Wer mit seiner Technik nicht umgehen kann, schreibt einen Kommentar zu einem Rezept und präsentiert ein völlig anderes. Heute gibt es deshalb Gedanken zu Müsli als Zutat und ein Rezept für Tabbouleh. Hat nichts miteinander zu tun außer meiner Lust auf den Kommentar und dem Vorliegen von Bildern für das eigentliche Rezept. Versteht ihr nicht? Lest weiter.

Backbuchautoren haben einen merkwürdigen Humor. Da bekommt ein Rezept für Kekse mit Cremefüllung den Untertitel „Frühstück to go“, nur weil ein Bestandteil des Rezepts Müsli ist. Zu gleichen Teilen besteht der Teig allerdings aus Butter. Und auf zwei Teile Müsli kommt zudem noch ein Teil Zucker. Gefüllt wurden die Kekse übrigens mit einer 1:1-Mischung aus Mascarpone und Schlagsahne.

Man kann sich leicht vorstellen, dass das durchaus als Frühstück taugt, wenn man jeweils zwei Kekse mit einem großzügig gefüllten Esslöffel Mascarpone-Sahnecreme füllt. Zumindest wenn man einen Magen hat, der solche Mengen Fett am frühen Morgen bereits erträgt. Mein Magen empfand den Versuch als beleidigend und stand kurz davor, sich zu übergeben. Deshalb habe ich im Backbuch den Untertitel kurzerhand durchgestrichen.

Ich hätte euch dennoch gern das Rezept präsentiert. Dummerweise wählte ich die Bilder aus und klickte nicht auf „Teilen“ sondern auf „Löschen“. Und in meiner Unachtsamkeit bestätigte ich den Löschvorgang. Weg waren die Bilder. Aber ich fand den Kommentar so gut, dass ich ihn dennoch schreiben wollte. Und … Nunja … Ich hatte noch Bilder vom Tabbouleh-Machen.

Tabbouleh ist für mich ein Standard-Salat für Buffets oder Grillfeste. Aber das Rezept ist simpel und eine echte Geschichte gibt es dazu auch nicht. Außer der, dass ich keine frische Minze zur Hand hatte und kurzerhand für Dill als zweiten Aromaträger optierte. Da dachte ich mir: Muss ein Wink des Schicksals sein, dann kombinierst du beide Beiträge einfach. Tabbouleh ist ohnehin gesünder als die Kekse. Und es eignet sich zum Frühstück. Oder in der Lunchbox für ein Mittagessen auf der Arbeit. Wenn man nicht – wie ich – notorischer Obst-und-Joghurt-mit-Müsli-zum-Mittag-auf-Arbeit-Esser ist.

Ihr benötigt:

  • 200g Bulgur
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 4 Zweige frische Minze
  • 1/2 Gurke
  • 4 Frühlings- oder Lauchzwiebeln
  • 2 Fleischtomaten
  • Saft von zwei Zitronen
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Die Sache ist relativ einfach: Man setze den Bulgur mit 1/2l Wasser auf, salze sparsam, bringe das Ganze zum Kochen und lasse es etwa 10 Minuten köcheln. Dann ziehe man den Bulgur vom Herd und lasse ihn die restliche Feuchtigkeit aufsaugen.

In der Zwischenzeit würfle man Gurken und Tomaten, schneide die Frühlings- oder Lauchzwiebeln (je nach Saison) in Stücke, presse Zitronen, hacke Petersilie sowie Minze und mische den Zitronensaft mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, der Petersilie und der Minze für ein Dressing. Oder nehme Dill, wenn man keine Minze hat und Dill mag.

Anschließend lockere man den Bulgur mit einer Gabel auf und vermische Bulgur, Gemüse und Dressing miteinander. Dann lasse man den Salat noch etwa eine Stunde lang ziehen und erfreue sich dann an einem erfrischend leckeren Essen.

14 Kommentare zu „Kein Frühstück to go, stattdessen Salat

  1. Das Geschmadder von Keksen mit Füllung kann ich mir regelrecht vorstellen – to go, in einer vollen Bahn, geradezu eine Katastrophe biblischen Ausmaßes …
    Dann doch lieber ein Döschen köstlichen Taboulehs! Bestandteile des Beitrags haben also durchaus Bezug zueinander und Praxiswert für LeserIn. ;o)

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  2. Leggä 😋 ich hatte mal, in Ermangelung von frischer Minze, ein paar Schlucke….wirklich nur ein paar, das es schön konzentriert ist, Minztee bereitet für die Salatsauce….ersetzt natürlich nichts frisches….war aber auch fein 😊

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    1. Der Unterschied ist nicht weltbewegend. In erster Linie ist Bulgur eine Zutat in der Küche des Nahen Ostens und Couscous im afrikanischen Raum beheimatet. Couscous wird aus verschiedenen Getreiden hergestellt (meistens Hartweizen, Hirse geht aber auch, Gerstencouscous habe ich auch schon gesehen), Bulgur ist so wie ich ihn kenne aber immer aus Hartweizen. Ansonsten ist Couscous Grieß (wird also gemahlen) und Bulgur ist eine Grütze, wird also geschnitten. Geschmacklich ist es einigermaßen gleich und ich nehme auch immer das, was gerade da ist. ^^

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