Ich bin gerade hochgeradig entspannt. Das ist erstaunlich. Ich habe bis vor fünf Minuten laut geschrien und sämtliche reale und eingebildete Götter dieses und aller weiteren Universen so nachhaltig verflucht, dass ich im nächsten Leben wohl als Stoffwindel wiedergeboren werde und mich nur mit Fäkalien beschäftigen werde.

Die Anlässe sind mannigfaltig. Deshalb habe ich beschlossen, die Grausamkeit der Welt wieder einmal schonungslos anzuprangern. Ihr fragt euch, warum der Klimawandel nicht in den Griff zu bekommen ist? Warum es Krieg auf der Welt gibt? Ganz einfach: Wenn die Welt es schon nicht schafft, die kleinen Probleme des Alltags zu lösen, wie kann man dann erwarten, dass die großen Probleme gelöst werden?

Fangen wir harmlos an. Wir alle haben sicherlich schon einmal von SEO gehört. SEO ist Search Engine Optimization. Es geht grob gesagt darum, dem Herrn Google klar zu machen, dass eine Seite zu einem bestimmten Thema immens wichtig ist. Das erreicht man, indem man möglichst viele Buzz Words, die zu einer Suchanfrage passen, in einem Text – neudeutsch Content – einbaut und sie fett macht. Dann zieht man noch ein paar

Zwischenüberschriften

ein, die auch als Zwischenüberschrift formatiert sind. Fertig ist die gelungene SEO. Okay, es ist nicht ganz so einfach. Aber es ist ein Anfang. So generiert man zumindest ein wenig mehr Traffic. Man bekommt bei besserer Positionierung in der Suchmaschine mehr Klicks und wenn dann auch noch der Content stimmt, gewinnt man vielleicht Stammleser. Die teilen dann den Content und sorgen für seine Verbreitung. Sie werden zu Multiplikatoren, die weitere Besucher generieren, was wieder vorteilhaft für das Ranking ist.

Das Dumme, liebe optimierten Content Producer: Wenn jedes f’n zweite Wort ein Buzz Word ist, das ihr unbedingt fett markieren wollt, wird es anstrengend, den Text zu lesen. Und dann habe ich keinen Bock mehr. Gerade im Blogbereich sollte man da doch ein wenig Fingerspitzengefühl erwarten.

Genug davon. Ich habe davon ja auch nur eine grobe Ahnung und verwende den h-Tag da, wo ich eine Überschrift benötige und markiere etwas dann fett, wenn ich der Meinung bin, ich müsse für das Lesewesen etwas hervorheben. So wie jetzt.

Bewerbungen

 

Ich lasse mich auf Twitter ja gelegentlich darüber aus. Liebe Unternehmen, kann es sein, dass ihr keine Bewerbungen wollt? Ihr macht es den Bewerber*innen zumindest nicht leicht:

Man schreibt eine Bewerbung. Man liest dafür die Ausschreibung und informiert sich auf der Karriereseite über das Unternehmen. Ich schiebe meist noch eine Google-Recherche hinterher und lese zumindest den Wikipedia-Artikel, wenn ich das Unternehmen vorher nicht kannte. Was macht ihr? (Listen sind übrigens auch ein tolles Mittel zur SEO.)

  • Ihr schreibt keine Absagen.
  • Ihr reagiert nicht auf Nachfragen per Mail, obwohl ihr sämtliche Karriere-Ratgeber-Autor*innen dazu zwingt, in entsprechende Kompendien zu schreiben, man solle euch nicht telefonisch mit Fragen nach dem Stand des Verfahrens nerven. Was auch klar ist, weil solche 30-Sekunden-Gespräche für euch ebenso lästig sind wie für uns Bewerber. Aber so eine Mail, die kann man doch ggf. eine halbe Stunde vor Feierabend mit dem Standardschreiben abfertigen. Zumindest nach einer Woche. Oder zwei.
  • Ihr habt Bewerbungsformulare.
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Und zu allem Überfluss ist das Wetter auch noch so schlecht, dass man noch nicht einmal unterm Baum sitzen und fotografieren kann.

