum Angriff getrötet. Neben ein paar energielosen Vertretern von EnBW und Mahle-Menschen mit der Beweglichkeit eines Mühlsteins gab es natürlich auch das Gegenteil – und mittendrin ein paar rot gewandete Menschen, die sich auf nach CATAN machen wollten.

Die direkte Lauf-Vorbereitung hatte ja schon letzte Woche begonnen. Samstag und Sonntag jeweils einen Lauf absolviert, dem folgten dann am Montag und Dienstag die Abschluss-Läufe an der angepeilten Schluss-Distanz von sechs Kilometern. Und das lief sich ganz gut an, denn ich konnte über die komplette Strecke laufen und wurde mit einer ordentlichen Zeit belohnt. Angepeilt war schließlich ein Wert unter 35 Minuten. Und genau die 35 Minuten standen gleich beim ersten Versuch auf der Uhr:

Montag

  • Distanz: 6,1 km
  • Zeit: 35′ 01″
  • Durchschnitts-Pace: 5′ 44″/ km
  • Durchschnitts-Puls: 158 bpm

Dienstag

  • Distanz: 6,13 km
  • Zeit: 35′ 59″
  • Durchschnitts-Pace: 5′ 52″/ km
  • Durchschnitts-Puls: 158 bpm

Am Dienstag lief es nicht mehr ganz so rund, obwohl das Wetter ziemlich das Gleiche geblieben war. Da machte es sich wohl bemerkbar, dass es der vierte Lauf in vier Tagen war. Die Oberschenkel zwickten am Mittwoch entsprechend ein wenig, aber der Mittwoch war ohnehin bewusst als Regenerationstag geplant.

Am großen Tag dann war es erst spannend, wie das Wetter wohl werden würde. Es lag Gewitter in der Luft und am frühen Nachmittag zog es sich auch zu. Kam da ein Unwetter? Mein innerer Wetterfrosch schrie laut: Ja! Aber wir hatten Glück. Auf der Laufstrecke sollte uns strahlender Sonnenschein erwarten.

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Bei strahlendem Sonnenschein ging es also auf nach CATAN in sehr stylischem Rot (und das, obwohl ich doch ein Laubfrosch bin) und voller guten Vorsätze, es langsam angehen zu lassen, weil es ja „so heiß sei“. Also kuschelige 32° hatte.

Donnerstag – Firmenlauf

  • Distanz: 5,7 km
  • Zeit: 29′ 50″
  • Durchschnitts-Pace: 5′ 14″/ km
  • Durchschnitts-Puls: 166 bpm

Aus dem „langsam“ angehen wurde also nichts, die Sprinkler-Anlage bei Kilometer 2 hätte es wegen der homöopathischen Wasserdosis auch nicht gebraucht und die Wasserstation bei Kilometer 4 … Ich hätte mir das Übergießen mit dem Wasser sparen können, das hat nur ein komisches Gefühl auf der Haut geführt und zusätzliches Gewicht aufgeladen.

Genau genommen ist es so, dass ich die Strecke durchaus noch schneller hätte absolvieren können, wenn nicht schon auf den ersten beiden Kilometern zahlreiche Läufer in den Flanierschritt verfallen wären. An und für sich vollkommen in Ordnung, aber wenn die Strecke partiell eingegattert ist und man dementsprechend schlecht überholen kann, bremst es unheimlich aus. So kam ich ins Ziel und bekundete mein Interesse, noch ein paar Kilometer dran zu hängen, was völlig ernst gemeint war.

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Im Vergleich zu sonstigen After-Run-Pics sehe ich wirklich fit aus.

Ich habe es letzten Endes nicht getan (okay, doch, ich musste ja meinen Rucksack holen, wo der Tabak drin ist), betrachte die Hitze aber nunmehr als meinen Freund auf der Strecke und habe im Anschluss ein paar Ziele definiert:

  • die Distanzen von 8 und 10 km angehen
  • einen kontinuierlichen Pace von unter 6 Min / km laufen
  • die Fünf-Kilometer-Distanz in unter 25 Minuten laufen

Natürlich nicht alles sofort, es wird schließlich bald Winter … Aber spätestens zum nächsten Firmenlauf sollte die 25 gefallen sein. Und damit das auch klappt, geht es nachher erstmal in den Schlossgarten, eine neue Strecke ausprobieren.

Und wer mehr sehen will, schaut in meinem Runtastic-Profil vorbei … Oder folgt mir auf Twitter.

