Seit neun Wochen portraitiere ich mich jeden Sonntag. Ein Jahr lang. Und ein paar Leute machen mit. Alle meinen bisherigen Beiträge unter diesem Tag.

Ich hatte ein Bewerbungschreiben verfasst. Ein tolles Schreiben. Ich war richtig stolz darauf. Sie war nicht nur super formuliert und knapp, auch der Korrekturleser hatte nur eine kleine Anmerkung und zwei Sätze vertauscht. Und es ist ein renommiertes Unternehmen mit interessanter Berufsperspektive. In einer schönen Stadt. Alles passt. Also stellte ich die Unterlagen zusammen, füllte das Onlineformular aus, lud das Ganze hoch und schickte es ab.

In meiner Exceltabelle halte ich Bewerbungen mit Absendedatum und Frist sowie Ansprechpartner fest. Ich öffnete die Bewerbung noch einmal, um den Ansprechpartner zu übertragen. Ich blickte auf die Anredezeile, dann auf den Briefkopf …

20160424_084057.jpg

… Der Briefkopf stimmte, adressiert an den richtigen Herrn X, aber in der Anredezeile stand „Sehr geehrte Frau Y“, wie in meiner Mustervorlage. Ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit meinem Korrekturleser reden.

35 Kommentare zu „52 Wochen (9) – Oh Schreck!

  1. Das ist ja lustig 😀 also…nicht der Umstand an sich 😣 ich würde noch eine kurze Mail hinterher schicken und der Mann nimmt’s mit Humor 😉 aber das Foto…..

    In der letzten Woche wollte ich Dich fragen ob es Dich auch mit offenem Mund bzw. Lächeln gibt, da die bisherigen Fotos recht ernst daher kommen. Aber das Du es so übertreiben musst 😜😂😊

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    1. Gibt es in der Tat selten. Ich lächle auch auf Portraits lieber zahnlos. Ich hab aber beschlossen, zu schweigen. Und hoffe, es fällt nicht auf. Und wenn doch wird es als lässlich angesehen. Aber ich überlese diese Anreden auch immer.

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      1. Es soll Personaler geben, die Anschreiben tatsächlich erst gar nicht lesen….. 😉 …..wenn „Offener Mund bei Zeilenende“ telepathisch klappt wird auch „Hey, Personaler….bitte gleich zum wesentlichen dieser Bewerbung kommen“ telepathisch klappen…..und ab geht die Post….wwwwwwuuuuuuuuuuuuuusssssssccccccchhhhh 😀

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  2. Geschichten, wie sie das Leben schreibt. Und der Spaßfaktor dabei ist ja sooo groß, gell? Aber tröste dich, ich habe keine einzige Bewerbung in meinem Leben geschrieben, das ging alles per Telefon und direkter persönlicher Vorstellung. Danach wurden formlos die benötigten Akten ausgetauscht – und fertig. Zum Glück weitgehend stressfrei.

    Aber ich habe mir auch ein schönes Motto für heute herausgesucht: https://solera1847.wordpress.com/2016/04/24/52-wochen-teil-8-too-fucking-cold/

    Schönen Sonntag noch!

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    1. Ich rufe ja vorher nicht an, weil ich mir die Mühe mache, die wesentlichen Infos vorab rauszusuchen. Und spaßig war es schon, nachdem ich eine Weile geschimpft hatte, kam mir nämlich die Idee zu dem Bild und der Ärger verflog. Von daher hat alles sein Gutes.

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  3. Irgendwie musste ich bei dem Bild an einen – vielleicht mit Windbeuteln gesäten – Sturm denken. 😉
    Halb so schlimm, wenn das Versehen als solches erkennbar ist. Würde jedoch beispielsweise ein Herr Fuchs mit ‚Sehr geehrte Frau Hase‘ angesprochen… Dann gute Nacht!

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  4. Also mir hat unser Personaler mal eine Bewerbung vorgelegt, wo ich direkt drüber meckerte: Auf unserer Website steht unser Personaler als Ansprechpartner, also schreibt man auch „Sehr geehrter Herr X, …“. Der Bewerber hatte aber geschrieben „Sehr geherte Damen und Herren,…“
    Als ich unseren Personaler darauf ansprach, dass der Mensch nicht mal die Anrede orthografisch korrekt verfasst hatte, geschweige ihn persönlich angeschrieben hatte, meinte der Personaler nur „Die Anrede les ich doch eh nie, das ist alles nur Formatierungsschwachsinn ohne Inhalt.“

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  5. Hui, ok, das nehmen die hoffentlich mit etwas Humor auf! ^^‘
    Ein ähnliches Problem hatte ich neulich auch, weil da für Bewerbungen sowohl ein Herr als auch eine Frau zuständig waren und ich erst alles an die Frau addressiert hatte, dann aber an denn Herrn senden sollte. Was meinst du, wie ich nach dem Absenden geschwitzt habe? XD

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