Wie stellt ihr euch das eigentlich vor? Man muss sich anmelden, um sich bei euch zu bewerben. Ihr protokolliert also das Registrierungsdatum und gleichzeitig, über welche Stellenanzeige man geklickt hat, um sich zu bewerben. Ihr verratet DANN, was man alles an Angaben haben will. Als cleveres Bewerberwesen hat man sein Anschreiben, seinen CV, seine Zeugnisse natürlich alle schon parat. Die liegen als pdf-Files auf dem Rechner bereit. Was ihr sonst noch wollt, das ist die große Wundertüte. Und glaubt ja nicht, dass es Bewerber*innen nicht verunsichert, wenn zwischen Registrierung und Komplettierung der Bewerbung 24h oder mehr liegen.

  • Wir haben also einen formschönen CV für euch vorbereitet. Wir freuen uns darauf, dass es unkompliziert laufen wird: Entsprechende Dokumente an der richtigen Stelle hochladen und ab geht die Bewerbung.
  • Eure Formulare
    • haben keine CV-Erkennung
    • unterstützen die Übernahme gespeicherter Formulardaten aus Chrome nur ungenügend
    • lassen sich nicht per XING-Profil ausfüllen
    • übernehmen Blödsinn aus XING
    • haben eine CV-Erkennung, die Blödsinn aus dem CV übernimmt
    • übernehmen die Daten scheinbar korrekt, nur um in der Bestätigung des Eingangs der Bewerbung per Mail mit einem „Sehr geehrter Herr Hurster Straße“ angesprochen zu werden.

Ich habe ja Verständnis, dass euch die Verwaltung eurer Bewerber*innen leichter fällt, wenn die alle brav ihre Daten in Formulare eintragen und so auf einen Blick vergleichbar sind. Das sollten dann aber bitte die wichtigsten Daten sein und ich wette, ihr seid auch geübt darin, einen CV in kurzer Zeit zu lesen. Und nebenbei die ansprechende Gestaltung wahrzunehmen. Ich habe mir (nochmal vielen Dank, lieber Arno) damit viel Mühe gegeben, bis er gut aussah. Das waren mehrere Stunden Lebenszeit, die man doch zumindest 30 Sekunden lang wertschätzen könnte. Dann könnte ich meine pdf-Files wie bei anderen Unternehmen gehandhabt, zu einer Bewerbungsfile zusammenfassen und per Mail schicken.

Wo wir bei Wertschätzung wären. Ich stelle euch ja gerade als ziemlich ignorant dar. Ich sollte an einem Punkt vielleicht Freude (Achtung!) zeigen, dass ihr euch so für mich interessiert, nämlich dann, wenn ihr von einem Bewerber mit Hochschulabschluss und Staatsprüfung

(auf Master-Niveau! Ich habe eine verdammte Promotionsberechtigung, nach den gängigen Promotionsordnungen auch in meinen Fachwissenschaften  – und das ohne Qualifikations-Nachweis (den ich dank entsprechender Noten ebenfalls mehr als hätte))

tatsächlich noch das zehn Jahre alte Abiturzeugnis haben wollt. Weil das in eurem blöden Formular genau so wie Hochschulabschlusszeugnis als Pflichtupload markiert ist. Jetzt mal ehrlich … Ich habe auch noch meine Grundschulzeugnisse, Interesse? Da steht Schönes über mich drin: „Das Zeilenende [(c) bei der lieben Cathrin Rubin] ist ein immer aufmerksamer Schüler, kümmert sich um seine Mitschüler, wird von der Klassengemeinschaft geschätzt, weil er Klassensprecher ist, kann gut rechnen, ist ein eifriger Leser und in Sport und Kunst bemüht er sich zumindest.“ Würde das Bild meines hervorragenden Arbeitszeugnisses abrunden.

