Jeden Montag stellt das Buch-Fresserchen seine Montagsfrage zu Lesegewohnheiten, (fast) jeden Dienstag bemühe ich mich um eine Antwort auf ihre Frage. Alle meine Antworten gibt es im Archiv. In dieser Woche heißt es: Würdest du sagen, dass du beim Buchkauf einen bestimmten Coverdesign-Stil bevorzugst?

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Das ist wieder so eine Frage, die ich mit einem klaren Jain beantworten kann. Früher oder später passiert es mir beim Buchkauf, dass sich Bücher aus dem Reclamverlag, von Suhrkamp oder Diogenes in meine Einkaufstasche verlaufen. Blickt man also in diese Einkaufstasche, stellt man fest, dass dort sehr minimalistisch gestaltete Bücher drin liegen. Während ich Suhrkamp und Reclam durchaus schick finde, mag ich die Zeichnungen auf den Diogenes-Covern allerdings nicht.

Ich könnte nicht sagen, dass ich bewusst zu manchen Büchern greife, weil das Cover mich anspricht. Mein Bücherregal ist auch viel zu divers für verlässliche Aussagen – nicht nur in Sachen Genres, auch in Sachen Erscheinungstermine. Ich habe einen Gutteil meiner Bücher weiland auf Flohmärkten, Tauschbörsen oder ebay erstanden, dementsprechend stammen sie aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Da ist kein Stil erkennbar. Ich gehe tatsächlich nach Geschichten, solange mir das Cover nur signalisiert – richtiges Genre.

Was ich aber grundsätzlich nicht mag (neben den Zeichnungen auf den Diogenes-Covern … Das grundsätzliche Design find ich super): Überladene Cover. Die Rita-Falk-Krimis finde ich in der Hinsicht ganz schlimm. Und wenn mich die Bücher nicht ohnehin kein Stück interessieren würden, dann hielten mich die Cover wohl vom Kaufen ab.

Wie ist es mit euch? Legt ihr Wert auf ein ansprechendes Cover? Habt ihr Kriterien, was für euch ein ansprechendes Cover ausmacht? Seid ihr eher Minimalisten oder mögt ihr es opulent, ausgefallen, bunt auf euren Buchcovern, sodass es glitzert, blinkt – am liebsten mit Aufklebern oder Edelsteinapplikationen? Kurz: Gibt es eine Gestaltungsart, die euer Bücherregal dominiert?

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29 Kommentare zu „Montagsfrage: Buch-Cover

  1. Ich muss ganz ehrlich sagen das ich beim Kauf erst einmal kucke ob mich die Story anspricht. Auch wenn ich sagen muss das mich z.B. das Cover von Tintenherz seinerzeit zum Kauf bewegt hat.

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      1. Ich denke einfach das die Geschichte der Wesentliche Faktor zum Kauf eines Buches ist daher habe ich die Gewohnheit entwickelt bei einem Buch Kauf immer erst auf die Rückseite zu schauen um zu sehen ob mich die Story anspricht und dann schau ich mir erst das Cover an

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      2. Oder Zitate mehr oder weniger berühmter Personen, die sich für diese Zitate wahrscheinlich auch noch fürstlich entlohnen ließen. Mein Favorit unter all diesen Zitaten (für welches Buch, weiß ich nicht mehr):

        „Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen!“ – Emma Watson

        Aaah, ja… 🙂

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  2. Früher habe ich mich von den Buch-Covern sehr stark leiten lassen, doch mittlerweile gehe ich nur noch nach Autor, Titel und Klappentext. Ansonsten greifen noch Empfehlungen von Leuten, deren Qualitätsurteil ich vertraue. Aber das letzte Buch, das ich nach Cover gekauft habe, war vermutlich 1996 „Relic“ (die englische Ausgabe) von Douglas Preston und Lincoln Child, denn das dickere Umschlagpapier war wie lauter Schuppen strukturiert (wie bei einem Reptil). Das fühlt(e) sich gut an, passte gut zum Buch – aber es ist auch schon über 20 Jahre her…

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    1. Oh … Ich bin doppelt erstaunt, weil englischsprachige Bücher meist mit allem überzeugen, aber nicht mit der Ausstattung. Müssen andere Zeiten gewesen sein. *gg* Für mich ist das Cover immer noch wichtig. Aber liest du überhaupt noch analog? Digital ist das Ganze ja eh noch einmal anders.

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  3. Natürlich beeindruckt ein Cover, das mit haptischen Effekten arbeiten. Hin und wieder spricht mich auch die künstlerische Gestaltung an. Aber ich würde kess behaupten, dass es mich nicht in der Kaufentscheidung beeinflusst. Ich will ja nicht das Cover lesen.

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  4. Ich finde, ein Cover sollte einen potentiellen Leser anlocken. So bin ich manchmal überrascht, dass das, was man auf dem Cover sieht, so überhaupt nicht mit dem Inhalt übereinstimmt.
    Frei nach „Don’t juge a book a book by its cover“… 🙂

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  5. Das ist meines Entsinnens noch nie vorgekommen, dass ein Umschlag mich dergestalt umgehauen hätte, dass ich ein Buch nur der Umschlaggestaltung wegen erworben hätte. Die Gestaltung wird für mich höchstens dann wichtig, wenn es mehrere unterschiedliche Ausgaben gibt (und auch nur, wenn es definitiv ein bleib-bei-mir-Buch sein soll – oder ein Geschenk, natürlich).

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    1. Dabei sind Umschläge doch genau darauf ausgelegt, dass sie dich umhauen. Eine Sache, die ich übrigens bis heute nicht verstanden habe: Wieso HC und TB nicht das gleiche Cover haben … Zumindest in den parallelen Auflagen. Wenn ich mir schon TB-Rechte kaufe, kann das Cover nicht wirklich teurer sein als eine neue Illu – vermute ich.

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      1. Ne, also im Zweifelsfall ist mir ein Cover das sich zu sehr „annuttet“ eher suspekt.
        Die Geschichte mit dem wechselnden Cover ist mir bis heute schleierhaft. Wirklich Sinn macht eine Veränderung ja eigentlich nur, wenn ein Buch in einer einheitlich gestalteten Edition neu aufgelegt wird.

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