In jeder Woche stellt das Buchfresserchen eine Lese-Frage. Ich habe davon mittlerweile schon so viele (mit dieser hier sagenhafte 63), dass sie sogar schon seit langer Zeit eine eigene Kategorie im Blog bekommen hat. Auch in dieser Woche gibt es was zu berichten – über Einzelbände, die ich lesen will.

Die Frage mag ein paar von euch Leser*innen erstaunen, mich erstaunte sie nur ein klein wenig. Die Seriomanie ist aber ein Genre, das sich seit Jahrzehnten in der Science Fiction bewährt hat (dort nennt man es gern einen Zyklus) und spätestens seit Harry Potter DIE Veröffentlichungsform im Fantasy-Bereich ist. Spätestens wenn ein Buch, das als Einzelband geplant war, durchschlagenden Erfolg hatte, wird aus ihm eine Reihe mit Prequel, Sequel, Reboot und Spin-Off, wenn lohnenswert.

montagsfrage_banner

Während ich an dem hochauflösenden Montagsfragenbanner dran bin, muss ich zugeben, auf die Frage wahrscheinlich ähnliche Antwortschwierigkeiten wie die notorischen Reihenleser*innen zu haben. Denn ich habe für dieses Jahr neben dem Buchdate und meinem aktuellen Buch (dem Auftakt einer Reihe …) nur noch ein Buch auf der Leseliste und dabei handelt es sich um Band IV der sechsbändigen Nietzscheausgabe aus dem Hanser-Verlag. Darin versammeln sich „Jenseits von Gut und Böse“, die „Genealogie der Moral“, „Ecce Homo“ und „Der Antichrist“. Man erkennt leicht, dass Nietzsche Philologe war und ein Händchen für den Spannungsaufbau mittels der Titel seiner Werke besaß, gell? 😉

Okay, eine Werkausgabe baut im Unterschied zu einer Reihe nur höchst selten aufeinander auf und man kann das spätere Werk auch ohne Kenntnis des früheren Werkes durchaus lesen und verstehen. Dennoch wird es einfacher, wenn man mehr von einem Autoren gelesen hat und die Spätschriften nicht gleich als erstes angeht.

Das war jetzt sehr enttäuschend für euch, oder? Nun, daran kann ich leider nichts ändern. Ich kann euch natürlich ein paar Titel von meinem SuB zuwerfen, aber dann haltet ihr mich bestimmt für verrückt … Hier stehen: „… und sagte kein einziges Wort …“ von Heinrich Böll, „Der Herr Kortüm“ von Kurt Kluge, „Das Vorbild“ von Siegfried Lenz und „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt einträchtig ein einer Reihe, ohne durch eine Reihe verbunden zu sein. Gleich daneben steht allerdings ein Reihen-Doppelband: „Bitte Einzelzimmer mit Bad“ und „Das mach‘ ich doch mit links“ … Evelyn Sanders mag zwar nicht schwer und tiefgründig schreiben, aber sie kann leicht formulieren und ist witzig. Man muss sich ja nicht ständig überanstrengen.

Und ihr so: Lest ihr vorwiegend Einzelbände oder Reihen? Und welcher Einzelband darf es bei euch als nächstes sein?

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3 Kommentare zu „Montagsfrage: Ich lese bald …

  1. Serien sind mir grundsätzlich eher suspekt. Und gegenwärtig habe ich vor, mich in einige Musikerbiographien zu vertiefen – die sind ja zum Glück eh meist als Einzelbände angelegt. Aktuell im Starthäuschen stehen: «Hot Wired Guitar – The Life of Jeff Beck» von Martin Power und «Footprints – The Life and Work of Wayne Shorter» von Michelle Mercer.

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