So viel Zuneigung muss dann echt nicht sein. Okay, ich schäme mich ein wenig für mein Abiturzeugnis, auch wenn da ein paar nette Sachen drinstehen, das dokumentiert mein Engagement in der Schülervertretung, AG-Beteiligung und Fremdsprachenkenntnisse. Mi espanol es bastante mal pero sé aprender si usted necesita. Oder so …

Und da wundert sich Mutter Zeilenende, wenn ich am Ende eines Bewerbungsmarathons ein wenig unleidlich sei. Wie gut, dass ich mich vorhin schon müde geschrien habe. Jetzt habe ich mich auch müde geschrieben und höre nun ein wenig meditativen Punk Rock. Danke für eure Aufmerksamkeit. Und wenn es euch ähnlich geht: Nicht den Kopf hängen lassen. Ihr seid nicht allein. Und morgen habe ich bestimmt auch wieder gute Laune, bis ich dem nächsten Bewerbungsformular begegne.

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51 Kommentare zu „Momente zum Schreien

  1. Ja, ich weiß wovon du redest. Wir hatten einem Kumpel bei Bewerbungen geholfen, die er letztendlich in den Wind geschossen hatte aber da waren auch Regristierungssachen dabei. Da war nichts mit mal ben und so. Da hat man Stunden begraucht um die Bewerbung da hinein zu bekommen 😦
    Wenn es dich tröstet, die schlechte Angewohnheit sich nicht zu melden, gab es vor über 30 Jahren auch schon 😉

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  2. Es könnte so leicht sein, das bewerben. Aber seit man es leichter machen will, wird’s echt schwer. 😔

    Kopf hoch, irgendwann ist der Mist vorbei. Das Abizeugnis wollen sie in 10 Jahren auch noch, kann ich aus eigener Erfahrung versichern. Hätte ich das gewusst, dann….zu spät 😉

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    1. Die wollen das damit LEICHTER machen?! Die Welt ist ein Irrenhaus. Ich komme mir, wann immer ich so ein Bewerbungsformular sehe, so vor als sei ich in einem Panoptikum gefangen und/oder gerade der Protagonist in einem Foucaultschen Gedanken.
      Aber hast du eine Ahnung, was die bitte mit dem Abizeugnis noch wollen, nach so langer Zeit?

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  3. Oh ja, Bewerbungen. Was für ein Thema. Tatsächlich bin ich froh, dass ich diesen Zirkus, zumindest aktuell, hinter mir habe. Seit einem halben Jahr kenne ich allerdings auch die andere Seite, sprich ich bin auch immer wieder mal auf Mitarbeitersuche und bekomme selbst viele Bewerbungen – auch das ist kein Spaß und ich würde mir wünschen, dass sich alle so viele Gedanken über ihre Bewerbungen machen wie du. Speziell Bewerbungen aus den USA sind unglaublich: Unformatierte Word-Dokumente mit nur stichpunktartigen Lebensläufen. Man bekommt keine Vorstellung vom Bewerber. Naja, aber das ist ein anderes Thema… deinen Frust verstehe ich voll und ganz und ich wünsche dir, dass deine Bemühungen endlich Früchte tragen! 🙂

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    1. Naja, mehr als Stichpunkte ist im Lebenslauf ja auch nicht drin. Ich kann ja schlecht die Resultate von 16 Semestern Studium auflisten. Da müssen „Pädagogik, Geschichte, Ethik“ reichen. Aber gut, das ist einseitig. Das ganze gibt es ja kondensiert und auf die Stelle zugeschnitten nochmal in 3-8 Zeilen im Anschreiben, Plus meine Motivation. Minus meine persönlichen Sachen, weil ich darauf im Bewerbungsverfahren (zumindest ungefragt) überhaupt nicht stehe. Ich schweife ab …

      Aber: Unformatierte Word-Lebensläufe? Das ist ein Anlass zum Schreien. Oder morden … Wenn du magst, ich bin ja Pädagoge, dann richte ich mal ein Urschrei-Seminar aus. *gg*

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      1. Vermutlich habe ich mich falsch ausgedrückt: Da kommen nur Lebensläufe ohne Anschreiben oder irgendwelche persönlichen Daten. Da muss man schon nachfragen, um zu erfahren woher denn der Bewerber überhaupt kommt! Aber egal, da sind die Sitten über dem großen Teich vermutlich anders… 😉

        Das Motivationsschreiben ist vermutlich das wichtigste. Und der Bewerbung Charakter zu geben. Ein Online-Portfolio kann auch helfen, ist aber wohl noch nicht so weit verbreitet und kommt vermutlich auf den Job an.

