Das Buch-Fresserchen verabschiedet sich mit einer offenen Montagsfrage aus diesem Jahr. Für mich heißt das, in der kommenden Woche wird es hier den Proust-Fragebogen geben. Und in dieser Woche habe ich mich für die allererste Montagsfrage ever(?) entschieden, weil sie so schön passt: Hast du an den Weihnachtstagen Zeit zum Lesen?

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Ja! Was aber an der besonderen Konstruktion dieses Weihnachtsfestes liegt. Ich werde nämlich am 24. morgens gegen 09:00 meine Heimat verlassen und in die Heimat fahren. Inklusive Umsteigen (und weil die Züge an diesem Tag komisch fahren) brauche ich vier Stunden für die Strecke (statt der gewohnten ca. 2,75 wenn es schnell geht). Vier Stunden Zeit zu lesen. Ich bin da ja schmerzfrei, solange ich ein Buch vor meine Nase bekomme, ist da auch ein Buch. 5 Nanometer Abstand zur Nase reichen völlig aus.

Und nein, ich habe natürlich keinen Sitzplatz reserviert, weil ich hoffe, dass zu solch nachtschlafenden Zeiten niemand Zug fahren will.

Kaum zu Hause angelangt, werde ich in die Küche marschieren und diese nur unter Protest und zur Bescherung verlassen. In diesem Jahr werde ich auch die Heilige Nacht in der Küche zelebrieren. Klingt fast genau wie Kirche, wird also niemandem auffallen.

Ziel der Übung ist natürlich, am 1. Weihnachtstag ein schmackhaftes Mahl mit Rotkohl zu servieren. Und Rotkohl muss ebenso wie der dazugehörige Wildbraten am Tag vorher präpariert werden. Der Rotkohl sogar komplett gekocht, weil er aufgewärmt besser schmeckt.

Am 1. Weihnachtstag werde ich morgens in der Küche aufwachen, um die Beilage zuzubereiten, von der ich noch keine Ahnung habe, wie sie wird. Weil es Hefeklöße gibt, die ins Salzwasser geworfen werden. Und nicht im Dings … Ihr wisst schon. Außerdem muss ich das Drei-Gänge-Überraschungsmenü für den 2. Weihnachtstag vorbereiten … in der Küche schlafen … Und am 2. Weihnachtstag zubereiten.

Ihr seht, ich werde sehr entspannte Weihnachtstage haben, nachdem ich die furchtbare Bahnfahrt überlebt haben werde. Ich freu mich drauf. Und hin und wieder werde ich sicherlich in einem der Rezepte nachlesen, was genau ich tun muss. Falls mir dann doch zwischendurch langweilig werden sollte oder ich einmal fünf Minuten Zeit habe … Für den Fall habe ich ein paar Bücher eingepackt. Nur zur Sicherheit.

Wie ist es mit euch? Gibt es irgendjemanden, bei dem die Weihnachtszeit besinnlich UND ruhig ist? Oder ist sie auch bei euch besinnlich, aber mit familiären Daueraktivitäten vollgestopft?

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31 Kommentare zu „Lesen an DEN Feiertagen

  1. Klingt sehr ambitioniert, ich wünsche dir für das Kochen auf jeden Fall viel Erfolg. Ich backe da ehrlich gesagt lieber (was ich am Donnerstag noch tun werde, es wird nach Nachschub in Sachen Weihnachtsplätzchen verlangt).
    Und Buch vor der Nase geht immer. 🙂

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  2. Hm. Vielleicht geht ja beim Kochen was schief. Bei Rotkohl und Wildbraten kann immer was passieren. Dann hättest du die Bescherung an Ort und Stelle und müsstest die Küche nicht um der Beschorenheit willen verlassen. Damit würdest du vielleicht etwas zusätzliche Lesezeit gewinnen. 😉

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  3. Hätte ich gestern doch noch den Weg an die Tasten gefunden, hätte ich genau jene Frage beantwortet, weil sie einerseits perfekt zum anstehenden Fest passt und sich andererseits prima in meine Follow Friday Fragen einreiht. :o)
    Sollte sich mein Küchenverbot aufheben – akute Magen/Darm-Geschichte, die man zur Festvorbereitung natürlich wunderbar gebrauchen kann :o( – wäre mein Hauptaktionsbereich der Backofen. Ich liebe es, verschiedene Kleinigkeiten zu backen und dann in Klarsichttütchen mit Bändchen und Mini-Weihnachtsschmuck als Mitbringsel bzw. Ergänzungen zu Geschenken vorzubereiten. Dann müssen noch alle Geschenke verschnürt und verziert werden, womit ich vermutlich wieder 5 Minuten NACH geplanter Abfahrt fertig werde. Und dann beginnt auch schon die Reiserei zu familiären Daueraktivitäten. Also, kurzum, mit Lesen wird dat nüscht über die Feiertage! ;o)

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  4. Die wirst den Herd anbeten und das heilige Sakrament des Wasserkochens vollziehen? 😮
    Ne, also, da fröne ich lieber dem feierlichen Mahl und lass es dem Bäuchlein gut gehen. Und zur Verdauung dann aufs Bett legen und lesen. 😳

    Das mit dem Sitzplatz ist schon ein wenig optimistisch. ^^‘
    Ich drück dir die Daumen, dass du ein Plätzchen bekommst und bis dahin geusnd und munter bist! 🙂
    Ansonsten: Füße in de nwarmen Backofen legen. 😉

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    1. Meinem Bäuchlein geht es eh schon zu gut, so wie sich das die letzten Wochen gewölbt hat. Also von daher ist Nulldiät ne Maßnahme. Was aber das Sitzen angeht: Eine Stunde fahre ich eh Regionalexpress, da ist nix mit Sitzplatzreservierung. Und im ICE fahre ich tatsächlich lieber in der Tür mit. Da hat man seine Ruhe. *g*

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      1. Nulldiät?! 😯
        Nene, soweit kommt es hier zumindest niemals! *kecksemampf*

        AAh, klar, Regioexpress, da hilft nur hoffen und beten. ^^

        Das mit dem ICE würd ich von der Fahrtdauer abhängig machen. Mehr als ne Stunde wollte ich definiiv nicht stehen, eher weniger, wenn ich schon im Regio stand. :/

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