Die liebe Wili lädt dazu ein, einmal im Monat, am zweiten Donnerstag jeweils, ein Koch- oder Backbuch anhand des Rezepts auf Seite 32 vorzustellen. Deshalb auch das Rezept am Donnerstag – und die Rezension am Freitag. Dieses Mal schummle ich ein wenig und nehme das Rezept von Seite 16. Aber das hat Gründe.

In diesem Monat trifft es das „Dr. Oetker Cakes & Cookies von A-Z“. Ich gebe zu, ein großer Fan von Doktor Oetkers Backbüchern zu sein, wenn man sie zu nehmen weiß. Das heißt insbesondere die Teigmasse leicht zu vergrößern, wenn es um das Befüllen von Backformen geht. Oder die Anzahl der angegebenen Kekse. In diesem Fall gilt natürlich: Amerikanische Backwaren, also viel zu süß. Das heißt also: Alle Zutatenmengen erhöhen, den Zucker reduzieren.

Mit dieser Faustregel kommt man sehr weit und bekommt in diesem Buch eine große Vielzahl an Keks- und Kuchenvariationen. Man darf sich keine großen Überraschungen versprechen, denn auf ca. 280 Seiten kann man das Thema Kekse und Kuchen nun einmal nicht endlos variieren, zumindest nicht, wenn man einen solch engen Rahmen steckt. Während ich mit der A-Z-Reihe sonst hadere (Vegetarisch von A-Z ist ein Totalausfall) stört die Sortierung von A bis Z hier nicht sonderlich, weil man auf einer beliebigen Seite aufschlagen kann und ein Keksrezept findet, das man bedenkenlos ausprobieren kann. Und man in diesem Fall eben kein Drei-Gänge-Menü plant, wo man sich eine Gliederung nach Vorspeise, Beilage und Keks zum Kaffee wünschen täte.

Es ist so, dass ich dringend Kekse backen musste. Weil wir erhöhten Schokoladenkonsum verzeichneten. Und ich daran teilhatte. Merke: Ohne Schokolade denke ich nicht. Eigentlich ohne Kekse, weil die drei K mein Antrieb sind. Aber ich nehme auch Schokolade. Die letzten Wochen habe ich mich ständig an der Schokolade der Anderen vergriffen. Ein unhaltbarer Zustand. Und wir konnten alle Nervennahrungs-Nachschub vertragen.

So begab es sich, dass ich anlässlich des Allerheiligenfestes Zeit hatte, Kekse zu backen und buk Kekse. Was nicht so einfach war. Ich wollte mit den Keksen nämlich auch das Buch vorstellen. Und schlug es auf Seite 32 auf. Und auf Seite 64. Auf Seite 96 wie 128 und auch 160 … Selbst die Seiten 132 und 232 warteten mit … Kuchenrezepten auf. Gut, einmal waren Cake Pops dabei. Aber die mache ich aus Prinzip nicht. Ich resignierte schon fast, dann stieß ich auf S. 16 auf ein Rezept für Apfelkekse. Ich dachte bei mir: Super. Nur leider ohne Schokolade. Und so wenig. Also aß ich einen Schokoriegel und buk die dreifache Menge.

Wenn ihr klein anfangen wollt, benötigt ihr für 8-9 große Cookies:

  • 1/2 Apfel
  • 75g Butter
  • 80g braunen Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 80g Mehl
  • 1 Msp. Natron
  • 2 EL kernige Haferflocken
  • 50g gehackte Mandeln
  • 25g getrocknete Cranberrys

Ich backe gern Cookies, weil sie recht unkompliziert sind. Im vorliegenden Fall schneide man den Apfel in Stifte,

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vermische die Zutaten von Mehl bis Cranberrys miteinander und stelle den Zucker bereit.

Dann rühre man die Butter schaumig und lasse den Zucker einrieseln,20161101_164143.jpg

um anschließend das Ei folgen zu lassen, das etwa eine Minute gerührt werden will.

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Wenn ihr die dreifache Menge macht, werdet ihr beim nächsten Schritt feststellen, dass eure Rührschüssel sehr eng bemessen ist. Denn nun wollen die Mehlmischung und die Apfelstücke in den Teig.

Mit viel gutem Willen und erst händischem, dann maschinellem Unterrühren ist es mir gelungen. Gerade wenn man die Apfelstifte so wie ich ein wenig grobmotorisch geschnitzt hat, sollte man auf die Bearbeitung mit dem Handrührgerät aber durchaus nicht verzichten.

Mit zwei Esslöffeln drapiert ihr dann Teig auf Backbleche und/oder Backofengitter (weil ihr nur ein Backblech habt) und backt die Kekse bei 180° Heißluft (weil ihr so viel Teig habt, dass ihr beide „Bleche“ in mehreren Durchgängen braucht) etwa 15 Minuten lang.

Das Ende vom Lied? Sagen wir es so: Ein Teil der Kekse ist mir unten rum etwas zu dunkel geworden. Das hat sie nicht daran gehindert, am nächsten Tag so saftig zu sein, dass man diese Dinger schon gar nicht mehr als Cookies bezeichnen konnte. Es mag an der Apfelsorte gelegen haben. Braeburn ist vielleicht für diese Art Apfelgebäck nur bedingt geeignet. Aber Versuch macht ja kluch. Und es gibt Rezepte in diesem Buch für Kekse mit dreierlei Schokolade.

Beim nächsten Mal backe ich also einfach Schokoriegel in Keksform. Oder Kekse in Schokoriegelform. Oder Kekse mit Schokoriegeln. Ich glaube, auch dafür hat das Buch ein Rezept. Als Inspirationsquelle ist es also nicht zu unterschätzen. Und selbst wer massiv unterzuckert ist, hat das Problem nach der Lektüre von 2-3 Rezepten aus diesem Buch auch nicht mehr. 😉

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21 Kommentare zu „Schoko-Ersatz auf Seite 32

  1. Mit Cookies werde ich nicht recht warm…ich mag so richtig keksige Kekse (auch mit Schoko natürlich) und ich mag Kuchen…saftige Kekse sind nix für mich. Aber dafür habe ich jetzt Hunger auf Apfelkuchen…oder Bountykekse. Gibt’s Bountykekse?!? Ich muss sofort googlieren…

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  2. Die Dinger würde ich als Ersatz für gemauste Schokolade sofort akzeptieren. 🙂
    (Korrekt müsste es wohl SCHOCKolade heißen – so im Stil: «Huch! Wo ist der Süßkram abgeblieben?!?» Aber solange noch Kuckis da sind, ist das ein furchtbar untergeordnetes Problem.)

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  3. Cookies sind so gar nicht mein Ding. Und Äpfel in Keksen finde ich auch irgendwie komisch. Ich bin da doch eher der klassische Rührteigfan, wenns um Äpfel geht. LG Ela☕

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