        So oder so: Viel Erfolg weiterhin! 🙂

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  4. Stundenlange Bewerbungsarbeit und dann wird sie nicht gewürdigt. Kann ich auch ein Klagelied von singen. Was mich ebenfalls ärgert sind teilweise die Anforderungen. Die wollen am liebsten 20jährige mit Masterstudium und 30 Jahren Berufserfahrung.

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    1. Das Wort „Berufserfahrung“ überlese ich mittlerweile, wenn da nicht grad eine exorbitant hohe Zahl steht (sieben oder so) … Alles können sie nicht haben. Entweder jemand gutes oder jemand erfahrenes. *gg*
      Aber ernsthaft: Darüber habe ich mich zu Anfang auch geärgert. Mitterweile bewerbe ich mich auf alle Stellen, die ich ausfüllen könnte, weil ich die Kompetenzen statt des Wissens anbiete. Meistens sind da die Aufgabenbeschreibung und die letzten drei, vier Anforderungen interessant. Wer will bitte auch einen „Philosoph“ einstellen? Dennoch wäre es schön, sie sparten sich das. Das ist das einzig schöne an Anzeigen von Personaldienstleistern. Die sind knapp.

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  5. 1. Das nächste Mal möchte ich gemeinsam mit dir schreien.
    2. Das fiese an diesen Bewerbungsformularen ist ja oft auch, dass die gar keine echte Person zu Gesicht bekommt. Da sortiert eine Software gerne auch schon mal die Bewerber aus, die z.B. einen gewissen Schnitt nicht erreicht haben
    3. Keine Reaktionen nach einer schriftlichen Bewerbung zu bekommen, finde ich langsam normal (wobei ich schockiert bin, bei wie vielen Unternehmen, die ich eigentlich als toll im Kopf habe z.B. Radiosendern, die eigentlich ein sehr gutes menschliches Image haben, so ist). Aber was mich wirklich fertig macht: Wenn sie sich nach einem Vorstellungsgespräch nicht mehr melden. Wenn sie einen also schon persönlich kennen und man sich gut unterhalten hat. Das trifft dann echt mein Herz.
    4. Ich habe fluchen nie gelernt, wünschte jetzt aber, ich könnte es…
    5. Ist doch Mist dieses Bewerben und sich ständig beweisen müssen…

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    1. Ad 1: Ich lad dich dann auch zum Urschrei-Seminar ein, wenn ich es ausrichte, so wie bullion. 🙂
      Ad 2: Die sind aber zum Glück selten, die auch noch die Note erfassen … Unter den Unternehmen mit eher kleinteiligen Formularen, die ich so erlebt habe, war das höchstens 1/3. Zum Glück. Auch wenn es ein Witz ist. Ich halte mich mit guten Noten manchmal für gnadenlos überbewertet.
      Ad 3: Das ist mies. Ich habe mal zwei Wochen lang versucht, den entsprechenden Personalverantwortlichen telefonisch oder per Mail dran zu bekommen, der war aber nicht erreichbar und meine Bitte um Information, wie er sich nun entschieden habe (ja, er entschied, war ein kleines Unternehmen), hat er ignoriert. Ich habe dann DREI Monate später einen BRIEF von seiner SEKRETÄRIN mit der Absage bekommen.
      Ad 4: Einfach anfangen. Das lernt man im Laufe der Zeit.
      Ad 5: Och … Ich hab grad welche geschrieben. Ich hab jetzt zumindest verbal so ne dicke Hose, dass ich mich nicht mehr bewegen kann.

      Und ansonsten: Keep Smiling, here: 🙂

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  6. Sei tapfer und zieh’s durch! Und vor allem: nichts allzu persönlich nehmen in dieser Maschinerie! 🙂

    Ich denke auch das diese Online-Formulare nicht unbedingt für mehr Menschlichkeit sorgen….

