Weihnachten ist die Zeit der Geschenke. Auch Zeilenende ist beschenkt worden, auch wenn es zunächst gar nicht gut für ihn aussah.

Okay, von professioneller Seite wurde ich ja schon vorweihnachtlich bedacht, weil wir nicht miteinander feiern wollen. Das zählt aber nicht, weil es nicht einkalkuliert war. Die Sache mit dem Weihnachtsmann hingegen war schwieriger. Der hat ja seine Wichtel, die uns beobachten, ob wir auch brav sind. Mutter Zeilenende hat nun behauptet, die Wichtel würden sehen, wie gemein ich immer zu ihr sei und deshalb würde ich zu Weihnachten wahrscheinlich ein paar verfaulte Äpfel und ein Bügeleisen bekommen. Eine Kundin in der Bibliothek hingegen meinte, ich sei so ein artiger Bub, dass ich Weihnachten ganz viele Geschenke bekommen würde – nur weil ich ihr ein paar DVDs aus der Rückgabe herausgesucht habe. Das Irritationsniveau auf meiner Seite war immens. Was würde mich wohl unterm Baum erwarten?

18:15, es ist soweit. Das Glöckchen klingelt. Spannung. Hinein ins verdunkelte Wohnzimmer. Der Baum funkelt und strahlt in voller Pracht. Und darunter liegen Geschenke. Einer nach dem Anderen darf nun auspacken.

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Und tatsächlich, es sind auch ein paar Päckchen für Zeilenende dabei. Doch der braucht Geduld, zuerst werden die anderen beschert. Mutter Zeilenende darf sich über einen großzügigen Gutschein für neue Ohrringe freuen – Gutschein, weil sie einige Materialien nicht verträgt und gern selbst aussuchen wollte. Und über eine SD-Karte fürs Smartphone, weil sie über ihren begrenzten Speicher jammert. Unser Problemkind, Herr Zeilenende Sr., ist auch beglückt: Tickets für Biathlon auf Schalke und Jürgen von der Lippe, dazu ein Bildband mit historischen Postkarten aus der Region. Danke nochmal für eure Tipps und Anregungen. 🙂

Nesthäkchen und Bruderherz durften sich vor allem über neue Konsolenspiele freuen und ich war wohl doch ein braver Junge. Und habe mich wie ein Schneekönig gefreut. Neben ein paar Büchern von meiner alljährlichen Bücherliste gab es die ein oder andere Kleinigkeit und eine Großigkeit.

Quelle

Meine Tweets wurden erhört! Mutter Zeilenende folgt mir doch nicht etwa?! Nein, eigentlich war das eine Entschädigung, Mutter Zeilenende hat nämlich mein Kölnisch Wasser heruntergeschmissen und sehr zum Leidwesen der restlichen Familie („Du stinkst!“) habe ich jetzt das Eau de Toilette. 🙂

Mittlerweile hat es sich offenbar bis zur Familie herumgesprochen, dass ich ein kleiner Geek bin, denn …

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Ich bin bekennender Butterbrot-Mitnehmer. Ich esse früh morgens nichts, Frühstück vor 9 Uhr ist für mich mehr Last als Lust, deshalb packe ich mir Brote ein und mache lieber um 10 eine kleine Frühstückspause. Endlich habe ich eine schicke Dose, in die ich nicht nur ein Frühstück, sondern ein ganzes Frühstücks-Buffet hineinpacken kann, denn sie ist von innen größer! Passend zum Retro-Duft habe ich auch ein Retro-Täschchen bekommen, also einen Kulturbeutel. Ich habe nämlich keinen mehr. Ich hatte mal ein Teil aus Plastik, das so grauenvoll aussah, dass ich es aus ästhetischen Gründen wegwerfen musste und seitdem eine Baumwoll-Tasche als Kulturbeutel benutze. Das durfte ich nur niemanden sehen lassen. Jetzt habe ich endlich ein Aufbewahrungsbehältnis, das ich gern herzeige.

Zuletzt die Großigkeit, mit der ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte. Auf dem Wunschzettel stand es. Meine Photo-Ausrüstung braucht nämlich ein wenig Ergänzung. Eigentlich stehen ganz oben ein Makro-Objektiv und ein Weitwinkel, aber ich habe mich noch nicht für konkrete Objektive entschieden (habe ich Pentax-Follower mit Empfehlungen?) und die Kandidaten sind so teuer, dass ich mir die zu Weihnachten gar nicht erst wünsche. Auch ein gutes Stativ ist nicht günstig, meine Überlegung war: Vielleicht bekomme ich ja ein Stativ und dazu ein Buch, damit wäre ich glücklich. Mutter Zeilenende deutete vorab an, aus dem Stativ werde wohl nichts. Wenn ihr hier schon ein Weilchen mitlest, könnt ihr euch meine unbändige Freude vorstellen. Ich dürfte mich wie ein kleines Geek-Kind benommen haben, das ein echtes Lichtschwert geschenkt bekommen hat.

Anscheinend war ich wirklich brav, hätte ich gar nicht mit gerechnet. Ich bin immer noch beglückt, dass sich die Familie solche Mühe gemacht und so viel überlegt hat, womit man mir eine Freude machen kann. Und nur deshalb habe ich einen Geschenke-Beitrag verfasst. Um die konkreten Geschenke, das Materielle geht es ja nur am Rande, das glaube ich wirklich. Die Tatsache, dass man jemandem eine riesige Freude machen möchte, ist das Entscheidende beim Schenken zu Weihnachten. Und das hat vollumfänglich geklappt. Auf allen Seiten.

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13 Kommentare zu „Zeilenendes Weihnachts-Roundup #5: Geschenke

  1. „Mutter Zeilenende deutete vorab an, aus dem Stativ werde wohl nichts. “
    Ja, so schlitzohrig stelle ich sie mir auch vor;-)

    Zu Stativ fällt mir ein:
    mein Mann und ich hielten uns an den Händen, nee, quatsch, wir hielten beide an einem Stativ fest, als wir vor ein paar Tagen mit Film- und Fotausrüstung einen sehr steilen Deich herunterkraxelten.
    Ja, wir sind ausgerutscht…beide….uns verband das Stativ…..und in den Schlick gefallen. „Volle Kanne“ sozusagen.
    Wir trugen zur Erheiterung der Touris bei, konnten -dreckig wie wir waren- gleich wieder ins Auto steigen und hatten neben geringfügigen Blessuren eine verschlickte Kamera und ein defektes Objektiv zu beklagen. Das Stativ ist heil davon gekommen 🙂 🙂 🙂

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