Jeden Montag stellt das Buch-Fresserchen seine Montagsfrage zu Lesegewohnheiten, (fast) jeden Dienstag bemühe ich mich um eine Antwort auf ihre Frage. Alle meine Antworten gibt es im Archiv. In dieser Woche heißt es:

Bloggst du eher spontan oder planst du lieber was du wann veröffentlichst?

Spontan

Ich schreibe spontan. Ich sehe Montags morgens die Montagsfrage und haue vor der Arbeit noch schnell in die Tasten, damit die Antwort fertig ist, wenn ich aus dem Haus gehe. Klappt sogar meistens ganz gut. Ebenso schreibe ich alle anderen Texte relativ spontan. Wenn ich Zeit habe, setze ich mich hin, fange entweder an zu schreiben oder ziehe einen Zettel aus meinem Kasten mit möglichen Blogideen, die ich da abgelegt habe.

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Halb Spontan

Okay, wer das aufmerksam gelesen hat, wird stutzen. Ideen abzulegen ist ja nicht wirklich spontan. Aber meine Ideen kommen in Schüben und dann wochenlang nichts. Dafür könnte ich an einem Wochenende problemlos 20 Blogbeiträge runterschreiben, wenn die Ideenschleuse gerade geöffnet hat. Das ist anstrengend und mit meinem Leben nicht vereinbar. Von daher versinken manche Ideen in einen Winterschlaf oder müssen reifen.

Nicht spontan

Und wenn es dann ans Planen geht, ist hier überhaupt nichts mehr spontan. Ich habe einen festen Veröffentlichungstakt und stark unterschiedlichen Output. Aus dem Weihnachtsurlaub habe ich bestimmt sechs oder sieben Rezeptbeiträge mitgebracht, die ich natürlich nicht alle gleichzeitig veröffentliche, sondern fein säuberlich auf die Halde lege, wo sie auf Veröffentlichung warten. Gleiches gilt insbesondere für die Medienbesprechungen. Sagen wir es so: Manche der Beiträge können durchaus ein halbes Jahr alt sein. Oder mehr. 😉

Das finde ich nicht schlimm, gerade bei den informierenden Beiträgen. Aber auch bei den unterhaltenden. Ich mag die Kontinuität in meinem Blog, dass im Schnitt jeden Tag ein Beitrag online geht und er immer eine kleine Wundertüte ist. Klar: Jeden Dienstag die (geplante, da seht ihr mal, wie spontan ich dann bin, nachdem ich geschrieben habe) Montagsfrage, Donnerstag und Freitag mit der Medienbesprechung und dem Rezept der Woche (beide Kategorien haben mittlerweile auch Übersichtsseiten, falls ihr einmal etwas nachlesen wollt), Sonntags meistens ein spontaner Beitrag.

Wenn ich Sonntags daheim am PC sitze und mir nicht gerade ein Buch-Date in die Quere kommt, sind meine Sonntagsbeiträge einigermaßen spontan und ungefiltert: Fertig, veröffentlichen. Alles andere ist geplant und über die Woche verteilt. Für mich, damit hier regelmäßig etwas passiert und ich motiviert bleibe, regelmäßig etwas zu schreiben, aber auch für euch: Der geographische Blödsinn zum Lake Disappointment hat mich nämlich zu einer kleinen Beitrags-Sequenz inspiriert. Alle drei gleichzeitig oder direkt hintereinander weg zu veröffentlichen, fände ich aber anstrengend. Sie bauen ja nicht aufeinander auf, sondern haben nur eine thematische Klammer. Deshalb plane ich: Ich verzettel mich nicht, bleibe motiviert und erschlage euch nicht mit zu viel auf einem Punkt.

Wie ist es mit euch? Planer oder spontan unterwegs? Und – davon abgesehen, dass ich viel zu viel veröffentliche mit meiner täglichen Frequenz – wie gefällt euch die Kontinuität (jeden morgen um 6:00 ein neuer Blogbeitrag, sonntags später) plus Themenaufteilung hier im Blog momentan?

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23 Kommentare zu „Montagsfrage: Spontan verplant

  1. Ich finde es eher beeindruckend, dass du tatsächlich deine tägliche Frequenz einhalten kannst. Ich denke kaum, dass sich jemand über deine informative, amüsante Schreibe beschweren könnte. 😉
    Statt Zettelkasten benutze ich eine Ideenliste, ( Ich und Listen? Was für eine Überraschung.) wobei ich dein Kastensystem fast besser finde. Da lässt sich auch der Autor überraschen. Idee wird zu Probezwecken geklaut.

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    1. Bitte gern. Die Zettelkastenidee kam mir, als ich nicht mehr Herr meiner lose verstreuten Post-its auf dem Schreibtisch war. Da musste was geändert werden.

      Eigentlich irgendwann mal einen Beitrag wert.

