Das Buch-Fresserchen fragt in der dieswöchigen Montagsfrage danach, wie wir es mit dem „kollegialen Rat“ so halten. Konkret: Wann uns zuletzt eine Empfehlung bei einem anderen Bloggerwesen dazu gebracht hat, ein Buch zu lesen.

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Wir alle, die viel und gerne lesen, kennen wahrscheinlich das Problem: Da ist ein großer Stapel Bücher. Der will gelesen werden. Man weiß nicht einmal mehr genau, woher dieser Stapel Bücher kam. Der war eines morgens da. Man hat ihn begrüßt, ihn zum Frühstück eingeladen und einen Kaffee ausgegossen, in der Hoffnung, er möge wieder gehen. Man müsse ja noch so viele Bücher lesen. Und dann seien da noch die Empfehlungen der lieben Mitblogger*innen. Aber dieser Stapel geht und geht nicht. Er zieht ein. Gegen den eigenen Willen. Und dann wächst er. Der SuB funktioniert offenbar ähnlich wie die Sache mit den Kindern.

Mein SuB schrumpft. Was daran liegt, dass ich in diesem Jahr zwar ein paar Bücher geschenkt bekommen habe und ein paar Bücher günstig gebraucht fand, aber neue Bücher habe ich nur dann gekauft, wenn ich einen Gutschein hatte. Davon abgesehen habe ich mir genau zwei Bücher gekauft: „Blauer Mars“ von Kim Stanley Robinson und „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ von Ray Bradbury.

Es gilt also: Diät erfolgreich, wenn auch sehr zu Lasten meines Wunschzettels. Denn dort tummeln sich die Empfehlungen, was ich einmal lesen könnte. Recht prominent steht da – auf Drängen gleich mehrerer Menschen – „Schwarz“ von Stephen King, der erste Band der „Dunkler Turm“ Saga, befeuert durch einen Ausschnitt, den ich in einem alten Sammelband von Science Fiction Kurzgeschichten auf meinem SuB gefunden habe.

Ich muss also gestehen: Obwohl ich gern Rezensionen lese, um abzuschätzen, ob ein Buch etwas für mich ist, gelesen habe ich wegen der SuB-Reduktionskost sehr wenig davon. Weil ich meine gelesenen Bücher momentan auch nicht um mich habe, könnte ich gar nicht sagen, welches Buch es vor „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ war. Das habe ich für das Buch-Date gelesen auf nachdrückliche Empfehlung von alienaid. Dementsprechend erscheint am Samstag auch die Rezension.

Wie ist es mit euch? Schafft ihr es, dem Anspruch gerecht zu werden, tolle Rezensionen zu lesen, um anschließend die Bücher zu kaufen und zu lesen? Oder wandern die meisten Bücher für lange Zeit auf die Liste, weil der SuB eh schon so gigantisch ist? Und welches Buch habt ihr zuletzt auf eine konkrete Empfelung hin gelesen?

 

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22 Kommentare zu „Montagsfrage: Buchempfehlungen durch Buchblogger

  1. Ich finde Empfehlungen sehr wertvoll und möchte sie nicht missen. Schon das ein oder andere Schätzchen wanderte in meinen Bücherschrank durch eine gute Rezension, dem ich ohne diese Beschreibung sicher keine Beabtung geschenkt hätte. Zuletzt habe ich den Krimi von Charlotte Link gelesen, „Die Betrogene“, und ein Fachbuch. LG Ela☕

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    1. Das finde ich gut, damit gibst du meinem Leben einen Sinn. 🙂 Wulf Bengsch vom Medienjournal hat es in seiner Antwort auf die Montagsfrage auch sehr treffend formuliert: Wir Rezensions-Schreiber, Buch- und Medienblogger sind gar nicht Adressat der Buch-Empfehlungen, wir stehen allesamt eher auf der anderen Seite. ( http://medienjournal-blog.de/2016/09/montagsfrage-welches-buch-hast-du-zuletzt-aufgrund-eines-anderen-buchbloggers-gelesen/ )

