An dieser Stelle, so dachte ich zumindest, würde ein Beitrag erscheinen, in dem ich erzähle, wie grässlich nervös ich bin. Es kam aber irgendwie anders.

Die letzte Woche war stellenweise sehr schlimm. Nicht wegen der Ereignisse, sondern weil ich eine gewisse Grundnervosität in mir trage, die sich manchmal aufstaut und sich dann Anlässe sucht, zu entweichen. Neue Jobs und Umzüge in unbekannte Städte sind ein guter Kanal, um der Nervosität den Weg frei zu räumen.

Genau genommen habe ich mir Gedanken über den neuen Job gemacht. Würde er meinen Erwartungen entsprechen, würde ich den Erwartungen entsprechen? Wie sind die Kolleg*innen? Schmeckt der Kaffee dort? Die ganze Bandbreite existentieller Fragen beim Jobwechsel.

Ich habe mir immer wieder gesagt: Keine Erwartungen, außer dass es gut wird, damit ich alles auf mich zukommen lassen kann, sie haben dich ausgesucht, die Kolleg*innen sind Menschen und du trinkst eh zu viel Kaffee. Geholfen hat es nicht. Glücklicherweise war ich dann am Freitag, als der Lieferwagen abfuhr, erst nervös, weil wir nicht gut durchkamen, dann weil der Aufbau nicht so klappte, wie gedacht. Ich saß zwischendurch auf dem Boden und habe mit einem Brett meines Bettes gekuschelt.

Umzugsvorbereitung.

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Doch am Abend stand zumindest alles und meine Umzugshelfer konnten sich auf die lange Heimfahrt machen. Ich konnte einräumen. Genau so wie am Samstag. Und dann stand alles. Okay, alles bis auf ein Regal, dass noch seinen Weg an die Wand finden muss. Aber das kriegen wir auch noch hin.

Dann macht man sich ja auch noch Sorgen über solche Sachen wie Heimweh und ob einem die neue Wohnung wirklich gefällt, die Leute nett sind. Das war irgendwann während meiner Brettkuschelei verflogen. Dass das Bett sich nicht so zusammenschrauben ließ wie gedacht, war die viel schlimmere Katastrophe. Als ich dann abends durch die Straßen der näheren Umgebung lief, auf der Suche nach Döner, mischte sich in die Sorgen und Wehmut das Gefühl, angekommen zu sein, daheim zu sein. In der Nacht auf Samstag habe ich deshalb beruhigt und vor Erschöpfung geschlafen wie ein Stein.

#torte … oder: Ich bin so neidisch

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Und der Samstagabend mit Alkohol und einer Geburtstagsfeier haben mir das Eingewöhnen insgesamt auch sehr leicht gemacht. Entschuldigt mich jetzt bitte, ich brauche einen Kaffee, deshalb wird dieser Beitrag auch so kurz. Bloggen direkt nach dem Aufstehen ist anstrengend. Besorgt euch jedenfalls nicht: Bei mir ist alles gut.

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27 Kommentare zu „Nervosität?

  1. Na dann….let’s get Party! Du wuppst das! Das weiss ich!!!! Und Du solltest gelernt haben den Ahnungen des Marinsche zu trauen 😉 Ich wünsche Dir den best start ever in Deinem neuen Job, liebes Zeilenende :-*

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  2. Nervosität ist doch nix schlechtes – wäre doch eher eigenartig, wenn so’n doch einschneidender Wechsel an dir vorübergehen würde, als wäre nix ^^ Von daher – auch von mir alles Gute und vor allem viel Spass im neuen Job und nette Kollegen (und guten Kaffee natürlich)

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    1. Ich neige dazu, ein wenig zu hysterisch zu werden. Also zumindest innerlich. Ich habe mich ganz gut im Griff, niemanden was merken zu lassen, aber wenn die Nervosität zum Marathonlauf wird, dann ist es halt schon anstrengend. Aber ich find es erstaunlich, wie schnell sie weg war. Da können eure guten Wünsche viel besser wirken. 🙂

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  3. Hehe. Idealer Zeitpunkt für Alkohol und Geburtstagsfeier. Wäre die Geschichte in Bogenhusten ausgeartet, hättest du die Schuld elegant auf die Nervosität schieben können. 😉
    Aber ob nervös oder bloß hibbelich – ich wünsche dir jedenfalls einen galaktischen…oder noch besser: einen KOSMISCHEN Start ins neue Abenteuer. 🙂

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    1. Gell? Dachte ich mir auch. Vor allem meine liebe Mitbewohnerin so: „Ja, kommen ein paar Leute, wir wollen grillen“ … Und das sie Geburtstag feiert, das verrät man mir dann im Laufe des Tages. Diese Lumpen. *gg*
      Ich danke dir jedenfalls, deine Wünsche hast du toll formuliert. 🙂

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    1. So muss es laufen. Gegend unsicher, schaumermal, ich liebäugel mit einer kleinen Fototour durch den Schlosspark heute Abend. Ich wollte mir eigentlich heute was angucken oder mich mit dem Aushilfsjedi treffen … Aber ich bin immer noch irgendwie derangiert, da mag ich nach dem verwirrenden Spaziergang vorhin so schnell das Haus nicht mehr verlassen.

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      1. Ich hab dein Bild schon gesehen, du kleiner Mopsfreund du! 😛
        Ich mag die Viecher irgendwie auch, so treudoof, wie die ausschauen. XD

        Warum derangiert? Was war so schlimm an dem Spaziergang? Also, abgesehen vom Stuttgarter Bahnhof? ^^‘

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      2. Der Abend davor hat erst um Halb Fünf geendet, weil meine neue Mitbewohnerin in ihren Geburtstag gefeiert hat. Und da ich nichts anderes zu tun hatte, durfte ich dabei sein. DAS hat mich derangiert.

        Was Möpse im Allgemeinen angeht, mag ich sie ja nur, wenn sie einzeln daher kommen, um Missverständnisse auszuschließen. 😉

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      3. Ah, ok. Aber positiv war doch, dass du nicht alleine warst und neue Leute kennengelernt hast. Oder? 🙂

        Möpse sind sowohl einzeln als auch in Gruppen toll. 😉
        Einmal wurde ich beim Spazieren von gleich vieren auf einmal beinahe angesprungen. Zum Glück lag das Gartentor dazwischen. XD

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      1. Das wird sich wohl noch ein paar mal abwechseln, das Gefühl. Von nervös zu total entspannt. Vielleicht hast du den Anfang aber auch schon hinter dir – wenn heute nicht wie bei mir Feiertag ist.

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  4. Hast du während des Vorstellungsgespräches etwa keinen Kaffee getrunken? Sowas muss man doch machen, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Das hätte dir jedenfalls einige Gedanken gespart 😀
    Dann mal einen Kaffee auf einen guten Start!

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