Das bisschen Haushalt macht sich angeblich von allein. Zumindest sagt das mein imaginärer Mann. Mutter Zeilenende hingegen sagt: Wenn ihr mir den Haushalt macht, mache ich ihn anschließend noch einmal. Perfektes Beispiel: Wäsche aufhängen.


Mutter Zeilenende und ich sind zwar beide nicht die geborenen Hausfrauen, aber schon ziemliche Profis. Wir lassen auch mal Fünfe gerade sein und kehren den Staub unter den Teppich. Ich kehre ihn sogar manchmal unter den Teppich von ritaschreibt … Und freue mich, wie sie den wachsenden Hügel bestaunt. Was wir aber nicht ertragen können: Wenn jemand gegen das System verstößt. Ich werde bei Gelegenheit etwas zu den Geheimnissen der Spülmaschine schreiben, aber heute soll es um Wäscheklammern gehen.

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Grässliches Chaos! (Quelle)

Wenn Mutter Zeilenende Wäsche aufhängt, stehen mir die Tränen in den Augen. Mutter Zeilenende greift sich die Wäsche, greift sich Klammern und … Hängt sie einfach auf! Ganz schlimm sind die Socken. Sie schlägt sie mit der Spitze über und setzt die Klammer auf. Überhaupt, die Klammern. Unmöglich, dieses System.
Wenn Zeilenende Wäsche aufhängt, geht das geordneter vonstatten. Da wird die Wäsche erst einmal sortiert, nach Socken, Unterhosen, Handtüchern, Katzen. Dann wird alles fein säuberlich nacheinander aufgehängt. Die Katzen an den Ohren, die Socken nach Zeilenendes Sockensystem: Wäscheklammer über die Leine, am kleinen Loch eingehakt, die Sockenspitze zwischen die Backen der Klammer. Ist doch logisch, dann hat man keine Falte in der Socke. Und die Wäscheklammern? Pro Kleidungsstück wird EINE Farbe Klammern verwendet. Auf dem Wäscheständer wird die ganze Reihe in einer Farbe gehängt.
Wenn ich also in den Keller komme, muss ich regelmäßig Socken umhängen und Wäscheklammern austauschen, sonst kann ich nicht ruhig schlafen. Aber Mutter Zeilenende ist keinen Deut besser. SIE mag meine Variante des Unterhosenaufhängens nicht. Zu diesem Behufe schlage ich nämlich den Bund der Unterhose über die Leine und befestige die Klammer leicht schräg im dünnen Stoff. Sieht das Mutter Zeilenende, hängt sie um. In den Ecken, von innen nach außen gegen die Leine, sodass die Klammer nur eine Lage Stoff fasst. Sie behauptet, dann trocknet es schneller, ist mir den Beweis aber bis heute schuldig geblieben. ICH habe immerhin bewiesen, dass die Socken nach meiner Methode schneller trocknen.
Noch schlimmer wird es nur, wenn Herr Zeilenende Sr. alle Jubeljahre Wäsche aufhängt. Nicht nur, dass er die Handtücher, etc. vor dem Aufhängen nicht aussschüttelt, sondern knitterig auf die Leine bringt (wie sein holdes Weib natürlich mit unterschiedlichen Wäscheklammern … ), nein, er hängt auch die T-Shirts auf die Leine! Sehen Mutter Zeilenende und ich solches, schüttelt sie die Handtücher aus und ich hänge die T-Shirts mit einem Bügel auf die Duschvorhangs-Stange, die als Altlast in der Waschküche hängt. Dann bekommt man gleich viel mehr Wäsche auf die Leine. Anschließend klatschen wir uns ab und ich warte, bis sie den Keller verlassen hat, um Wäscheklammern auszutauschen und die Socken umzuhängen. Manchmal hänge ich spaßeshalber auch die Unterhosen um und stelle eine Maschine 40°-Wäsche bei 30° an. Aber bitte nicht verpetzen.

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19 Kommentare zu „Wäscheklammern

  1. Beese Beese! 😀 Ich finde Wäscheklammern überflüssig. Es sei denn man hat nur eine freihängende Leine….dann macht es vielleicht Sinn….andererseits jedoch geht es auch da ohne. Zu viele Arbeitsgänge. Vermutlich habt ihr dann auch so….ichsachma….niedliche ( hüstel ) Wäscheklammeraufbewahrungsrüschenkleidchen o.ä.!?

