Meine Kolleginnen mögen mein WordPress-Profilbild nicht, das ich bislang auch bei Facebook benutzt habe. Ich sähe darauf aus, als hätte ich gekifft, so der Tenor. Ich erwiderte daraufhin, dass das ja auch der Fall sein könnte. Ob es wirklich so ist oder nicht, das überlasse ich der geneigten Leserschaft zum eigenständigen Urteil. Wenn ich es bestreite, glaubt mir ohnehin niemand, wenn ich es als Wahrheit ausgäbe, auch nicht. Wichtig heute ist ohnehin etwas anderes. Ich wurde nicht nur zum Photoshooting gezwungen, sondern wurde zugleich für eine Challenge nominiert: 5 Bilder, die mindestens 15 Jahre alt sind. Und weil ich das ganz nett fand, gibts die Bilder auch hier im Blog.

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Hier ist der kleine Zeilenende im Alter von sechs Wochen zu sehen, in den Armen von Mutter Zeilenende. Man beachte
1) Zeilenende hat schon als Baby doof dreingeschaut,
2) Zeilenendes Mund deutete schon in frühester Kindheit eine gewisse Skepsis der Welt gegenüber an
3) Zeilenende konnte schon mit sechs Wochen den Zeigefinger belehrend erheben.

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Zeilenende ist mittlerweile knapp zwei Jahre alt. Und jetzt wissen wir, dass er schon als Kleinkind eitel war und sich ständig im Spiegel betrachten musste. Wir wissen weiterhin, dass er seine Haarfarbe schon damals doof fand und sie notfalls mit Schminke verändert hat. Zuletzt können wir erkennen, dass Zeilenende seine Aufträge immer gewissenhaft erfüllt. Wenn man ihm sagt „Schmink dich“, macht er nicht im Gesicht Halt.

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Als drittes habe ich eine Bilderserie aus dem Jahr 1991 (4 Jahre alt) gewählt. Meinen Vornamen habe ich ohnehin irgendwann einmal verraten, oder? Wenn nicht: Mist! Der Knirps daneben ist Bruderherz. Wir sehen nicht nur, dass Zeilenende schon immer einen süßen Zahn hatte, sondern hier manifestiert sich auch seine soziale Ader. Er teilt nicht nur sein letztes Hemd, sondern auch sein einziges Eis. Und wir lernen etwas über die Gier von Bruderherz. 😉

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Auf diesem Bild ist Zeilenende acht Jahre alt und hat nicht nur seine doofen Gesichtsausdrücke perfektioniert, er hat es auch geschafft, die im zweiten Bild demonstrierte künstlerische Gabe auf ein produktives Ziel zu richten.

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Hier ist Zeilenende 11 Jahre alt, zusammen mit Bruderherz und Nesthäkchen. Schon erstaunlich, wie sein Haupthaar im Laufe der Jahre immer dunkler geworden ist. Wie – trotz Überbelichtung – unschwer zu erkennen, haben wir Weihnachten, wichtiger als die Personen sind wohl aber die Ausdrücke des Zeitgeistes in Händen der Kinderschar. Zeilenendes Exemplar heißt Daniel und wohnt derzeit in einem Umzugskarton. Damals war er in der Tat in der Diddlwelt gefangen, besaß Diddl-Stifte, das Stofftier und natürlich hatte er eine umfangreiche Sammlung an einzelnen Blättern, die eifrig getauscht wurden. Der ganz große Merchandise-Hype kam aber erst, als Diddl sich schon wieder erledigt hatte für seine Alterskohorte. Wir waren sozusagen Avantgarde.

Und ja, ich habe nicht vergessen, dass ich zu Beginn des Beitrags von einem neuen Profilbild sprach. Kriegt ihr natürlich auch zu sehen:

zeilenende

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16 Kommentare zu „Klein Zeilenende

    1. Sie sind nur witzig, wenn man lange sucht … Oder so viel Humor hat, über seinen doofen Gesichtsausdrücken zu stehen. Manche würde ich gern wegsperren.
      Aber du hast recht … Ich glaube, wenn sie ganz verloren wären … Mein Beileid – auch wenns immer so platt klingt. :-/

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  1. Von mir gibt’s auch ganz schlimme Kinderbilder, da würde ich z.B. zum Üben der Blockflöte gezwungen. Genau beim heftigsten Heulen drückte jemand ab… Das waren halt noch andere Zeiten. Aber den Vornamen kannte ich tatsächlich noch nicht. Aber ich verrate ihn nicht weiter… 😉😎

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    1. Für schwarz-weiß bin ich dann doch nicht alt genug, Herr Zeilenende Sr. ist im Unterschied zu mir überzeugter Farbphotograph. Ich mag die Challenges eigentlich gar nicht so gern, fand diese hier aber witzig, vor Allem weil es einen passenden Grund gab, mitzumachen. Aber „herzig“? Ich weiß nicht … Ich finde diesen Kerl da auf den Bildern ja vor allem nervig. ^^

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  2. Laß Dein Bild einfach so wie es ist. Ich finde es absolut ok. Wir haben ja schließlich keine „best of photos“-challenge hier… sonst müsste ich mich erstmal so richtig stylen. Und da habe ich keinen bock drauf. Also – es leben die, die sich so zeigen , wie sie sind!!!!!Blockfläte und Ballett-Spitzenschuhe hängen heute ganz offen an meinen Schränken – wozu verstecken? Hat man doch mal gern gemacht, oder? Ich möchte jedenfalls auf keinen blutigen Zeh, auf keinen falschen Flötenton oder sonstiges verzichten. Und Kinderbilder – was kann daran schlimm sein? Dass wir es damals noch nicht verstanden, uns zu verstellen? Herzig, nervig, doof, andere Zeiten? Ja sicher. Aber sich dafür schämen? Warum? Die Unbeschwertheit von damals sollte uns heute eigentlich neidisch machen!

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    1. Hier lasse ich mein Bild auch so, aber das Neue fand ich gut, deshalb musste es bei Facebook doch rein.
      Was an Kinderbildern blöd ist? Mein Gesichtsausdruck … Immer. Furchtbar. Ich muss immer über mich selbst lachen. Dabei nehme ich mich doch so unglaublich ernst. *g*

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  3. Das Schminkbild ist ja toll 🙂

    Ein Fb-Challenge? Ich glaube, ihr seid die einzigen, die kenne, die so etwas mitmachen 🙂 Alles „viel zu gefährlich“ 🙂
    Ich nutze Fb auch, aber lediglich um den Kontakt zu weit entfernten Bekannten nicht zu verlieren oder um zu schauen, was meine Töchter so von sich geben ( nee, mach ich nicht wirklich).
    Dein WP-Foto ist soo schräg, dass es schon wieder gut ist.

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