    DEINE freie Stelle die es zu besetzen gilt muss vielleicht noch geschaffen werden….vermutlich versemmelt gerade jemand seinen Job dermassen, das die Kündigung nicht lange auf sich warten lässt….oder es ringt jemand mit sich seinen tollen Job zu kündigen, weil er zu seiner Freundin zieht, die er aktuell nur am Wochenende sieht….oder Deinen potenziellen Kollegen wächst die Arbeit dermassen über den Kopf, das selbst der Chef es mittlerweile bemerkt und eine neue Stelle schafft….das Universum spinnt seine Schicksalsfäden, sei gewiss 😉

    GOOD LUCK!

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      1. Ich versuch mal jemanden aus dem Universum zu bitten mal einen kleinen Schubser in die richtige Richtung zu geben, das es schneller geht….der Typ muss doch wohl irgendwie zu bewegen sein schneller bei seiner Freundin ankommen zu wollen…. 😉

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  7. Als jemand, der in seinem Leben schon über 100 Bewerbungen abgeschickt hat, lass dir gesagt sein: Einmal kommt der Moment, wo’s klappt. Meiner Erfahrung nach sind Noten zweitrangig, das Anschreiben muss kurz, knackig und überzeugend sein. Das ist das schwierige, das Interesse wecken…Aber das wird, vertrau mir.

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    1. Danke … Ich habe meine Anschreiben schon so oft variiert, dass ich gespannt bin, wann mir endlich die perfekte Formulierung glückt. Aber ich richte mich dran auf, ich bin ja nicht der einzige. Es fühlt sich nur manchmal so an und dann muss es raus.

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  8. Genau so eine Situation kenne ich zwar nicht, davon bin ich zum Glück verschont geblieben (vor ca. 100 Jahren war es mit Bewerbungen noch deutlich leichter und die Situation am Arbeitsmarkt eine ganz andere) aber ich kann deinen Ärger sehr gut nachvollziehen.
    Dran bleiben und bloß nicht unterkriegen lassen und wenn es dann klappt, hat sich das unfreiwillige Warten hoffentlich richtig ausgezahlt!
    P.S.: Das Foto ist übrigens toll! Nur mein Smartphone macht nicht mit, wenn ich versuche den Baum „auf die Füße zu stellen“. Immer dieser technische Hilfsschnickschnack heutzutage (offenbar genau so hilfreich wie die Datenübernahme aus Xing etc., wenn ich deinen Worten folge).
    P.P.S.:Eine Wiedergeburt als Stoffwindel wäre natürlich schon eher besch*BEEEP* Andererseits: Die vielen Runden in der Waschmaschine, da kann keine Disneyland-Hochschaubahn mithalten! 😉

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    1. Ich habe heute die 200 gerissen, habe ich gerade bemerkt. Mich kriegt mittlerweile gar nix mehr unter. Außer vielleicht die Wiedergeburt als Stoffwindel in der Waschmaschine. Fäkalien und ständig Übelkeit durch exzessives Schiffsschaukeln? Vergrößere mein Leid nicht noch. *gg*
      Was das Foto angeht: Das sollst du auch nicht „auf die Füße stellen“ … Ich habe mich doch nicht umsonst unter den Baum gesetzt, mit der Kamera nach oben geblickt und ein Foto gemacht. *gg*

      Okay, doch, eigentlich schon. Ich mach das nur, weil ich diese Perspektive zumindest bei manchen Motiven mag.

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  9. Ja, die Bewerbungen… Ich arbeite momentan an einer frecheren Vorlage, die ich demnächst an ein paar Unternehmen versenden werde. Auf die üblichen überfreundlich-schleimigen Anschreiben habe ich, aus genau diesem Grund, nämlich keine Lust mehr.

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    1. Überfreundlich-schleimig mag ich auch nicht. Ich bin wahrscheinlich ein wenig ego-zentriert, indem ich meine Fähigkeiten anpreise und Bezug zur Stellenanzeige herstelle … Aber sachlich. Ich würd manchmal gern in dem Kopf von so nem Personaler drinstecken.