    Auf meinem Wäscheständer geht es auch strukturiert zu. Allerdings nicht in dem ich die Wäsche vorher sortiere ( zu viele Arbeitsgänge ), sondern ich nehme jedes Teil so wie es kommt und hänge es an den dafür vorgesehenen Platz. Das klingt nach geordnetem Chaos….ist es augenscheinlich auch….aber am Ende hängen kleine Handtücher oben, erste zwei Reihen…Unterhosen, der Schritt rechts – Bündchen links, dritte und vierte Reihe usw. ……tolle Sach 😀

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    1. Wir haben eine Leine draußen und eine im Keller. Das Problem im Keller ist, dass man schonmal durch die Wäsche durch muss, von daher sind die Klammern sinnvoll. So eine Schürze haben wir leider nicht, ist aber ne gute Idee für ein Weihnachtsgeschenk ^^
      Was deine Sortiermethode angeht, habe ich es früher auch so gehalten, aber ich weiß meist nicht, was genau in der Maschine ist, da kann ich nicht gut beim Hängen sortieren. Der Fluch der Arbeitsteilung 😉

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      1. Armes Hascherl 😉 aber durch die Wäsche durch geht ja gaaaar nicht….frisch gewaschene Wäsche und ewig durch laufen….giddigitt…auch da habe ich so meine Prinzipien…

        Hihi….Wäschesäckchen à la Zeilenende….am besten noch selbstgehäkelt….was dabei wohl rauskäme…. 🙂

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  2. Also mein Menne hat sich ja schon mal über die Wäsche ausgelassen – bei uns gibt es auf jeden Fall auch nur eine Sorte Klammern pro Kleidungsstück und was auf Bügel kann kommt auf Bügel. Socken dürfen grundsätzlich nur zu zweit in die Maschine, sonst dreh ich durch…

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    1. Ich hab schonmal drüber nachgedacht, 100 Wäscheklammern in neonpink zu kaufen und die alten unauffällig verschwinden zu lassen.
      Das mit den Socken hat Mutter Zeilenende übrigens elegant gelöst: Herr Zeilenende Sr. Hat nur schwarze, Bruderherz nur weiße und Nesthäkchen nur blaue, alle andere Farben in der Herrengröße sind mir. Da ist das nicht so schlimm, wenn einer fehlt. *g*
      Klammerst du die dann schon beim Waschen zusammen?

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      1. Nein, aber die kommen in Wäschesäcke, damit sie sich auf keinen Fall im Gummi der Maschine verstecken. Und ich MUSS wirklich das Haus auf den Kopf stellen, wenn eine Socke einzeln im Keller ankommt.

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      2. Ach ja und Menne hat eben nicht die einfarbigen Socken, sondern alle mit leicht unterschiedlichem Muster am Schaft. Denn auch wenn schwarze Socken alle schwarz sind, haben die doch immer unterschiedliche Bündchen oder so Zeug. Mit dem Muster finde ich dann immerhin schnell dAs jeweilige Gegenstück.

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  3. Probleme gibts… Anscheinend nicht nur bei uns :-). Ich krieg regelmäßig die Gichte wenn mein Freund die Wäsche aufhängt. Die Socken einfach so nebeneinander wie sie ihm in die Hände fallen und er streicht sie auch nicht glatt, also mit dem Fersenstück nach hinten…

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    1. *lach* Wenn das so weitergeht, machen wir ein Buch draus oder zumindest eine Blogparade.
      Socken, das sind hier mal flott 10 bis 20 Paar, die sortiere ich lieber am Tisch. Aber das mit dem Glattstreichen kommt mir schrecklich bekannt vor. 🙂

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  4. Isch abe gar keine Wäscheleine, nur einen Trockner.
    Durchgetrocknete Wäsche legt mein Mann zusammen, dabei ist es mir völlig wurscht wie er unsere Socken faltet.
    Halbtrocknete Wäsche bügel ich und hänge sie auf einen Wäscheständer…oder an die Treppe..und dann in den Schrank.

    Die Wäscheklammern hast du doch extra fürs Foto bemalt, wetten?

    Diese sind hübsch, hm?
    http://tinyurl.com/pfea4q7

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