Willkommen zurück! Ich bin immer noch ganz erschöpft vom Wochenende und habe in den letzten zwei Tagen etwa 20 Stunden geschlafen. Aber es hat sich gelohnt, nicht nur, weil ich endlich meine Motivation wiedergefunden habe, die siebte Staffel von Doctor Who endlich weiter zu schauen, neue spannende Bücher entdeckt und ein paar lange herumliegende Bücher endlich ausgelesen habe. Davon in nächster Zeit mehr, spätestens zum Wochenende habe ich garantiert Zeit zum Schreiben. Heute ist aber Dienstags-Montag und das Thema ist Parallel-Lesen. Nach zwei Wochen Schreibpause muss ich erst einmal wieder warm werden, da sind vorgegebene Fragestellungen ideal, also danke liebes Buchfresserchen.

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Früher

Damals, als ich noch jung war und Lesen integraler Bestandteil meines Tagewerks, habe ich viel parallel gelesen und es genossen. Drei Aufsätze, dazu ein Roman und eine Kurzgeschichtensammlung? Kein Problem. Im Gegenteil: Ich habe in den Romanen Veranschaulichungen der Behauptungen aus den Aufsätzen gefunden und aus der Literatur Anregungen für eigene Fragestellungen gezogen. Meine Hausarbeiten haben meist mit einem Zitat begonnen, gern aus einem Science-Fiction-Roman. Der Neuromancer-Trilogie habe ich gar mal ein Argument entnommen, wenn ich auch nicht mehr weiß, wofür.

Heute

Die schöne Studentenzeit ist seit über einem Jahr vorbei, ich habe fast ein ganzes Jahr gebraucht, um mich im Berufsleben einzurichten und so ganz bin ich damit noch nicht fertig. Viel zu viel prasselt auf mich ein, ich habe mich regelrecht zersplittert gefühlt. Dementsprechend habe ich es schnell sein gelassen, parallel zu lesen. Anfangs habe ich das noch versucht, aber ständig den Faden verloren. Manches Buch musste ich zwei oder drei Mal neu beginnen, weil ich keinen Überblick mehr hatte.
Ein weiterer Nachteil war, dass ich schwierige Literatur liegen gelassen habe. Ich hatte Schopenhauers „ Die Welt als Wille und Vorstellung“ angefangen mit der festen Absicht, mich durch zu kämpfen. Schopenhauer finde ich nicht allzu anspruchsvoll, nur manchmal etwas düster. Aber letztlich wiederholt er immer nur die gleiche These mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Dennoch: Es hat zur Prokrastination verführt. Lese ich 20 Seiten Schopenhauer oder 100 Seiten Dora Heldt? Und jetzt bin ich mit Frau Heldt durch, dann kann ich doch parallel zum Schopenhauer auch mit dem Star-Wars-Roman anfangen. So schob sich die Lektüre immer weiter hinaus. Seitdem lese ich nicht mehr parallel. Entweder breche ich ein Buch ab, weil seine Zeit noch nicht gekommen oder es nicht ansprechend ist, oder ich quäle mich mannhaft (*hust*) bis zum Ende durch, weil ich weiß, dass es sich lohnt.
Wie ist es mit euch? Seid ihr weniger zersplittert als ich und könnt euch auf mehrer Bücher gleichzeitiv konzentrieren oder geht es euch wie mir, dass ihr auch in der Zerstreuung fokussiert sein müsst?

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8 Kommentare zu „Parallel-Lesen

  1. Ich habe deinetwegen am Pfingstsonntag (?) zig Stunden downton abbey geschaut. Zur Zeit bin ich bei 2.Staffel/ 6. Episode.

    Schwierigere Texte und die Zeitung „Der Freitag“ lese ich beim abendlichen Entspannungsbad.

    *weiter gucke*

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    1. Bei mir ist Fronleichnam glücklicherweise einer. Am Tag davor darf ich in den Zoo, am Tag danach weihen wir das neue Jakkoloboard ein. Was freue ich mich auf diese Woche. Ein sicheres Zeichen dafür, dass ich mich über irgendwas höllisch aufregen werde.

      Gefällt 1 Person

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