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  10. Ich schreie mit! Der Arbeitsmarkt ist ja lediglich ein Spiegelbild der Wirtschaft als Ganzes. Im Grundgesetz heißt es so schön: (1.1) „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Haahaa. Witz komm raus, du bist umzingelt. Auf die Würde des Menschen wird doch längst sowas von geschissen, dass es bis in die Stratosphäre dampft. Ich bin überzeugt, dass wir längerfristig nur dann ein menschenwürdiges Leben leben können, wenn wir unser Schicksal wieder viel häufiger und nachdrücklicher in die eigenen Hände nehmen. Das hilft dir zwar bei der Jobsuche (und Findung) kurzfristig auch nicht weiter. Aber es gehört ja zum Thema.

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  11. *zu Zeilenende setz und aufmunternd auf die Schulter klopf*
    Immerhin scheinst du in einer Umgebung zu leben, wo man schreien kann. Wenn ich das hier mache, stehen gleich wieder die Bullen auf der Matte 😀

    Ich denke, eine Bewerbung ohne Antwort ist quasi eine Absage 😦
    Wobei ich auch da schon Überraschungen erlebt habe: Nach monatelanger Suche längst im neuen Job, kam dann der Anruf. Wobei ich da dann aber auch bestimmt nicht die erste Wahl gewesen wäre…

    Bewerbungen, ja…
    Also ich sag mal, cool ist, dass das Arbeitsamt einem pro Bewerbung 5 EUR gibt. Auch, wenn man sich online (d.h. ohne finanzielle Aufwände) bewirbt. Sind aber nur 170 oder 270 EUR pro Jahr oder so. Das aber nur am Rande (das war ein kostenloser Tipp!)
    Bewerbungsformulare find ich immer dann mega-geil, wenn sie von amerikanischen Firmen kommenund ich meinen Bildungswerdegang angeben soll. Sowas wie Realschule mit IHK-Abschluss lässt sich gar nicht abbilden, weil es in den USA nichts vergleichbares gibt.
    Davon abgesehen: Einerseits ist es ja gut, Bewerber möglichst gleich zu behandeln. Aber wenn man ihnen durch Bewerbungsformulare jegliche Möglichkeit der freien Gestaltung nimmt, sieht dann nicht jede Bewerbung gleich aus und ich könnte auch einfach irgendwen einstellen? Mh…

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    1. Ich bekomme kein Geld vom Amt. Ich führe Liste und hoffe, einen Job zu bekommen, sodass ich das von der Steuer absetzen kann. 🙂
      Dein Widerspruch, den du formulierst, finde ich übrigens herrlich. Ich hänge so im Hamsterrad, dass mir das noch gar nicht aufgefallen ist. Aber es ist herrlich. Jetzt habe ich so laut aufgelacht, dass die Leute denken, ich schreie schon wieder. 🙂

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  12. Ich schreie einfach mal mit dir, Zeilenende! Was da für ein Gesch*ss veranstaltet wird bei Bewerbungen, und dann hier ein Onlineformulargedöns, in dem dann zig Sachen gefragt werden, aber andere, die fallen komplett untern Tisch. Und dateien natürlich nur bis zu ner gewissen Größe, etc. blabla pp. Vollidioten.
    Hoffen wir, dass dieser Mist schnellstmöglich ein Ende nimmt!

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    1. Mein neuer Feind ist übrigens ein Portal, das die Profildaten nicht in die Bewerbungsformulare übernimmt. Das hat mich heute fast in die Heiserkeit getrieben. Vor allem, weil es ein Behördenportal war. *grumpf*
      Ansonsten: Kennst du eine Eingabe-Maske, die Zungenlänge abfragt? Ich brauche Unterhaltung.

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      1. Wie gehtn sowas? XD
        Behörden? Kein Wunder, dass dort alles länger braucht, nie fertig wird und dabei dreimal teurer wird als geplant. XD

        Hm. Paarship könnte so ne Maske haben? *grübel*
        Aber warte, das beißt sich doch mit „Akademiker und Singles mit Niveau“, oder? ^^‘
        Du könntest natürlich im Rotlichtmilieu anfangen, da wäre die Zungenlänge sicherlich gefragt. Oder als neuer Sänger bei Kiss, wie wärs? 😉

        Sorry, aber mehr als das ist aktuell nicht drin bei mir. Schei* Gefühlschaos.

