Montagsfrage: Positive Überraschungen

Jeden Montag stellt das Buch-Fresserchen seine Montagsfrage zu Lesegewohnheiten, (fast) jeden Dienstag bemühe ich mich um eine Antwort auf ihre Frage. Alle meine Antworten gibt es im Archiv. In dieser Woche heißt es: Gibt es ein Buch, das dich positiv überrascht hat, von dem du es nie erwartet hättest?

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Heute fasse ich mich kurz, denn es gibt tatsächlich ein solches Buch (und ich bin Fasching feiern 😉 ). Das passiert recht selten, weil ich mir meine Bücher mit Bedacht auswähle und selten negativ, aber auch selten negativ überrascht werde. Wenn ich ein Buch richtig großartig finde, hatte ich schon bei der Auswahl ein gutes Gefühl.

Es gibt also nur sehr wenige Bücher, die „aus Versehen“ in meinen Fingern landen. Aber es gibt dieses eine Buch: „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion. Es ist saukomisch, es macht an der ein oder anderen Stelle nachdenklich und ich habe es regelrecht verschlungen. Dabei hat es mir Mutter Zeilenende in die Hände gedrückt. Wir haben zwar keinen grundverschiedenen Buchgeschmack, aber was sie begeistert, reißt mich meistens nicht vom Hocker. In dem Fall … Ach, ich zitier mich einfach selbst:

Ich wollte eigentlich nur einen Blick in dieses Buch werfen, um ein wenig leichte Muse zu haben. Ich hatte meine Post-its nicht griffbereit und ehe ich es mich versah, war ein Nachmittag herum und das Buch halb durch. Am nächsten Tag lief es ähnlich: Ich wollte nur schnell ein Kapitelchen lesen, bevor ich mich wieder schwerer Kost zuwende, dann war der zweite Nachmittag herum und das Buch ausgelesen.

Die vollständige, wenn auch kurze, Besprechung zum Rosie-Projekt habe ich euch verlinkt. Ich möchte das Buch an dieser Stelle noch einmal allen meinen Leser*innen ans Herz legen.

Wie ist es bei euch? Gibt es auch so Bücher, die euch gänzlich unvorbereitet positiv überrascht oder sogar vom Hocker gehauen haben? Welche sind das? Und passiert euch das häufiger?

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30 Kommentare zu „Montagsfrage: Positive Überraschungen

    1. Schätzing? Lustigerweise ist Schätzing einer jener Autoren, der mich unterwältigt hat … Es war in meinem Fall nicht der Schwarm, sondern „Limit“, zu dem ich keinen Zugang gefunden habe, nachdem ich von „Tod und Teufel“ sehr positiv angetan war. Aber so sind die Geschmäcker halt verschieden. 🙂

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      1. Nein , nein lieber Zeilenende, Limit war abgrundtief schlecht und nach einer langen Quälerei bis Seite 200 habe ich mein Leben wieder positiv genutzt. Danach habe ich kein Buch mehr von Schätzing angefasst, doch vom Schwarm hatte ich keine Erwartung und doch war es sehr unterhaltsam 🙂

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  1. Da ich die Montagsfrage morgen auslasse – warum nur? – gibt es hier eine kurze Antwort: Tatsächlich überraschen mich Bücher wenn leider eher negativ. Ansonsten ist es eher so, dass auch ich schon vorher ein positives Grundgefühl habe, dass dann entweder verstärkt, super verstärkt oder gar nicht verstärkt wird …. 🙂 Viel Spaß beim feiern 🙂

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      1. Was mich als Jugendliche abgeschreckt hat, war die Verfassung als Briefroman: Das erste Kapitel ist noch in Erzählform (Hauptfigur im Waisenhaus, die Entscheidung, wie ihre Zukunft weitergeht, nämlich dass sie aufs College darf), danach wirklich reine Briefform.
        Es ist in der Tat ein Coming-of-Age-Roman, man erlebt die Entwicklung der jungen Waise, die quasi gar kein „nicht-waisisches“ Leben kennt, in einer postpubertären Phase, zu einer weltgewandten, jungen Frau. Was im Wiki-Artikel nicht erwähnt wird ist, dass es sich auch um einen Liebesroman handelt (da müsste ich jetzt aber spoilern).
        Im Nachgang fand ich es toll. Diese Erzählungen, die Entwicklung der Hauptfigur mitzuverfolgen, wie die Hauptfigur die Welt sieht, war einfach mal was ganz anderes für mich 🙂
        P.S.: Auf keinen Fall den Film von 1955 mit Fred Astaire schauen. Astaire in allen Ehren, aber das Stück war GROTTIG!

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  2. Meist dürfte es ja umgekehrt laufen – die Erwartungen sind da, aber das Buch erfüllt sie nicht. Vielleicht sollte man das gelegentlich bewusst machen, dass man sagt: Ich lese jetzt mal ein Buch, das ich doof zu finden glaube, und lasse mich überraschen. 😉
    Tatsächlich habe ich allerdings eine positive Überraschung mit Harry Potter erlebt. Dem bin ich mehrfach ausgewichen – aber irgendwann hab‘ ich’s nicht mehr geschafft. Und tatsächlich war ich beeindruckt – sowohl von der Geschichte als auch vom Sprachwitz. 🙂

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    1. Du meinst, wir sollten morgen alle mal die Buchhandlung stürmen, das Regal mit den „Frechen Frauen“ plündern und hoffen, dass es gut ausgeht? *g*
      Tatsächlich sind meine Kontakte zu Fantasy-Literatur ja meistens dergestalt, dass ich denke „Mal sehen, was da an Blödsinn verbrochen wird“ – dummerweise werden die Vorgefühle immer bestätigt.

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  3. Bei mir war es um ehrlich zu sein das Drehbuch zu Fantastische Tierwesen und wo sie zufinden sind. Ich war als ich es mir kaufte etwas Skeptisch da mich das Drehbuch zum „Achten“ Harry Potter Teil maßlos enttäuscht hat. Naja und dann einpaar Stunden später hatte ich das Buch durch und war positiv Überrascht

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  4. Das ist ja mal ein toller Beitrag. Tatsäglich passiert mit sowas ab und zu mal, aber dann komischer Weise immer im Urlaub. Eins dieser Bücher ist: Das Weihnachsglas von Jason F. Wright. Ich wollte nur mal reinlesen und bin nicht mehr davon weggekommen. Es ist sooooo schön. LG Ela☕

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      1. Puh … Ich kann immer was empfehlen … Wenn es in die Richtung gehen soll wie Rosie ist es allerdings schwierig. Aus der Ecke habe ich zuletzt wenig gelesen. Zuletzt angesprochen haben mich Ben Aaronovitch (Die Flüsse von London), Jasper Fforde (Der Fall Jane Eyre) und Arthur C. Clarke (2001). Zwei Mal eher Fantasy, einmal Science Fiction.

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  5. Mir ging es mit dem „Rosie-Effekt“ auch so. Es ist nur aus Versehen in meinen Händen gelandet, denn egtl. dachte ich, dass wäre eher was für meine Mutter als für mich.
    Falsch gedacht.
    Der zweite Band hat mich nicht so überzeugt.

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