      Siehst du? So entsteht die Frequenz. *gg*

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  2. Heute Morgen fiel es mir gleich auf – nix vom Zeilenende da! Ach ja, es war auch erst halb 6. Also von daher, wären für mich tägliche Beiträge auch schon vor 6 Uhr o.k.
    Sonst kann ich nix bemäkeln 😉
    Ich selbst bin eher geplant chaotisch (also man kann damit rechnen, dass es nicht nach Plan läuft), aber das liegt nicht an mir, sondern daran, dass mit Kindern Planung tatsächlich immer auch einen Plan B erfordert und C und D und alle schöne Buchstaben, damit es nicht für ’n A ist 😉 Das behaupte ich jetzt einfach, damit ich nicht zugegeben muss, dass ich Organisation zwar überaus schätze, aber viel zu anstrengend finde und sie nicht zu meinen Stimmungen passen würde (ich halte es mit The Verve „I’m a million different people from one day to the next“ – wie soll ich bitte für 1000000 – so viele Nullen – planen?!)

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    1. Für die 6 Uhr gibt es einen einfachen Grund: Ich stehe unter der Woche um 6 auf, wenn ich bis zum Weckerklingeln schlafe. Und am Samstag bin ich nicht viel später … Oder gehe gerade ins Bett. *gg* Ich winke also meinem Blogbeitrag gern zu.
      Was The Verve aber betrifft: Ich lasse meine Persönlichkeiten schreiben, planen tut aber nur der Zwangsneurotiker in mir. 😉

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    1. Der Versatile Blogger Award ist so einer der Awards, die wohl eher was für Themenblogs als Blick hinter die Kulissen taugen. Ich hingegen verblogge ja alles Wissenswerte über mich bereits. Ich würde also bloß Dinge wiederholen, mir zukünftige Blogbeiträge verbauen oder Dinge verraten, die ich bewusst aus dem Blog halte. Deshalb sage ich „Danke!“ – ich freue mich über Nominierungen immer … Aber muss leider ablehnen. Wenn du einen Liebsten oder einen Tag hast: Den nehme ich gern. 😉

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    1. Sorry, aber wieso? Warum machst du das so?
      Blogge doch einfach mal locker vor dich hin… um es mal humorvoll zu nehmen..
      Mir fällt noch ein Spruch für dich ein:
      Wer bloggert so spät noch im Bloggerloch, es ist der Blogger, der bloggert noch. Pausen kannst du immer noch…

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  3. Guten Morgen,
    ich sitz hier wie jeden Morgen, trinke T und rauch eine.
    Nur wer kreativ ist handelt spontan. Eine Sache, die man nicht plant und über die man nicht lange nachdenken muss.
    Das ist bei mir genauso, mir fällt was ein und ich mache es. ZB bau mir was oder repariere was, rein handwerklich, wie zB auch Kochen etc.pp…
    Beim Bloggen hab ich auch immer spontane Einfälle. und dann geht`s ans Recherchieren, weil ich auch über Persönlichkeiten und alles andere schreibe. Jetzt geht`s mal wieder um Fotos und Copyrights und um Einverständnis fragen. Da brauch ich erst mal Telefonnummern, weil ich sowas nur persönlich abspreche. Jetzt bin ich nur noch ungeduldig… und freue mich, dass ich das hier mal losgeworden bin.
    Ehrlich gesagt, weiß ich jetzt nicht genau, wo ich gelandet bin und muss mich hier noch ein wenig umsehen.
    Damit übergebe ich zu einem spontanen Artikle aus meinem täglichen Leben, den ich hier gerne teilen will:
    https://4alle.wordpress.com/category/persoenliches/
    Gute Woche noch!
    Jürgen aus Loy (PJP)
    P.S. Spontaniker, immer spontaniös unterwegs, als kleine spontane Wortschöpfung. Und ohne Humor läuft bei mir gar nichts:
    https://4alle.wordpress.com/category/humor/

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    1. Es gibt durchaus auch unkreative spontane Menschen. Die haben ein beschränktes Verhaltensrepertoire, entscheiden aber dennoch zufällig daraus, was sie tun. Umgekehrt gibt es durchaus kreative Menschen, die herrlich unspontan sind, sondern eher Zwangsneurotiker. 😉
      Wo du hier gelandet bist? Bei mir: Gestatten: Zeilenende, unspontan und dennoch kreativ, handwerklich unbegabt, dafür in der Küche ein As. Und seine Telefonnummer nur für Dates herausgebend. 🙂

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  4. Ich habe immer ein Notizbuch dabei, wo ich schnell mal eine Idee festhalten kann. Die meisten Entwürfe schreibe ich auf der Arbeit, weil ich dort sonst vor Langeweile umkommen würde. Die fertigen Beiträge lasse ich dann ca. alle sieben Tage (geplant) veröffentlichten.

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