Kater, der:

  1. offizieller Beherrscher der Zeilenende-WG. Synonyme: Herr Moritz, Babylein, Issernichsüß, verdammtes Drecksmistviech
  2. Zustand nach dem Genuss von zu wenig Alkohol, um ins Koma zu fallen, aber genug um sich nicht mehr daran erinnern zu können, wie man so viel trinken konnte und wer zum Henker das da neben einem im Bett ist. Synonyme: Is mir schlecht, Schalt die Sonne aus, Wo kommen die ganzen leeren Schnapsflaschen her?, Wo kommt das Blondchen mit der Schnapsflasche her?
  3. Zustand am Tag nach sportlichen Aktivitäten, bei denen man es übertrieben hat. Synonyme: Katzenjammer, Stell dich nicht so an!, Wo ist der Franzbranntwein?, Scheiß drauf, ich lauf trotzdem.

Während die Katze bekanntermaßen von aller Welt geliebt und gefürchtet zugleich wird, hat der Kater es wirklich nicht leicht. Ihm schlägt all die Verachtung entgegen, die man sich der Katze nicht zu trauen zeigt. Völlig zurecht. Denn so ein Kater ist sehr unfein. Vor allen Dingen, wenn er in Kombination auftritt. Die Kombination aus allen drei Begriffsdimensionen ist mir zum Glück bislang erspart geblieben, aber aus früheren Zeiten ist mir die Kombination aus 2 und 3 durchaus bekannt.

moritz
Um den geht es heute mal nicht.

Dennoch soll das hier kein Gejammere werden. Okay, doch. Wie kann es eigentlich angehen, dass ich wochenlang stundenlang spazieren gehen kann und dann nach einem Lauf von nicht einmal 6km in tagelange Jammerei ausbreche, weil es nicht weg geht? Und das trotz mehrfach täglich angewandten Massagen unter Zuhilfenahme äußerlich wie innerlich angewendetem Alkohol?

In der letzten Woche bin ich zum ersten Lauf seit Jahren aufgebrochen und habe mir einen Muskelkater zugelegt. Hätte ich ihn mal besser auskuriert. Am Montag dachte ich nämlich: Ach, geht schon wieder. Und tatsächlich ging das Laufen auch wieder ganz gut. Aber die nächsten zwei Tage hatte ich das Gefühl, meine Adduktoren verbrennen. Was mich zu der Frage führt, wie zum Geier ich das geschafft habe. Jedenfalls wird man aus Schaden klug und ich habe mir zwei Tage Pause gegönnt.

Es hat sich gelohnt, denn so bin ich in dieser Woche tatsächlich auf vier Läufe gekommen, von denen jeder eine eigene Erkenntnis gebracht hat.

  1. Ich kann mit Muskelkater laufen, sollte es aber nicht tun.
  2. Ich kann mittlerweile mein Tempo laufen, auch wenn vor mir ein nur unwesentlich langsamerer oder schnellerer Läufer ist. Ich habe nicht mehr das Bedürfnis, abzuhängen oder mitzuhalten.
  3. Ich bin ein neues Modell, das auch mit E10 läuft ohne dass der Motor Sodbrennen bekommt.
  4. Ich laufe tatsächlich lieber Abends oder Nachmittags als morgens … Und das, obwohl ich früher immer morgens gelaufen bin.

Erfreulicherweise kann ich zudem berichten, dass ich mit dem heutigen Lauf fast die vollständige Strecke für den Firmenlauf am Donnerstag konditionell durchhalte und ein akzeptables Tempo gehen kann. Mein Anspruch ist, wenn die Strecke frei ist und ich mein Tempo laufen kann, die 6km in weniger als 35 Minuten zu laufen. Und dann will ich endlich wieder ins Fitness-Studio und mir zusätzlich eine neue Sportroutine überlegen. Denn solang ich wieder gerne laufe, sollte ich das nutzen.

Übersicht der Läufe

Montag

  • Distanz: 4,44 km
  • Zeit: 28′ 13″
  • Durchschnitts-Pace: 6′ 21″/ km
  • Durchschnitts-Puls: 157 bpm

Donnerstag

  • Distanz: 4,38 km
  • Zeit: 26′ 11″
  • Durchschnitts-Pace: 5′ 59″ / km
  • Durchschnitts-Puls: 154 bpm

Samstag

  • Distanz: 4,41 km
  • Zeit: 27′ 01″
  • Durchschnitts-Pace: 6′ 07″ / km
  • Durchschnitts-Puls: 156 bpm

Sonntag

  • Distanz: 5,49 km
  • Zeit: 32′ 54″
  • Durchschnitts-Pace: 5′ 59″ / km
  • Durchschnitts-Puls: 151 bpm

Woche gesamt

  • Distanz: 18,71 km
  • Zeit: 1h 54′ 20″
  • Durchschnitts-Pace: 6′ 06″ / km
  • Durchschnitts-Puls: 154 bpm

Und wer mehr sehen will, schaut in meinem Runtastic-Profil vorbei … Oder folgt mir auf Twitter.

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26 Kommentare zu „Nieder mit der Katerherrschaft

    1. Ich habe bei meinen Runden im Schlossgarten Menschen gesehen, für die der wesentliche Unterschied zwischen gehen und laufen auch nur in der Bekleidung liegt … Von daher: Auch du kannst laufen, zieh dir einfach die entsprechenden Schuhe an. *gg*

      Gefällt 1 Person

    1. Wiedergeboren … Okay, und ich schreibe mal wieder drüber … Ich bin vor der OP 4x die Woche ins Fitnessstudio gerannt (und muss da dringend wieder hin, meine Oberarme schauen ganz traurig aus ihren Shirtärmeln) … Aber das Laufen und ich ist eine lange Geschichte. Die erzähle ich aber auch noch, denke ich.

      Gefällt 3 Personen

  1. Weitere Synonyme zu 2., die mir spontan einfallen: das letzte Bier war wohl schlecht; ich glaube, mir hat jemand Schnaps in meinen Schnaps getan. 😆
    Viel Erfolg weiterhin beim lauftraining. Man merkt die Fortschritte zum Glück sehr schnell 😊

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    1. Beißen, kämpfen … Und der Körper muss natürlich auch mitspielen. Da bin ich glücklicherweise gesegnet. Aber es sind kleine Schritte, denk dran. Ich freu mich am Meisten darüber, dass ich die Strecke mittlerweile auch konsequent laufen kann ohne in den Schritt zurückzufallen. Das ist mir gestern zum ersten Mal gelungen.

      Gefällt 2 Personen

      1. Länger als drei Tage sollte das nicht dauern. Und die warte ich dann 😉
        Sich zu schnell zu überanstrengend, führt zu Verletzungen und komischen Geschehnissen. Vertrau mir. Und denk an dein Alter 😀 *renn*

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