Zwölf Monate lang begleite ich ein Motiv. Es springt einmal im Monat vor die Kamera und lässt den Augenblick für die Ewigkeit gefrieren. Am letzten Sonntag im Monat werfe ich einen Blick auf das Bild: Was hat sich verändert, was bleibt gleich? Weitere Teilnehmer*innen sind am Ende des Beitrags verlinkt. Alle meine Beiträge unter diesem Tag.

Im Februar und März konnten wir uns über einen weitgehend blauen Himmel freuen. Natürlich war da im Februar eine Wolke, aber um sie herum strahlte es blau. Heute, am 22.04. um kurz nach 13:00 sehe ich kein Blau.

Das liegt nicht daran, dass ich von meinem Fenster aus nicht das Wasen-Areal sehe (das in die Richtung liegt und gar nicht so weit weg ist), es liegt auch nicht an der Bewölkung selbst, es ist mehr dem Umstand geschuldet, dass ich noch ganz krank vor Sorge werde, ein nerviges Nervenbündel, das zu etwa einem Drittel sauer ist, dass es nicht aufs Frühlingsfest darf (zu kalt, zu nass, zu alkoholisch, zu anstrengend), zu einem weiteren Drittel verzweifelt ist die Kippen streng rationiert zu haben und zum dritten Drittel panische Angst davor hat, sich noch kurz vorm großen Finale am Dienstag eine Erkältung zu fangen.

Warum ich euch das erzähle? Weil der Himmel gar nicht grau ist. Nicht ganz. Aber das durchscheinende Blaue sah ich erst, als ich das Bild auf dem Monitor hatte. Ich weiß nicht, ob das mehr über meine schlechten Augen oder meinen Gemütszustand aussagt. Ich hoffe allerdings, es ist ein Zeichen, dass ich es bald geschafft habe und meinen Kopf endgültig verloren haben werde.

Anklicken zum Größer-Sehen:

IMGP3481.jpg

Weitere Augenblicke für die Ewigkeit findet ihr bei (Verlinkungen erfolgen sukzessive, wenn ich wieder in der Lage dazu bin):

365tageimleben erlebt ihr kleines grünes Wunder

Agnes dokumentiert die Baustelle der Groth-Gruppe am Berliner Mauerpark

Amerdale zeigt das Wohnzimmer

Arno von Rosen zeigt die Eiche in Nachbars Garten

babelpapa baut einen Balkon

Chris zeigt den Baum vor seinem Fenster

frauholle52 blickt auf ihre Terrasse

Frau Rebis begleitet ihren Baum

Gerda Kazakou nimmt uns mit in ihr Atelier

Impressions of Life blickt auf Balkon und Garten

Lovely Rita Flowermaid zeigt die Discotasche

lukaslastofthetimelords begleitet seinen persönlichen Party- und Entspannungsbaum

lunarterminiert beobachtet ihren Schreibtisch

Meermond zeigt ihre Füße her

Mein Name sei MAMA nimmt uns mit unter den alten Kirschbaum

Mitzi Irsaj erinnert sich an den Ort, an dem 24 Olivenkerne im Münchner Rosengarten ruhen

Multicolorina rastet an einer Feldweg-Bank

Neues vom Schreibtisch zeigt den Park rund um die Reste des Garnisons-/Katharinenfriedhofs in Braunschweig

Petra Elsner zeigt die Bleiche am Döllnfließ

Random Randomsen hat einen geheimnisvollen Baum gewählt

rina.p macht einen Hofgang

Rubinkatze blickt über die Dächer Münchens

solera1847 nimmt uns mit auf die Gartenbaustelle

tallyshome zeigt ihr Wohnzimmer-Sofa

trienchen2607 richtet ihre Wohnung neu ein

Ulli blickt in die Weite

Wili lässt uns auf und in ihren schmucken neuen Topf gucken

wortgeflumselkritzelkram ist im Vorgarten

Wollt ihr auch dabei sein? Oder habe ich euch womöglich vergessen (bei der Resonanz würde es mich ja nicht wundern)? Dann hinterlasst mir einen Kommentar, ich ergänze euch gern.

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45 Kommentare zu „Zwölf Monate Fensterblick (3) – Betrübt

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