Das Buchfresserchen lädt zur Selbstentblößung ein. Deshalb habe ich mich für diesen Beitrag nackig gemacht, auch wenn es recht frisch ist. Immerhin sitzt Moritz – neue Marotte – auf meinem rechten Arm. Ich tippe also einhändig. Thema heute: Welche fünf Eigenheiten verraten dich als Buchliebhaber?

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  1. Wenn ich andere Menschen besuche, bewundere ich sehr schnell ihre Bücherregale oder blicke mich so lange suchend um, bis ich ihre Bücherregale entdeckt habe. Notfalls gehe ich in die Küche, um ihre Kochbuchsammlung zu studieren oder schließe mich auf dem Klo ein, um die Zeitschriftenauswahl zu durchstöbern (Da tun sich echte Abgründe auf! Menschen jenseits der 50, die die BRAVO auf der Toilette haben, kann ich nicht ernst nehmen, solange sie nicht über Jugendkultur schreiben.)
  2. Ich habe ein Buch dabei, wenn ich das Haus verlasse. Auch wenn ich nur drei Stationen mit der U-Bahn fahren muss, um mein Ziel zu erreichen. Diese drei Stationen sind Quality Time, in denen ich lese.
  3. Ich liebe es, (Sach-)Bücher durchzublättern und mich an Gestaltung oder Stil zu erfreuen, selbst wenn mich das Thema nicht interessiert. Spätestens nach fünf Minuten hat mich das Thema dann doch gepackt und ich lese mich irgendwo fest.
  4. Ich schaue beim Bügeln Literatursendungen, damit ich der verlorenen Lesezeit nicht allzu stark hinterher trauere.
  5. Ich habe Lieblings-Buchhandlungen und suche diese auf statt der nächstgelegenen, wenn ich neue Bücher brauche. Auch wenn das einen weiten Weg bedeutet. Den kann man ja zum Lesen benutzen.

Wie ist es mit euch? Auch im Besitz merkwürdiger Marotten, die euch outen? Oder mit der BRAVO auf der Toilette ausgestattet?

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29 Kommentare zu „Lesemenschs Marotten

    1. Tendentiell ja, aber Hörbücher sind bei mir nur phasenweise interessant. Ich habe momentan eine Phase, in der ich mir denke: „Ich bin zu alt, um mir etwas vorlesen zu lassen. Das kann ich selber.“ Da ist Denis Scheck die bessere Alternative. Und den Rest nehme ich so mit. 😉

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  1. Das mit der BRAVO würde mich ebenfalls bedenklich stimmen. Aber wozu Zeitschriften auf der Toilette gut sein sollen, werde ich in diesem Leben eh nicht mehr verstehen, selbst bei National Geographic (dem ich GEO vorziehe).
    Beim Bügeln geht am besten Hörspiel oder hören oder falls was im Radio kommt, eine zeitlang habe ich oft mittwochs zur Kabarettsendung im DRadio oder sonntags zum Sonntagsspaziergang gebügelt. Vorgelesen bekommen mag ich nicht, und ich hatte schonmal über ein Lesepult nachgedacht, aber das würde genauso schief gehen wie Fernsehen. Ich muss dummerweise beim Bügeln hinsehen und Fernhöre deswegen eher, dafür sind aber die wenigsten Sendungen geeignet. Literatursendungen sind mir ehrlich gesagt zu intellektuell. Beim literarischen Quartett reagiere ich etwas über, sobald der FAZ-Mensch den Mund öffnet.

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    1. Ich kriege ja von allen dreien Zustände, weil sie auf ihre Art anstrengend sind. Deshalb ist Denis Scheck immer meine erste Wahl. Aber beim Radio … Ich mag „richtiges“ Radio … Aber ich habe noch keinen Sender gefunden, der so ist wie ich. *seufz*

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      1. Ich finde die WDR-Frau ganz in Ordnung, vielleicht weil ich die auch ab und zu im Radio höre, da ist sie ganz verträglich. Zurzeit am meisten stört mich im Radio die Wiederholfrequenz. Recyceln von Beiträgen ist in Ordnung, aber bitte nicht innerhalb einer Autofahrt. Und brauchbares Programm auch nach 20:00 wäre manchmal schön. Und ein Verbot von Sendungen wo Leute anrufen und Dünnpfiff labern dürfen. Und …

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      2. Ich finde Sabine Westermann ein wenig zu betulich. Was Bilder an Aggressivität zu viel hat, fehlt ihr. Aber die beiden gleichen sich wiederum nicht aus was es nervig auf die Dauer macht.

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  2. BRAVO auf Toilette? Maximal hört – nicht liest – man so etwas, nach beendeter Verstopfung oder wenn ein Juniorexemplar der Zweibeiner die Aussparung getroffen hat, oder täusche ich mich da? ;o)

    Punkt 3 stelle ich bei mir selbst hingegen immer wieder fest, Thema egal, das Auge liest mit!!! :o)

    LGP

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  3. Aufm Klo lesen? 😮
    Sowas geht? Ich nutze die Zeit, um geistig auf Leerlauf zu schalten. 😀

    Was die Bücherregale betrifft, kenn ich, mach ich auch so. Also halte deine mal bereit. 😛
    Achja, und bitte mehr Bilder von Moritz, du weißt ja, das Internet wurde nur geschaffen, um den Katzen zu huldigen. 😉

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  4. Ich habe sicher einige Marotten und Lesbares, aber nicht in der Kamerikausstellung, meine Kochbücher (alles Geschenke) verstauben in irgendeiner Ecke und warten darauf, dass mir doch noch eines Tages die Inspiration ausgeht und die Bücherregale sind voll mit schwerster geschichtlicher Kost der letzten 2500 Jahre. Dafür habe ich eine permanente Kunstausstellung zu Hause, aber wiederum auch nicht in den Sanitärräumen. Immerhin bin ich ein ordentlicher Kauz 😉

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    1. Werter ordentlicher Kauz!
      Unsereiner vermag es überall zu tun. Lesen nämlich in jeglicher Lebenslage.
      Was die Sanitärräume anbelangt, so ist das oftmals der letzte Rückzugsort der Spezies Mama, wo sie das Recht auf Einsamkeit durchzusetzen vermag. Calvin und Hobbes trösten mich darüber hinweg, dass ich nicht alleine bin mit meinen Sorgen und Nöten. Sogesehen ist das mein zwei Quadratmeter Panikraum. 😂

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