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      2. Ich finde, du machst deinen Job ganz wunderbar, Schnuckel. Und gegen Gefühlschaos hilft meditativer Punkrock ebenso gut wie gegen Bewerbungswut. Von zutiefst melancholischer Musik rate ich aus gleicher Erfahrung hingegen ab.
        Es sei denn, es regnet. Dann empfiehlt sich ein Spaziergang im Dunkeln mit Musik, aber ohne Regenschirm und Jacke.
        Das mindert alles das Chaos nicht. Gibt ihm aber Stil. ☺

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      3. Ich geb mir Mühe. Aber: Schnuckel? XD

        Ich halte es da normalerweise mit Nightwish, aber Dido macht da auch einen guten Job – zumindest das letzte Album hat da ein paar echt gute Titel zu. Die ersten beiden sind in der Stimmung absolutes Gift. Das weiß ich aus Erfahrung.
        Regen mag ich natürlich, und möglichst ohne Schirm, Kapuze oder – am besten – ohne Jacke! *seufz*
        Aber wann komm ich dazu? Meist muss ich irgendwohin, wenn es regnet, und da ist „durchnässt bis auf die Büx“ keine Option. XD

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      4. Klar Schnuckel. Ich mag das Schn am Anfang und das kl, wo das e fast verschluckt wird. Das passt zu dir. Hab ich so beschlossen. 🙂
        Mehr Mut zur Individualität. Wer kann schon von sich ssgen, wichtige Termine in nassen Hosen bestritten zu haben … Ohne sie selbst durchnässt zu haben? 🙂

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      5. Ahja. XD
        Immerhin einer, der mich so sieht. ^^‘
        Wenn du mal zu viel Zeit hast, konvertiere bitte die Frauenwelt auch dazu, ja? 😀

        Hm, ja, gut, also, hm, die Hose selbst zu nässen, das muss man wirklich erst einmal schaffen. XD
        Das probiere ich vielleicht beim nächsten Mal, wenn sich die Gelegenheit bietet. 😉

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  13. Ich fühle mit dir, auch wenn die Welt der Bewerbungen nicht die meine ist. Kopf hoch, irgendwann kommt die Firma des Wegs, die deine nicht geringen Fähigkeiten zu würdigen weiß.

    Schon mal bei Naturstrom nachgefragt? Die suchen anscheinend immer Leute… 😁

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      1. Mhm … Ein Marketingjob. Das gucke ich mir morgen mal an. Der Rest ist leider nicht meine Richtung oder Vertrieb (und das ist so ziemlich das Einzige, was ich auch bei einem sympathischen Unternehmen nicht machen würde). Und keine Stelle als Windmacher. Aber Marketing ist ja auch heiße Luft. Da lässt sich doch glatt ein Bewerbungsschreiben draus basteln. Danke für den Link. Und du weißt doch, ich denke immer nur Schlechtes von Allen. 🙂

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  14. Oh Bewerbungen, das ist wirklich ein Thema an sich. Vor allem wenn man gerade erst anfängt sich irgendwo zu bewerben ist es einfach nur frustrierend. Vor allem da man in der Schule auch nur bedingt darauf vorbereitet wird, zumindest meiner Erinnerung nach, die zugegebenermaßen schon etwas zurück liegt. Aber das Problem besteht ja nicht nur wenn man sich von „außen“ bewirbt. Es ist genauso schlimm wenn man sich schon in einer Kette befindet und sich einfach nach der Ausbildung oder um eine neue Stelle bewirbt. Da sollte man och denken es geht etwas einfacher, man kennt ja die internen Systeme und Abläufe und hat ggf. bestimmte Ansprechpartner. Aber falsch gedacht. Zumindest stehen die Chancen gering besser zumindest eine Absage zu bekommen.
    Liebe Grüße Luna

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