Vor ewig langer Zeit war es guter Brauch auf diesem Blog, dass ich antizyklisch gebloggt habe. Als Reminiszenz werde ich den nachweihnachtlichen Wahnsinn dazu benutzen, einen Blick zurück zu werfen und die Geschichte der Geschenke erzählen.

Geschenke sind, machen wir uns keine Illusionen, inhärenter Bestandteil des Weihnachtsfestes. Schon in der Bibel gab es Huldigungen, Socken aus Schafswolle, Gold, Weihrauch, Myrrhe, einen Ausflug nach Ägypten und bestimmt auch irgendwas von den Onkels und Tanten, was viel Krach gemacht hat.

Heutzutage kommt man mit vielen dieser Dinge nicht mehr weit. Okay, die Socken und den Weihrauch würde ich nehmen, aber Huldigung verlange ich das ganze Jahr über, sonst würde ich nicht bloggen. Nichtsdestotrotz muss Weihnachten natürlich nicht zum Fest des Konsums verkommen. Es muss nicht der Dreikaräter am Ring sein, ich gebe mich auch mit zwei Karat zufrieden.

Damit man mir auch das richtige Geschenk macht, schreibe ich einen Wunschzettel. Ich erzählte bereits davon. Genauer: Ich schreibe einen Brief an das Christkind. Weil das Christkind die Geschenke bringt. Der Weihnachtsmann ist für die koffeinhaltigen Erfrischungsgetränke zuständig.

In diesem Brief reflektiere ich gern das vergangene Jahr, was ich hier im Blog auch noch tun werde, allerdings erst morgen, wenn das Jahr vorbei ist. Man weiß ja nie, was noch passieren wird. In meinem Weihnachtsbrief ans Christkind blicke ich ein wenig weiter zurück, bis zum letzten Weihnachten. Deshalb schreibe ich den Brief auch, das macht mir Spaß und ist besinnlich. Der Wunschzettel ist mehr ein nettes Zubrot für Menschen, die mir etwas schenken möchten. Denn ohne Wunschzettel lebt es sich schlecht.

Das merke ich umgekehrt immer – und zwinge deshalb mein Umfeld, mir Wunschzettel zu schreiben, wenn sie von mir ein Weihnachtsgeschenk erwarten. Denn mal ehrlich. Das Christkind ist ein übersinnliches Wesen. Wenn das schon nicht ohne Briefe kann, wie soll ich dann, selbst wenn ich Hellseher wäre, passende Geschenke finden?

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25 Kommentare zu „Geschenke #1: Wunschzettel

  1. Verlegenheitskrawatten und Last-Minute-Socken waren mir bereits aus dem Geschenkebrauchtum der Jetztzeit bekannt. Aber nun bei Ihnen zu erfahren, dass schon der Bibel von ‚Socken aus Schafswolle‘ als ‚Huldigung‘ die Rede ist – köstlich! So geht das Jahr erheitert seinem Ende zu.

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