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28 Kommentare zu „Lauf, Firma, lauf, Firma lauf, lauf, lauf

  1. Na, hörst Du die Feuerwerke, die Trompeten und Fanfaren, den Trommelwirbel nur für Dich?
    Die gelaufene Zeit finde ich stattlich und dass Du nach dem Einlauf das Gefühl hattet, Du hättest noch weiterlaufen können, das ist ein enorm gutes Zeichen. Gut, dass Du nicht gleich alle Rekorde gebrochen hast, Du brauchst ja noch Möglichkeiten, Dich zu steigern.

    Die Spazierläufer bei Stadtwettbewerben mit wenig Platz zum Überholen, die gemütlich quasselnd die ganze Bahn in Anspruch nehmen – oh ja, die kenne ich auch. Du musst Dich in der Zeit erst von Startblock zu Startblock nach vorn arbeiten, bevor Du dann zwischen Leuten starten kannst, die eine ungefähre Zeit wie Du laufen. Das ist dann viel entspannender.

    Herzliche Läuferinnengrüße
    von Agnes

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    1. Ah, das war das Knallen und Feuerwerk gestern Abend … Du warst das. *gg*
      Danke für die netten Worte. Das Traurige war: Ich war durchaus im Startblock für „unter 40 Minuten“ und die Damen und Herren zogen nicht quasselnd ihre Bahnen, sondern waren nach 1-2km schon total aus der Puste. Aber beim nächsten Mal suche ich mir auch einen Platz weiter vorn. 🙂

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      1. Ja, das ist durchaus blöd. Eigentlich wäre es wünschenswert, dass die Läufer ihre Geschwindigkeit selbst einschätzen und sich passend entsprechend einreihen. Bei vielen Läufen in Berlin, wird man bei der Anmeldung nach seiner letzten bzw. besten Zeit eingeschätzt und dann in den entsprechenden Startblock eingeteilt. Als Anfänger kommt man sowieso in den schlechtesten Block, wo man keine gute Zeit erreichen kann. Bis ich mich endlich in einen Startblock mit LäuferInnen vorgearbeitet hatte, die mein Tempo liefen und ich nicht Zeit (und Kraft!) allein wegen des ärgerlichen Zickzacklaufs um die Sonntagsläufer vergeuden musste, hat es viele Wettbewerbe gedauert.
        Noch eine Nachbemerkung zum Alles-oder-Nichts in Deinem letzten Beitrag: das ist für mich im Falle des Lauftrainings auch ein Blockadegrund: ich bin immer noch angeschlagen und zwischendurch gar nicht zum Laufen fähig, dass ein gewisser Anteil meiner selbst denkt: es wird so sowieso keine gute Zeit und keine Wettbewerbsteilnahme und schon ganz und gar kein Marathon zu erreichen sein. Also „lohnt“ sich das Laufen nicht. Ich weiß, dass das Unsinn ist und es lohnt sich doch und deshalb werde ich es auch jetzt öfter wieder tun. Das gelobe ich hier feierlich 😉

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      1. Ach, willst du nochmal bzw. noch mehr? 😉
        Ja, ich habe auch Angst, dass ich sporttechnisch wieder von vorn beginnen muss. Aber was ist die Alternative? Ein Aufreißen von OP-Wunden und/oder innere Blutungen zu riskieren?! Dann lieber mit Sport aussetzen 😉

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  2. Ja, Lauferei ist schon eine spezielle Sucht, der ich einst auch erlegen war und auf dem Höhepunkz des Wahnsinns habe ich mir 10 kg an die Fußknöchel geklebt und bin bergauf gelaufen, damit es sich auf normalen Strecken anfühlt wie fliegen. Ich wünsche dir gut Erholung 🙂

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  3. Du schaust wirklich noch ganz gut fit aus nach dem Lauf. Bei 32 Grad wäre ich völlig außerhalb meines Elements, denn morgens bin ich bei 13-20 Grad unterwegs. Hut ab – und bitte mehr davon!

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    1. Ich habe mal eine Kategorie Sport eingebaut, mal sehen, ob ich das regelmäßig bespiele, um anzugeben. *gg*
      Ich bin früher ja auch morgens gelaufen … Lasse ich mittlerweile, als ich merkte, dass ich abends bessere Leistungen abrufen kann.

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      1. Das sagt meine Frau zwar auch, doch unser Tag ist so voll, dass es abends schlicht und ergreifend meist nicht mehr klappt. Bei den Temperaturen ist es morgens auch besser – und ich schätze es, vor dem Frühstück den Großteil der mir vorgenommenen Aktivität schon abgehakt zu haben, dann kann ich etwas faul sein… 😉

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    1. Heißt das jetzt, ich sollte meinen Widerwillen gegen alles über 40 Minuten streichen und es mit einem Halbmarathon versuchen? *g*
      Aber fit genug bist du ja … Einfach Strecke halbieren und Geschwindigkeit verdoppeln, das sollte wohl drin sein. 🙂

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