      Und zumindest ich für meinen Teil bewohne mit meinen Vorlieben eh eine Nische (und bin als Mann unter den Leuten, die über Bücher bloggen noch eine weitere Nische ^^)
      Charlotte Link ist übrigens eine der Lieblingsautorinnen meiner Mutter. 🙂

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      1. Na, das passt ja dann mit deiner Mutter😊. Ich lese sie wirklich sehr gern, leider finde ich dafür meist nur noch im Urlaub Zeit, oder wie jetzt, wenn ih krank bin. Für den Alltag stehen fachliche Sachen auf dem Programm und matürlich Blogs🤗, wie deiner. Ein bisschen Entspannung braucht ja jeder Mensch. LG

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  2. zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich gerade kaum lese. Allerdings kommt langsam der Urlaub näher, da brauche ich ein paar Bücher, die ich wohl aber dieses Jahr als Premiere via iPad & kindle App mitnehmen werde. Schande – aber so kann die Fotoausrüstung mit und ganz viel Lesestoff. Für den Strand gibt es dann noch Paperbacks vom Flughafen, bei denen Sand zwischen den Seiten nix ausmacht:) Hach. Vorfreude.

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      1. neeeee. nur schnulzenkitsch. Vampire gehen einfach gar nicht. Auch keine Handschellen und sonstige Geschichten die pseudo-Erotik mit Produkten aus dem Baumarkt kombinieren. Wenn keine Schnulzen, dann zeitgenössisch autobiografisches von Leuten, die ich eh spannend finde. Da muss ich meinen armen Kopf nicht so anstrengen 😉

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  3. Generell bin ich solchen Bücherempfehlungen gegenüber sehr freundschaftlich eingestellt. Nur habe ich bisher noch nicht die funktionierende Lesedisziplin für meine aktuelle Situation gefunden (generell eher wenig Zeit zum Lesen – und vor allem nur in stark fragmentierten Einheiten). Somit hat sich ein neues Phänomen ergeben: der SaB (Stapel angelesener Bücher). Irgendwo zwischen 50-100 Seiten kommt ein Hänger – nimmt man das Buch später wieder zur Hand, hat man irgendwie den roten Faden verloren. Und ein Neustart ist auch doof, weil einem zu vieles wie „Schnee von gestern“ vorkommt. Aktuell lese ich somit vor allem Fachliteratur – vorzugsweise solche, bei der die einzelnen Kapitel in sich abgeschlossene Einheiten darstellen.

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      1. Auch wenn es übertrieben klingt – aber eigentlich wäre ein eigenes Ministerium angemessen. Ich meine, wenn man schon für solchen Tüdelkram wie eine Armee ein extra Ministerium hat, sollte das für wirklich wichtige Dinge doch auch drinliegen? 😉

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  4. Wie ist es mit euch? — Mal so, mal so. Ich hab schon etliche Bücher durch Besprechungen entdeckt bzw. nach Rezis kauftechnisch zugeschlagen. Aber ich lese zu viele Besprechungen, um auch nur ansatzweise alles, was interessant erscheint, lesen zu können.

    Das letzte Buch, auf das ich durch Besprechungen aufmerksam wurde, war „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh:
    https://schreibkramundbuecherwelten.wordpress.com/2016/09/02/unsterblich/

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  5. Ich habe hier noch ca 20 ungelesene Bücher liegen und nochmal genau soviel auf meiner Wunschliste. Auf viele Bücher werde ich erst durch Empfehlungen aufmerksam, die ich sonst gar nicht beachtet hätte. Aber das ist auch der Grund für die lange Liste.

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  6. Hey! Echt Interessante Frage… Mhhmm. Wenn ich mir ein Buch wünsche will ich es auch lesen. Ich wünsche mir nicht blindlings irgendwelche Bücher die mir irgendjemand empfohlen hat. Nur die, die ich wirklich lesen werde. Das würde ja theoretisch heißen das mein Sub super klein ist. Ist er nicht… Das liegt größtenteils daran das ich Bücher bekomme, die mich oft nicht so Interessieren.
    LG Nick

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